Nur wenig Bewegung am rheinhessischen Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote stagniert im Februar bei 6 Prozent

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 18

Noch immer fehlt die erforderliche Dynamik“, so Heike Strack, Leiterin der Mainzer Ar-beitsagentur. „Zwar konnte der Aufwärtstrend der Zahlen zunächst leicht gestoppt werden. Aber noch immer gilt: Wer jetzt arbeitslos wird, hat es – bis auf wenige Branchen - deutlich schwerer, wieder sehr zeitnah einzumünden.“ Dies gilt auch zunehmend für akademisch gebildete Kräfte; insbesondere Berufsstarter:innen müssen deutlich länger warten, bis der erste Einstieg gelingt und ihr Anteil an allen Arbeitslosen steigt weiter (aktuell 15,2 Prozent, zum Jahresende noch 14,4 Prozent).
Einen leichten Lichtblick geben die Stellenmeldungen, die im Februar gegenüber dem Jah-resanfang wieder etwas zugelegt haben. Angebote kamen jedoch erneut vor allem aus dem Gesundheitswesen und dem öffentlichen Sektor. An dieser Stelle richtet die Agenturchefin ihren Appell an Unternehmen: „Bitte denken Sie daran, uns auch ihre Ausbildungsstellen so frühzeitig wie möglich zu melden. Ungeachtet der aktuell allgemein schwierigen Kon-junkturlage, die Gewinnung von Nachwuchskräften ist existenziell für die Zukunftssicherung eines Betriebes.“ 

Für Jugendliche, die in diesem Jahr die Schule beenden, steht demnächst der Einstieg in die Berufswelt an. Für Sie und ihre Eltern weist Strack auf das Angebot der digitalen Eltern-abende der Bundesagentur vom 02. bis zum 15. März 2026; Bei den Informationsveranstaltungen berichten auch Auszubildende und dual Studierende der beteiligten Unterneh-men aus erster Hand von ihren Erfahrungen. Sie erzählen, wie sie es geschafft haben, das Bewerbungsverfahren zu bestehen und wie es ihnen während der Ausbildung beziehungs-weise des dualen Studiums ergeht. Zudem erfährt man, wie die Ausbildung oder das duale Studium in der Praxis konkret ausgestaltet ist. Näheres unter https://www.arbeitsagentur.de/k/digitale-elternabende#programm 

Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick 

Im Februar waren in Rheinhessen bei den Dienststellen der Arbeitsagentur und den Job-centern insgesamt 26.440 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 241 mehr als im Vormonat und 279 mehr als im Vorjahr. 

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Mainz (Mainz, Worms, Alzey- Worms, Mainz-Bingen) im Februar 2026 gesunken. 22.217 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 34 Personen weniger (-0,2 Prozent) als im Januar, aber 1.032 Personen bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,7 Prozent. 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 9.056 Personen (44 Personen mehr als im Vormonat und 1.211 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechts-kreis SGB II (Jobcenter) waren 13.161 Arbeitslose registriert (78 Personen weniger als im Vormonat und 179 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut. 

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 1.104 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (328 mehr als im Vormonat, aber 125 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen,

freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 5.204 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

Auf den regionalen Arbeitsmärkten in Rheinhessen kam es zu ähnlichen Entwicklungen: Im Gesamtbezirk blieb die Arbeitslosenquote bei 6,0 Prozent. im Landkreis Mainz-Bingen blieb sie bei 5,1 Prozent, in der Stadt Worms stieg sie von 9,2 auf 9,3 Prozent, im Landkreis Alzey-Worms von 5,0 auf 5,1 Prozent und in der Stadt Mainz sank sie von 6,1 auf 6,0 Pro-zent.