Die Pflege in Deutschland ist ein wichtiger Bereich, da die Bevölkerung altert und der Bedarf an Pflegeleistungen steigt. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften und einer guten Pflegeinfrastruktur, um den Bedürfnissen der älteren Generation und pflegebedürftigen Menschen gerecht zu werden. Gerade in der Landeshauptstadt Mainz ist die Pflege ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Anzahl der Beschäftigten in der Pflege gestiegen
Im Juni 2025 (das ist der derzeit aktuellste Stand) waren in Rheinhessen 11.045 Frauen und Männer in Pflegeberufen sozialversicherungspflichtig beschäftigt und damit 187 oder 1,69 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vom Jahr 2021 bis zum Jahr 2025 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Pflege in Rheinhessen um 285 oder 2,5 Prozent gestiegen.
Pflege ist unverändert eine Frauendomäne
Mit rund 80 Prozent waren deutlich mehr Frauen als Männer in Pflegeberufen tätig. 8.819 Frauen übten eine Beschäftigung in der Pflege aus und 2.226 Männer. In der Pflege waren hauptsächlich 6.496 Fachkräfte (58,83 Prozent) angestellt. Der Helferanteil lag bei 31,66 Prozent (3.497 Personen).
Anzahl der Pflegekräfte und Ärzte mit ausländischer Staatsangehörigkeit deutlich erhöht
Die Zahl der Pflegekräfte mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht, während die Anzahl der Beschäftigten mit deutschem Pass gesunken ist: Im Jahr 2021 arbeiteten in Rheinhessen 1.855 ausländische Pflegekräfte und 8.905 deutsche Pflegekräfte. Im Jahr 2025 waren es 2.625 Pflegekräfte mit ausländischem und 8.420 Pflegekräfte mit deutschem Pass. Damit betrug der Anteil der ausländischen Pflegekräfte in Rheinhessen im Jahr 2021 17,25 Prozent und im vergangenen Jahr bereits 23,78 Prozent.
Die Anzahl der Ärzte (ohne Zahnärzte) in Rheinhessen hat sich seit 2021 bis 2025 von 2.509 auf 2.987 erhöht (19,05 Prozent). Hierbei wuchs die Zahl bei Ärzten mit deutschem Pass um 18,43 Prozent und mit ausländischem Pass um 25,23 Prozent.
„Die demografische Entwicklung und der medizinische Fortschritt haben bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass der Bedarf an Ärzten und Pflegepersonal gestiegen ist. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen“, sagt Heike Strack, Chefin der Mainzer Arbeitsagentur. „Ohne Zuwanderung wäre die Besetzung der offenen Stellen nicht möglich.“