Der Juni trotzt dem Sommerstart: Arbeitslosenquote weiterhin bei 7,1 Prozent

Der Sommerstart zeigt noch keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, denn im Juni konnte im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden. 

30.06.2026 | Presseinfo Nr. 23

Mit 16.765 Arbeitslosen waren 60 weniger gemeldet als im Vormonat und 220 mehr als vor einem Jahr. Diese verteilen sich wie folgt: Im Rechtskreis der Arbeitsagentur waren 6.986 Personen registriert, 1 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren mit 9.779 Frauen und Männer 61 weniger gemeldet als im Mai. Die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 7,1 Prozent. 3.054 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 122 weniger als im Vormonat und 141 weniger als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 3.129 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 585 weniger als im Mai und 275 mehr als im Vorjahr. 

„Zum Start des Sommers geht die Nachfrage nach Arbeitskräften üblicherweise etwas zurück. Momentan zeigt sich der regionale Arbeitsmarkt aber noch sehr dynamisch und aufnahmefähig. Unser Fokus liegt weiterhin auf Qualifizierung und Weiterbildung, um arbeitslosen Personen den Weg in die Berufswelt zu ebnen und Beschäftigten den Erhalt ihres Jobs zu sichern“, sagt Daniel Lips, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen.

Der Arbeitgeber-Service hat 571 neue Stellen registriert, 48 weniger als im Vormonat und 107 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst 3.205 Jobs, 71 mehr als im Mai und 248 weniger als im Vorjahr.

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Im Juni waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal insgesamt 2.659 Personen arbeitslos gemeldet, 3 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind es jedoch nur noch 28 Personen mehr, womit sich der Abstand zum Vorjahresniveau in den vergangenen Monaten deutlich verringert hat. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,8 Prozent. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich zum Sommerbeginn insgesamt stabil. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Mai leicht gestiegen, insgesamt bewegt sich die Entwicklung jedoch auf einem konstanten Niveau. Positiv ist insbesondere, dass sich der Abstand zum Vorjahr deutlich reduziert hat“, erklärt Ralf Lenke, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Frankenthal.

In den vergangenen vier Wochen haben sich 428 Personen arbeitslos gemeldet, 22 weniger als im Mai und sogar 109 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 433 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 103 weniger als im Vormonat und 9 weniger als im Juni 2025. „Mit Beginn der Sommermonate nimmt die Dynamik am Arbeitsmarkt erfahrungsgemäß etwas ab, da Personalentscheidungen und Neueinstellungen häufig in die Zeit nach der Ferienperiode verschoben werden. Wir beobachten derzeit weniger Zugänge in Arbeitslosigkeit, gleichzeitig ist aber auch die Zahl der Abmeldungen zurückgegangen. Das ist für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich und spricht eher für eine saisonale Beruhigung als für eine grundlegende Veränderung am Arbeitsmarkt“, meint Lenke.

Der Arbeitgeber-Service hat im Juni 104 neue Stellen registriert, 3 weniger als im Mai und 48 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig stieg der Bestand an offenen Arbeitsstellen auf 511 und erreichte damit den höchsten Wert der vergangenen Monate. Gegenüber Mai entspricht dies einem Plus von 41 Stellen, im Vergleich zum Vorjahr sogar einem Anstieg um 47 Stellen. Von den 511 gemeldeten Stellen entfallen 429 auf die Stadt Frankenthal. Damit konzentrieren sich die Beschäftigungsmöglichkeiten weiterhin überwiegend auf das Stadtgebiet. „Die Unternehmen schreiben weiterhin Stellen aus und suchen insbesondere qualifizierte Fachkräfte. Gleichzeitig beobachten wir bei den Neumeldungen eine gewisse Zurückhaltung. Viele Betriebe prüfen Personalentscheidungen derzeit sehr sorgfältig und besetzen offene Stellen häufig erst mit zeitlicher Verzögerung. Für Arbeitsuchende bestehen trotz des vorsichtigeren Einstellungsverhaltens weiterhin gute Chancen. Wer flexibel und bereit ist, seine Qualifikationen weiterzuentwickeln, findet auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld interessante Perspektiven“, sagt Lenke.

Geschäftsstellenbezirk Speyer 

Der Juni brachte auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer kaum Veränderungen. Mit 2.806 Personen waren 5 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat, allerdings 51 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 4,9 Prozent. 542 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 61 weniger als im Vormonat, aber 21 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 536 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 145 weniger als im Mai, jedoch 21 mehr als vor einem Jahr. „Obwohl sich die Arbeitslosenzahl zum Vormonat kaum verändert hat, gibt es doch viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Besonders erfreulich ist, dass sich weniger Menschen arbeitslos melden mussten“, sagt Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer, und ergänzt: „Viele Unternehmen sind zwar weiterhin auf der Suche nach Personal, insgesamt ist die Nachfrage allerdings etwas verhaltener und rückläufig, was auch die Meldungen neuer Stellen zeigen.“

Der Arbeitgeber-Service konnte im Juni 163 neue Stellen registrieren, 35 weniger als im Vormonat und 18 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 762 Jobmöglichkeiten, 60 mehr als im Mai und 55 weniger als vor einem Jahr. Von diesen Jobs sind 605 in der Stadt Speyer angesiedelt.

 

Arbeitsmarkt nach Städten und Landkreis
Stadt Ludwigshafen

Im Juni waren in der Stadt Ludwigshafen 9.392 Personen arbeitslos gemeldet, 47 weniger als im Vormonat und 220 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent gesunken. 1.769 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 12 weniger als im Vormonat und 19 weniger als im Vorjahr. 1.830 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 287 weniger als im Mai und 233 mehr als vor einem Jahr. 
Für das Stadtgebiet Ludwigshafen wurden 245 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 22 weniger als im Mai und 44 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 1.526 Stellen, 15 weniger als im Vormonat und 184 weniger als vor einem Jahr.

Stadt Frankenthal

Im Juni waren in der Stadt Frankenthal 2.003 Personen arbeitslos gemeldet, 3 mehr als im Vormonat und 29 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 8,2 Prozent. 328 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 12 weniger als im Vormonat und 80 weniger als im Vorjahr. 332 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 84 weniger als im Mai und 8 weniger als vor einem Jahr. 
Für das Stadtgebiet Frankenthal wurden 92 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 9 mehr als im Mai und 34 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 429 Stellen, 41 mehr als im Vormonat und 50 mehr als vor einem Jahr.

Stadt Speyer

Im Juni waren in der Stadt Speyer 1.589 Personen arbeitslos gemeldet, 10 weniger als im Vormonat und 70 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 5,8 Prozent. 299 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 47 weniger als im Vormonat und 4 mehr als im Vorjahr. 311 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 88 weniger als im Mai und 57 mehr als vor einem Jahr.
Für das Stadtgebiet Speyer wurden 148 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 17 weniger als im Mai und 35 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 605 Stellen, 58 mehr als im Vormonat und 57 mehr als vor einem Jahr.

Rhein-Pfalz-Kreis

Im Juni waren im Rhein-Pfalz-Kreis 3.781 Personen arbeitslos gemeldet, 6 weniger als im Vormonat und 41 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 4,3 Prozent. 658 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 51 weniger als im Vormonat und 46 weniger als im Vorjahr. 656 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 126 weniger als im Mai und 7 weniger als vor einem Jahr. 
Für den Rhein-Pfalz-Kreis wurden 86 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 18 weniger als im Mai und 64 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 645 Stellen, 13 weniger als im Vormonat und 171 weniger als vor einem Jahr.