Ende der Herbstbelebung: Anstieg der Arbeitslosigkeit im November

Die Arbeitslosenquote steigt auf 6,7 Prozent, Endspurt im Pop-up-Store in der Rhein-Galerie Ludwigshafen.
 

30.11.2023 | Presseinfo Nr. 52

Ein November wie seit zehn Jahren nicht mehr – zumindest auf dem Arbeitsmarkt. Kommt es sonst üblicherweise im Zuge der weiterführenden Herbstbelebung zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit, wurde in diesem Jahr im Vergleich zum Vormonat ein leichter Anstieg verzeichnet. So waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen mit 15.578 Arbeitslosen 254 Personen mehr registriert als im Vormonat und 1.519 mehr als vor einem Jahr. Während es im Bereich der Arbeitsagentur zu einem Rückgang kam, gab es beim Jobcenter einen Zuwachs. Bei der Agentur für Arbeit Ludwigshafen waren 5.915 Frauen und Männer gemeldet, 28 weniger als im Vormonat. Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren mit 9.663 Personen 282 mehr registriert als im Oktober. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent.

3.254 Personen haben sich im November arbeitslos gemeldet, 44 mehr als im Vormonat und 156 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 3.007 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 221 weniger als im Oktober und 402 weniger als im Vorjahr. „In diesem Jahr endet die sowieso eher gering ausgefallene Herbstbelebung früher als sonst üblich. Der Arbeitsmarkt ist zwar weiterhin stabil, allerdings macht sich mittlerweile die unsichere wirtschaftliche Lage mit schwächelnder Konjunktur bemerkbar. Arbeitgeber sind daher mit Einstellungen zurückhaltender geworden, was auch an den Meldungen neuer Stellen sichtbar ist, die im November leicht zurückgegangen sind“, sagt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. 

Arbeitsstellen

549 neue Stellen wurden dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur im November gemeldet, 85 weniger als im Vormonat und 220 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst aktuell 3.602 Jobs, 81 weniger als im Oktober. „Das Arbeitsstellenangebot ist weiterhin breit gefächert und bietet viele berufliche Chancen. Um Arbeitskräfte und Unternehmen bestmöglich zusammenzubringen, sind wir gerne mit unseren vielfältigen Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten behilflich. Am besten noch bis 22. Dezember in unserem Pop-up-Store #DiePfalzqualifiziert in der Ludwigshafener Rhein-Galerie vorbeischauen und sich dort individuell über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten beraten lassen“, rät Lips. Infos zum Store sowie das Veranstaltungsprogramm gibt es auf der Homepage von #DiePfalzqualifiziert: www.arbeitsagentur.de/vor-ort/kaiserslautern-pirmasens/pfalzqualifiziert


Stadt Ludwigshafen

Im November waren in der Stadt Ludwigshafen 8.748 Personen arbeitslos gemeldet, 129 mehr als im Vormonat und 1.210 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 9,3 Prozent. 1.773 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 13 weniger als im Vormonat, jedoch 70 mehr als im Vorjahr. 1.654 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 112 weniger als im Oktober und 283 weniger als vor einem Jahr. 
Für das Stadtgebiet Ludwigshafen wurden 295 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 62 weniger als im Oktober. Der Bestand umfasst 1.762 Stellen, 30 weniger als im Vormonat und 25 weniger als vor einem Jahr.
 

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Im November zeigt sich der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal weiterhin von seiner stabilen Seite. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt aktuell bei 5,7 Prozent. Insgesamt waren 2.210 Personen arbeitslos gemeldet, 8 weniger als im Vormonat und 15 mehr als vor einem Jahr. In den vergangenen vier Wochen haben sich 506 Personen arbeitslos gemeldet, 20 weniger als im Vormonat. 514 Frauen und Männer konnten im selben Zeitraum ihre Arbeitslosigkeit beenden, 19 weniger als im Oktober.

„Ohne den in unserem Bezirk anhaltenden saisonalen Effekt wäre die Arbeitslosigkeit in Frankenthal leicht angestiegen“, sagt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt. „Zwar werden immer noch viele Arbeitskräfte gesucht und die angebotenen Ausbildungsstellen übersteigen die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber deutlich. Andererseits signalisiert die steigende Zahl der Personen, die sich aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet haben, die zunehmenden Schwierigkeiten vieler Unternehmen angesichts der angespannten Wirtschaftslage. Unter Berücksichtigung der aktuellen konjunkturellen Einflüsse sind die Folgen für den Arbeitsmarkt bisher insgesamt dennoch vergleichsweise gering.“

Die Stellenmeldungen sind im November konstant geblieben. Dem Arbeitgeber-Service wurden 69 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 1 mehr als im Vormonat und 27 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst 376 Stellen, 19 weniger als im Oktober und 90 weniger als im Vorjahr. Von diesen Jobs sind 299 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.
 

Geschäftsstellenbezirk Speyer 

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer kam es im November zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Mit 2.764 Personen waren 69 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 150 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Pro-zentpunkte auf 4,8 Prozent. Insgesamt haben sich im November 602 Personen arbeitslos gemeldet, 28 mehr als im Vormonat. Zeitgleich konnten 528 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 50 weniger als im Oktober. „Es ist allgemein zu beobachten, dass Arbeitgeber in den vergangenen Monaten mit Einstellungen eher zurückhaltend waren. Das liegt unter anderem an der wirtschaftlich sehr instabilen Lage und der damit verbundenen Ungewissheit, wie sich diese weiter entwickeln wird“, sagt Ralf Renneberg, stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer.  

Dies machen auch die Stellenmeldungen deutlich, die nach einem Anstieg im Oktober nun leicht zurückgegangen sind. So wurden dem Arbeitgeber-Service 128 neue Stellen gemeldet, 24 weniger als im Vormonat und 59 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst aktuell 1.013 Jobmöglichkeiten, 41 weniger als im Oktober und 282 weniger als im Vorjahr. Von diesen Jobs sind 759 in der Stadt Speyer angesiedelt.