Anlässlich des ‚Internationalen Tages der Pflege‘ am 12. Mai veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit (BA) nach Angaben der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar neueste Entwicklungen rund um die Arbeitsmarktsituation in den Pflegeberufen.
So sind 2025 rund 1,8 Millionen Pflegekräfte in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Mit einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Beschäftigungswachstum in der Pflege 2025 fortgesetzt, während die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche stagnierte.
Pflegeberufe sind laut BA eine Frauendomäne: Ein Großteil der Beschäftigten ist weiblich – allerdings steigt der Anteil männlicher Pflegekräfte beständig. Teilzeitbeschäftigung ist weit verbreitet. Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege ausschließlich von Ausländerinnen und Ausländern getragen. Der Anteil der beschäftigten Pflegekräfte mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit ist auf 20 Prozent im Jahr 2025 gestiegen.
Die mittleren Entgelte in der Pflege sind in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als in der Gesamtwirtschaft. Überdurchschnittliche Zuwächse zeigten sich in allen Anforderungsniveaus.
Arbeitslosigkeit seit 3 Jahren steigend - überwiegend Pflegehilfskräfte sind arbeitslos
Wie die Gesamtarbeitslosigkeit ist auch die Arbeitslosigkeit in den Pflegeberufen 2025 das dritte
Jahr in Folge gestiegen. Im Jahresdurchschnitt des letzten Jahres waren rund 60.000 Pflegekräfte
in Deutschland arbeitslos gemeldet, 5.000 oder 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die berufsspezifische
Arbeitslosenquote von Pflegekräften stieg von 3,2 Prozent im Jahr 2024 auf 3,4
Prozent im Jahr 2025. Dabei verbleibt die Arbeitslosenquote für Pflegefachkräfte auf einem sehr
geringen Stand von 1,1 Prozent.
Zahl der gemeldeten Stellen rückläufig, aber weiterhin Fachkräftemangel
Rund 31.000 Stellenangebote für Pflegekräfte waren im Jahresdurchschnitt 2025 bei der Bundesagentur
für Arbeit gemeldet. Das waren nur geringfügig weniger als im Vorjahr, während
gleichzeitig die Gesamtzahl der gemeldeten Stellen berufsübergreifend deutlich um 9 Prozent
zurückgegangen ist.
Angebot und Nachfrage passen häufig nicht zusammen. Die gemeldeten Stellen richten sich mit
96 Prozent fast nur an examinierte Pflegefachkräfte oder Pflegeassistenzkräfte. Etwas mehr als
die Hälfte der Arbeitslosen sucht jedoch eine pflegerische Helfertätigkeit, die keinen Berufsabschluss
erfordert. Die Engpassanalysen, die die Statistik der BA seit 2011 regelmäßig erstellt,
bestätigen einen andauernden erheblichen Fachkräftemangel in Pflegeberufen. Dieser erstreckt
sich auf alle examinierten Pflegekräfte einschließlich der Pflegeassistenz.
Steigende Zahlen bei Aus- und Weiterbildung
Über 59.000 Personen haben 2024/25 laut Statistischem Bundesamt eine Berufsausbildung als
Pflegefachmann oder Pflegefachfrau begonnen. Damit hat sich der Aufwärtstrend der letzten
Jahre fortgesetzt und es wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die BA hat 2025 rund 22.000
Personen gefördert, die eine Weiterbildung in einem Pflegeberufe begonnen haben. Darunter
waren rund 8.000 Menschen, die eine Umschulung zur Pflegefachkraft einschließlich der Pflegeassistenz
aufgenommen haben.
Den ausführlichen Bericht gibt es im Internet kostenlos unter https://tinyurl.com/mwhkbrfz.