Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juli 2026 insgesamt 13.761 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,8 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Juni wurden 13.596 Arbeitslose vermeldet - die Quote lag ebenfalls bei 5,8 Prozent. Vor einem Jahr waren 13.583 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Arbeitslosenquote betrug auch seinerzeit 5,8 Prozent. Von den insgesamt 13.761 arbeitslosen Personen waren 4.691 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 3.158 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.912 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.
„Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar präsentiert sich auch im Juli insgesamt stabil“, konstatierte Petra Kern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat sei ausschließlich auf die Entwicklung bei den unter 25-Jährigen zurückzuführen. Mit dem Ende von Schul- und Ausbildungsverhältnissen sowie dem Abschluss berufsvorbereitender Maßnahmen melden sich in dieser Jahreszeit turnusmäßig verstärkt junge Menschen vorübergehend arbeitslos, berichtete die Agenturchefin weiter. Während die Arbeitslosigkeit im Landkreis Limburg-Weilburg insgesamt leicht zunahm, sei sie im Lahn-Dill-Kreis nahezu unverändert geblieben.
Besonders erfreulich sei die weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in beiden Landkreisen. „Für einen Juli ist diese Entwicklung durchaus bemerkenswert und unterstreicht die anhaltende Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes. Die Unternehmen suchen weiterhin engagierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies spiegelt sich auch in den Übergängen aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung wider: Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl der Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung aufnehmen konnten, um 19 Prozent. Im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres beträgt der Zuwachs 13 Prozent“, so Kern weiter.
Trotz Beginn des nahenden neuen Ausbildungsjahres Anfang August eröffnen sich nach Angaben der Leiterin der Arbeitsagentur jungen Menschen auch weiterhin sehr gute berufliche Perspektiven. In der Region sei noch eine ausgesprochen große Zahl an Ausbildungsstellen unbesetzt. Damit bestünden auch über den offiziellen Ausbildungsbeginn hinaus, bis weit in den Herbst hinein, gute Chancen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Entscheidend dabei sei Offenheit und Flexibilität auf beiden Seiten. Unternehmen sollten ihren Blick auch auf Bewerberinnen und Bewerber richten, deren Profile nicht auf Anhieb sämtliche Anforderungen erfüllen. Umgekehrt könnten Ausbildungssuchende ihre Möglichkeiten deutlich erweitern, indem sie bei der Wahl des Ausbildungsberufs, des Ausbildungsortes oder des Einstiegszeitpunkts jetzt (noch) mehr Flexibilität an den Tag legen.
„Die Arbeitsagentur unterstützt beide Seiten dabei, mögliche Hürden zu überwinden und den erfolgreichen Start in eine Ausbildung zu ermöglichen. Mit AsAflex und weiteren Förderinstrumenten können individuelle Unterstützungsbedarfe gezielt aufgegriffen, vermeintliche Defizite ausgeglichen und Ausbildungsverhältnisse nachhaltig stabilisiert werden. Unser gemeinsames Ziel ist es, die noch offenen Ausbildungsstellen mit passenden Nachwuchskräften zu besetzen und jungen Menschen eine tragfähige Perspektive für ihren beruflichen Weg zu eröffnen“, sagte Kern abschließend.
Kreis Limburg-Weilburg:
Die Arbeitslosenquote lag im Juli im Kreis Limburg-Weilburg bei 5,4 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonatswert. Im Juli 2025 betrug die Quote ebenfalls 5,4 Prozent. In absoluten Zahlen: 5.191 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 160 mehr als im Juni (+3,2 Prozent) und 63 mehr als vor einem Jahr (+1,2 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 5,5 Prozent, 5.233 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.
Im aktuellen Monat wurden 39,2 Prozent (2.033 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 117 Personen (+6,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 64 Arbeitslose (+3,3 Prozent) gestiegen. 60,8 Prozent (3.158 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juli beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 43 Arbeitslose (+1,4 Prozent). Gegenüber Juli 2025 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um eine Person reduziert (0,0 Prozent Veränderung). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Grundsicherungsgeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.011 Arbeitslose und beim Jobcenter 3.221 Arbeitslose gemeldet.
Die Zahl der arbeitslosen Männer stieg gegenüber dem Vormonat um 64 auf 2.930 Arbeitslose (+2,2 Prozent). Bei den Frauen erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 96 auf 2.261 Erwerbslose (+4,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 38 Arbeitslose (+1,3 Prozent) und bei den Frauen um 25 Arbeitslose (-+1,1 Prozent) zu. 2025 waren jahresdurchschnittlich 3.005 Männer und 2.228 Frauen arbeitslos gemeldet.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juli um 14,4 Prozent oder 83 arbeitslose Personen gestiegen. Aktuell sind 660 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 78 mehr als vor einem Jahr (+13,4 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 562 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.
Bei den älteren Arbeitslosen (50+) ist die Zahl im aktuellen Monat um 5 Betroffene auf 1.637 Arbeitslose gestiegen (+0,3 Prozent). Sie liegt damit um 10 Personen oder 0,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.687 ältere Arbeitslose gemeldet.
Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Juli bei 283 Personen und somit um 6 Person oder 2,2 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber Juli 2025 war ein Rückgang um 41 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-12,7 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 309 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.
Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.995 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 28 arbeitslose Ausländer mehr als im Juni (+1,4 Prozent) und 22 mehr als vor einem Jahr (+1,1 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 2.153 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.
Gegenwärtig weist die Statistik 1.629 Langzeitarbeitslose aus, 8 mehr als im Vormonat (+0,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 60 Personen oder 3,8 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 1.549 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.
Im Juli 2026 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 252 Vermittlungsaufträge. Dies waren 59 Stellen mehr als im Juli 2025 (+ 30,6 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.635 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.
Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2025 bis Juli 2026 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.305 Ausbildungs-suchende. Dies waren 47 oder 3,7 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 429 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 398). Demgegenüber weist die Ausbildungsmarktstatistik insgesamt 1.005 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Dies sind 60 Stellen bzw. 6,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. 389 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2025 waren noch 410 Ausbildungsstellen frei.
Lahn-Dill-Kreis:
Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juli unverändert bei 6,1 Prozent. Im Juli 2025 betrug die Quote 6,0 Prozent. In absoluten Zahlen: 8.570 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 5 mehr als im Juni (+0,1 Prozent) und 115 mehr als vor einem Jahr (+1,4 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 6,0 Prozent, 8.444 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.
Im aktuellen Monat wurden 31,0 Prozent (2.658 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 105 Personen (+4,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 73 Arbeitslose (+2,8 Prozent) gestiegen.69,0 Prozent (5.912 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juli beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 100 Arbeitslose (-1,7 Prozent). Gegenüber Juli 2025 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit hier um 42 Personen (+0,7 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Grundsicherungsgeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.547 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.897 Arbeitslose gemeldet.
Die Anzahl arbeitsloser Männer reduzierte sich im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 16 Personen auf 4.712 Arbeitslose (-0,3 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg im gleichen Zeitraum um 21 (+0,5 Prozent) auf 3.858 Betroffenen. Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 96 Arbeitslose (+2,1 Prozent) und bei den Frauen um 19 Arbeitslose (+0,5 Prozent) zu. 2025 waren jahresdurchschnittlich 4.671 Männer und 3.773 Frauen arbeitslos gemeldet.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juli um 4,6 Prozent oder 47 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 1.068 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 155 mehr als vor einem Jahr (+17,0 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 925 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.
Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.631 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 20 Personen (-0,8 Prozent) ab. Gegenüber Juli 2025 ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 43 ältere Arbeitslosen (+1,7 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.589 ältere Arbeitslose gemeldet.
Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Lahn-Dill-Kreis im Juli bei 725 Personen und damit um 20 Personen höher als im Vormonat (+2,8 Prozent). Gegenüber Juli 2025 war ein Rückgang um 51 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-6,6 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 748 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.
Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 3.620 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 151 arbeitslose Ausländer weniger als im Juni (-4,0 Prozent) und 65 weniger als im Juli 2025 (-1,8 Prozent).
Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 3.777 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.
Gegenwärtig weist die Statistik 3.660 Langzeitarbeitslose aus, 41 weniger als im Vormonat (-1,1 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 121 Personen oder 3,2 Prozent gesunken. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 3.756 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.
Im Juli 2026 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 297 Vermittlungsaufträge. Dies waren 69 Stellen mehr als im Juli 2025 (+30,3 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.937 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.
Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2025 bis Juli 2026 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.457 Ausbildungssuchende. Dies waren 120 oder 9,0 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 455 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 422). Demgegenüber weist die Ausbildungsmarktstatistik insgesamt 1.504 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Dies sind 248 Stellen bzw. 14,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. 514 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2025 waren noch 642 Ausbildungsstellen frei.
