Saisonale Entwicklung im Juli: Arbeitslosenquote steigt auf 7,2 Prozent

Wie im Sommer üblich steigt die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen leicht und liegt nun bei 7,2 Prozent.

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 24

Der Juli bringt den saisonal üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit mit sich. Mit 17.074 Arbeitslosen waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Ludwigshafen 309 mehr registriert als im Vormonat und 182 mehr als vor einem Jahr. Diese verteilen sich wie folgt: Bei der Agentur für Arbeit Ludwigshafen waren 7.242 Frauen und Männer gemeldet, 256 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen waren es 9.832 Personen, 53 mehr als im Juni. Insgesamt stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent.

3.858 Personen haben sich im Juli arbeitslos gemeldet, 804 mehr als im Vormonat und 492 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 3.546 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 417 mehr als im Juni und 527 mehr als im Vorjahr. „Viele junge Menschen müssen im Sommer den Übergang von der Schule, der Ausbildung oder dem Studium in die Beschäftigung bewältigen. Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist daher nicht ungewöhnlich und spiegelt sich insbesondere bei der Personengruppe der 15- bis 25-Jährigen wider“, erläutert Jeannette Müller, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. „Vergleicht man alle Altersgruppen, ist die Arbeitslosigkeit bei dieser Personengruppe seit Juni mit Abstand am stärksten gestiegen.“  

Die Chancen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, stehen allerdings gut, denn Arbeitgeber haben im Juli wieder mehr Personalbedarf gemeldet. Der Arbeitgeber-Service hat 729 neue Stellen registriert, 158 mehr als im Vormonat und 203 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst 3.344 Jobs, 139 mehr als im Juni und 26 weniger als vor einem Jahr. 

Ausbildungsmarkt

Die Chancen für eine erfolgreiche Ausbildungsplatzsuche stehen ebenfalls gut, denn bis jetzt konnten noch nicht alle Arbeitgeber ihre angebotenen Lehrstellen besetzen. 

Von den seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2025 gemeldeten 2.399 Ausbildungsstellen – das sind 503 mehr als im Vorjahreszeitraum – sind noch 737 unbesetzt, 80 mehr als vor einem Jahr. Bisher haben sich 1.876 junge Menschen bei der Berufsberatung gemeldet, 213 weniger als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Davon sind noch 559 auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, 117 weniger als im Juli des vergangenen Jahres. „Jugendliche, die noch nicht wissen, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll, können sich zur beruflichen Orientierung und Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gerne an unsere Berufsberatung wenden“, so Müller. „Der Arbeitgeber-Service steht Unternehmen, die noch nicht alle Ausbildungsstellen besetzen konnten, ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite.“

Kontakt zur Berufsberatung:
0800 4 5555 00 (gebührenfrei)
Ludwigshafen.Berufsberatung@arbeitsagentur.de

Kontakt zum Arbeitgeber-Service:
0800 4 5555 20 (gebührenfrei)
Ludwigshafen.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Geschäftsstellenbezirk Frankenthal

Im Juli waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankenthal insgesamt 2.714 Personen arbeitslos gemeldet, 55 mehr als im Vormonat und 10 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent gestiegen. In den vergangenen vier Wochen haben sich 575 Personen arbeitslos gemeldet, 147 mehr als im Vormonat und 55 mehr als vor einem Jahr. 517 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit im selben Zeitraum beenden, 84 mehr als im Juni und 64 mehr als im Vorjahr.  „Der Juli ist traditionell durch die Sommerpause sowie den Abschluss zahlreicher schulischer und beruflicher Ausbildungen geprägt. Nicht allen Absolventinnen und Absolventen gelingt ein nahtloser Übergang in eine Anschlussbeschäftigung“, sagt Julia Greif, stellvertretende Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Frankenthal, und ergänzt: „Durch passgenaue Qualifizierungs- und Coachingangebote unterstützen wir dabei, Arbeitslosigkeit zu beenden oder frühzeitig zu verhindern und leisten damit einen Beitrag zur Besetzung bislang offener Stellen.“

Der Arbeitgeber-Service hat 89 neue Jobmöglichkeiten registriert, 15 weniger als im Vormonat und 48 weniger als vor einem Jahr. Der Bestand umfasst 516 Stellen, 5 mehr als im Juni und 29 mehr als im Vorjahr. Von diesen Jobs sind 446 in der Stadt Frankenthal angesiedelt.

Geschäftsstellenbezirk Speyer 

Im Juli waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Speyer mit 2.899 Personen 93 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 69 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. 697 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 155 mehr als im Vormonat und 32 mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum konnten 604 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 68 mehr als im Juni und 68 mehr als im vergangenen Jahr. 

„Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Juli ist ein bekannter saisonaler Effekt und kein Grund zur Sorge“, kommentiert Zeljko Kuzmanovic, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Speyer, die aktuelle Situation. „Die gut ausgebildeten jungen Nachwuchskräfte, die dem Arbeitsmarkt nach dem Ende ihrer Ausbildung zur Verfügung stehen, haben nach der Sommerpause im Spätsommer und Frühherbst sehr gute Chancen, zügig eine Anstellung zu finden.“

Dem Arbeitgeber-Service wurden 163 neue Stellen gemeldet, genauso viele wie im Vormonat und 56 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst aktuell 734 Jobmöglichkeiten, 28 weniger als im Juni und 9 weniger als vor einem Jahr. Von diesen Jobs sind 571 in der Stadt Speyer angesiedelt.

Arbeitsmarkt nach Städten und Landkreis

Stadt Ludwigshafen

Im Juli waren in der Stadt Ludwigshafen 9.484 Personen arbeitslos gemeldet, 92 mehr als im Vormonat und 188 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. 1.805 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 17 mehr als im Vormonat und 233 weniger als im Vorjahr. 2.058 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 99 mehr als im Juni und 222 weniger als vor einem Jahr. 

Für das Stadtgebiet Ludwigshafen wurden 470 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 228 mehr als im Juni und 139 mehr als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 1.697 Stellen, 13 weniger als im Vormonat und 362 mehr als vor einem Jahr.

Stadt Frankenthal

Im Juli waren in der Stadt Frankenthal 2.040 Personen arbeitslos gemeldet, 37 mehr als im Vormonat und 49 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. 419 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 91 mehr als im Vormonat und 44 mehr als im Vorjahr. 377 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 45 mehr als im Juni und 15 mehr als vor einem Jahr. 

Für das Stadtgebiet Frankenthal wurden 75 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 17 weniger als im Juni und 37 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 446 Stellen, 17 mehr als im Vormonat und 42 mehr als vor einem Jahr.

Stadt Speyer

Im Juli waren in der Stadt Speyer 1.629 Personen arbeitslos gemeldet, 40 mehr als im Vormonat und 70 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. 357 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 62 mehr als im Vormonat und 68 weniger als im Vorjahr. 345 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 34 mehr als im Juni und 41 mehr als vor einem Jahr. 

Für das Stadtgebiet Speyer wurden 130 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 18 weniger als im Juni und 67 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 571 Stellen, 34 weniger als im Vormonat und 63 mehr als vor einem Jahr.

Rhein-Pfalz-Kreis

Im Juli waren im Rhein-Pfalz-Kreis 3.921 Personen arbeitslos gemeldet, 140 mehr als im Vormonat und 15 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. 907 Personen haben sich arbeitslos gemeldet, 249 mehr als im Vormonat und 78 mehr als im Vorjahr. 766 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 110 mehr als im Juni und 109 weniger als vor einem Jahr. 

Für den Rhein-Pfalz-Kreis wurden 91 neue Jobmöglichkeiten gemeldet, 5 mehr als im Juni und 62 weniger als im Vorjahr. Der Bestand umfasst 616 Stellen, 29 weniger als im Vormonat und 145 weniger als vor einem Jahr.