Ab dem 18. Mai 2026 wird der Glasverbinder im Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte (MSE) im Ponyweg 37-43 in Neubrandenburg zu einem besonderen Ort der Begegnung: Eine Ausstellung mit Werken von Menschen mit seelischer Behinderung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, neue Perspektiven einzunehmen. Die offizielle Eröffnung zur Ausstellung findet am 18.05.2026 ab 17:00 Uhr im Jobcenter MSE statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni 2026 während der regulären Öffnungszeiten zugänglich.
Initiiert wurde die Ausstellung im Rahmen einer gemeinsamen Vielfaltsinitiative der Neubrandenburger Arbeitsagentur und des Jobcenters MSE. In Zusammenarbeit mit dem STEG Neubrandenburg e. V., der Menschen mit seelischer Behinderung in Wohngruppen, im eigenen Wohnraum sowie in Tagesgruppen begleitet, wurde so ein Projekt geschaffen, das Begegnung und Verständnis fördert. Der Verein steht für eine Haltung, die auf Respekt, Würde und echte gesellschaftliche Teilhabe ausgerichtet ist – Werte, die sich auch in der Ausstellung widerspiegeln.
Dabei geht es um weit mehr als um Kunst. Die Ausstellung setzt bewusst ein Zeichen gegen Vorurteile und Ausgrenzung. Menschen mit seelischer Behinderung sehen sich im Alltag noch immer mit Unsicherheiten und Berührungsängsten konfrontiert. Verhaltensweisen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen, werden häufig missverstanden.
Genau hier setzt das Projekt an: Die gezeigten Werke machen sichtbar, was im Alltag oft übersehen wird – die Kreativität, die Ausdruckskraft und die individuelle Persönlichkeit hinter jeder Diagnose. Die Ausstellung schafft Raum für Begegnung, regt zum Nachdenken an und eröffnet neue Zugänge zu einem Thema, das viele betrifft, aber selten offen diskutiert wird.
Eine der beteiligten Künstlerinnen beschreibt ihre Inspiration sehr persönlich: Die enge Verbindung zu ihrer Mutter, gemeinsame Spaziergänge, Naturbeobachtungen und kleine Ausflüge prägen ihre Werke ebenso wie eigene kreative Aktivitäten wie Singen, Arbeiten mit Ton oder Stricken. Für sie bedeutet Kunst vor allem eines: „Entspannen, erholen, entdecken und abschalten.“
Mit der Ausstellung verfolgen die beteiligten Akteure ein klares Ziel: mehr Offenheit, Verständnis und Toleranz zu fördern. Denn echte Teilhabe kann nur gelingen, wenn Vorurteile abgebaut werden und Vielfalt als selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft anerkannt wird.