Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im August 2026 insgesamt 13.953 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,9 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Juli wurden 13.761 Arbeitslose vermeldet - die Quote lag bei 5,8 Prozent. Vor einem Jahr waren 13.942 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit ebenfalls 5,9 Prozent. Von den insgesamt 13.953 arbeitslosen Personen waren 4.676 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 3.121 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 6.156 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.
Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar zeigt sich auch im August bemerkenswert stabil. Während die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben ist, gibt es bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung eine erfreuliche Entwicklung: Sowohl im Landkreis Limburg-Weilburg als auch im Lahn-Dill-Kreis ist die Zahl der Beschäftigten gestiegen - und das entgegen dem Landestrend. Für Petra Kern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar, ist das auch eine Folge der vergangenen Monate. „Die hohe Zahl der gemeldeten Stellenangebote der letzten Monate zahlt sich jetzt aus“, sagte Kern. Im Ergebnis sind in Limburg-Weilburg 464 Menschen mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als ein Jahr zuvor, ein Plus von 0,8 Prozent. Im Lahn-Dill-Kreis nahm die Beschäftigung um 629 Personen, beziehungsweise 0,7 Prozent zu. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Lahn-Dill-Kreis. Dort war die Beschäftigtenzahl seit Herbst 2023 stetig zurückgegangen. Bei der Arbeitslosigkeit gibt es dagegen im August wenig Bewegung. Der leichte Anstieg im Lahn-Dill-Kreis ist vor allem auf unter 20-jährige ausländische Jugendliche zurückzuführen. Hintergrund ist das vorläufige Ende des Schulbesuchs. Viele dieser Jugendlichen werden im September voraussichtlich eine weitere Schule besuchen, ihre Berufsausbildung oder andere Alternative aufnehmen. Die Agenturchefin nahm erneut das Thema Ausbildung in den Fokus: „Auch wenn das Ausbildungsjahr offiziell am 1. August begonnen hat, ist der Zug längst noch lange nicht abgefahren. Bis in den Herbst hinein werden Ausbildungsplätze besetzt und Verträge geschlossen. Die weiterhin hohe Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen ist deshalb vor allem eines: eine Chance für junge Menschen.“ Petra Kern appelliert entsprechend an Jugendliche und Betriebe, die kommenden Wochen zu nutzen.
Kreis Limburg-Weilburg:
Die Arbeitslosenquote lag im August im Kreis Limburg-Weilburg unverändert bei 5,4 Prozent. Im August 2025 betrug die Quote 5,5 Prozent. In absoluten Zahlen: 5.189 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 2 weniger als im Juli (0,0 Prozent Veränderung) und 50 weniger als vor einem Jahr (-1,0 Prozent).Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 5,5 Prozent, 5.233 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.
Im aktuellen Monat wurden 39,9 Prozent (2.068 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 35 Personen (+1,7 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 33 Arbeitslose (+1,6 Prozent) gestiegen. 60,1 Prozent (3.121 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im August beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 37 Arbeitslose (-1,2 Prozent). Gegenüber August 2025 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 83 Personen reduziert (-2,6 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Grundsicherungsgeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.011 Arbeitslose und beim Jobcenter 3.221 Arbeitslose gemeldet.
Die Zahl der arbeitslosen Männer sank gegenüber dem Vormonat um 17 auf 2.913 Arbeitslose (-0,6 Prozent). Bei den Frauen erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 15 auf 2.276 Erwerbslose (+0,7 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 20 Arbeitslose (-0,7 Prozent) und bei den Frauen um 30 Arbeitslose (-1,3 Prozent) ab. 2025 waren jahresdurchschnittlich 3.005 Männer und 2.228 Frauen arbeitslos gemeldet.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist im August um 1,2 Prozent oder 8 arbeitslose Personen gestiegen. Aktuell sind 668 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 24 mehr als vor einem Jahr (+3,7 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 562 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.
Bei den älteren Arbeitslosen (50+) ist die Zahl im aktuellen Monat um 13 Betroffene auf 1.650 Arbeitslose gestiegen (+0,8 Prozent). Sie liegt damit um eine Person oder 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.687 ältere Arbeitslose gemeldet.
Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im August bei 280 Personen und somit um 3 Person oder 1,1 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber August 2025 war ein Rückgang um 42 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-13,0 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 309 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.
Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.966 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 29 arbeitslose Ausländer weniger als im Juli (-1,5 Prozent) und 75 weniger als vor einem Jahr (-3,7 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 2.153 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.
Gegenwärtig weist die Statistik 1.637 Langzeitarbeitslose aus, 8 mehr als im Vormonat (+0,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 84 Personen oder 5,4 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 1.549 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.
Im August 2026 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 247 Vermittlungsaufträge. Dies waren 25 Stellen mehr als im August 2025 (+ 11,3 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.635 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.
Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2025 bis August 2026 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.342 Ausbildungs-suchende. Dies waren 39 oder 3,0 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 293 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 327). Demgegenüber weist die Ausbildungsmarktstatistik insgesamt 1.041 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Dies sind 59 Stellen bzw. 6,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. 258 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende August 2025 waren noch 264 Ausbildungsstellen frei.
Lahn-Dill-Kreis:
Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im August bei 6,3 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonatswert. Im August 2025 betrug die Quote 6,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 8.764 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 194 mehr als im Juli (+2,3 Prozent) und 61 mehr als vor einem Jahr (+0,7 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 6,0 Prozent, 8.444 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.
Im aktuellen Monat wurden 29,8 Prozent (2.608 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 50 Personen (-1,9 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 64 Arbeitslose (+2,5 Prozent) gestiegen. 70,2 Prozent (6.156 Personen) aller Arbeitslosen waren im August beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 244 Arbeitslose (+4,1 Prozent). Gegenüber August 2025 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit hier um 3 Personen (0,0 Prozent Veränderung). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Grundsicherungsgeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.547 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.897 Arbeitslose gemeldet.
Die Anzahl arbeitsloser Männer erhöhte sich im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 64 Personen auf 4.776 Arbeitslose (+1,4 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg im gleichen Zeitraum um 130 (+3,4 Prozent) auf 3.988 Betroffenen. Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 40 Arbeitslose (+0,8 Prozent) und bei den Frauen um 21 Arbeitslose (+0,5 Prozent) zu. 2025 waren jahresdurchschnittlich 4.671 Männer und 3.773 Frauen arbeitslos gemeldet.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist im August um 25,8 Prozent oder 276 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 1.344 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 116 mehr als vor einem Jahr (+9,4 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 925 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.
Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.567 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 64 Personen (-2,4 Prozent) ab. Gegenüber August 2025 ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 17 ältere Arbeitslosen (+0,7 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.589 ältere Arbeitslose gemeldet.
Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Lahn-Dill-Kreis im August bei 720 Personen und damit um 5 Personen niedriger als im Vormonat (-0,7 Prozent). Gegenüber August 2025 war ein Rückgang um 30 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-4,0 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 748 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.
Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 3.851 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 231 arbeitslose Ausländer mehr als im Juli (+6,4 Prozent) und 60 weniger als im August 2025 (-1,5 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 3.777 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.
Gegenwärtig weist die Statistik 3.611 Langzeitarbeitslose aus, 49 weniger als im Vormonat (-1,3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 165 Personen oder 4,4 Prozent gesunken. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 3.756 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.
Im August 2026 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 283 Vermittlungsaufträge. Dies waren 50 Stellen weniger als im August 2025 (+15,0 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.937 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.
Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2025 bis August 2026 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.503 Ausbildungssuchende. Dies waren 119 oder 8,6 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 304 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 285).
Demgegenüber weist die Ausbildungsmarktstatistik insgesamt 1.543 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Dies sind 239 Stellen bzw. 13,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. 378 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende August 2025 waren noch 452 Ausbildungsstellen frei.
