Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Neuruppin erneut leicht rückläufig

Agentur für Arbeit Neuruppin: Verhaltener Rückgang der Arbeitslosigkeit im Frühjahr – Arbeitsmarkt zeigt wenig Dynamik

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 20

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„Im April ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Neuruppin jahreszeitlich typisch erneut gesunken. Es gab Einstellungen im Handel, saisonbedingt zudem in Hotels und Gaststätten sowie im Baugewerbe. In anderen Branchen ist die Situation etwas gedämpfter. Insgesamt fällt der Rückgang Arbeitslosigkeit somit verhaltener aus als im Frühjahr üblich. Wir verzeichnen wenig Dynamik am Arbeitsmarkt sowie eine zurückhaltendende Nachfrage nach Arbeits- und Fachkräften. Das heißt, eine spürbare Frühjahrsbelebung bleibt weiter aus. Der Gegenwind auf Grund der schwachen Konjunktur und merklich gestiegener Energiepreise durch globale Spannungen ist einfach zu stark. Allerdings ist die regionale Entwicklung in den Landkreisen des Agenturbezirkes sehr unterschiedlich“, erläutert Beate Kostka, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Neuruppin.

Blick auf den Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Neuruppin (Landkreis Havelland, Landkreis Oberhavel, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Landkreis Prignitz) im April 2026 gesunken. 19.797 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 129 Personen weniger (-0,6 Prozent) als im März, aber 497 Personen bzw. 2,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,6 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,4 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 7.578 Personen (125 Personen weniger als im Vormonat, aber 470 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 12.219 Arbeitslose registriert (4 Personen weniger als im Vormonat, aber 27 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Jobcenter wurden rund 62 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 398 (entspricht -2,2 Prozent) auf 17.311. Insgesamt wurden im März 21.870 erwerbsfähige Leistungsberechtigte in den Jobcentern Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz betreut, das waren 613 Personen weniger (-2,7 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.381 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.317 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.506 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.314 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 752 Stellen wurden im April neu gemeldet (23 weniger als im Vormonat und 18 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 4.603 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

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Die Regionen im Überblick

Landkreis Havelland: Weiter kein Aufschwung am Havelländer Arbeitsmarkt – Mobilität als Schlüssel zur Beendigung der Arbeitslosigkeit
Zitat:

„Entgegen des Trends im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Neuruppin ist die Arbeitslosigkeit im Havelland im April leicht gestiegen. Somit ist am Havelländer Arbeitsmarkt weiterhin kein Aufschwung in Sicht. Nach den letzten größeren Entlassungsereignissen haben gut qualifizierte und mobile Personen, bereits in den Vormonaten eine neue Beschäftigung aufgenommen und teilweise kam es vor allem in der Logistikbranche zu nahtlosen Job-to-Job Vermittlungen. Nun spiegelt sich im April die herausfordernde gesamtwirtschaftliche Situation im Havelland wider und die Abgänge in Erwerbstätigkeit können die Zugänge in die Arbeitslosigkeit nicht kompensieren. Vor allem in ländlichen Regionen des Havellandes ist Mobilität ein Schlüssel zur Beendigung der Arbeitslosigkeit – teilweise auch über Landkreisgrenzen hinweg, da der regionale Markt nicht in dem Maße aufnahmefähig ist,“ führt Beate Kostka zum Havelland aus.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Havelland im April 2026 gestiegen. 6.476 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 12 Personen mehr (0,2 Prozent) als im März und 414 Personen bzw. 6,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,0 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,6 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.511 Personen (1 Person mehr als im Vormonat und 337 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.965 Arbeitslose registriert (11 Personen mehr als im Vormonat und 77 Personen mehr als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Havelland wurden rund 61 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 150 (entspricht -2,9 Prozent) auf 5.006. Insgesamt wurden im April 6.480 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Havelland betreut, das waren 178 Personen weniger (-2,7 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.099 Personen arbeitslos. Davon kamen 435 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.080 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 382 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 199 Stellen wurden im April neu gemeldet (16 weniger als im Vormonat und 36 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im Handel und im verarbeitenden Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 1.344 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

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Landkreis Oberhavel: Stabilität in bewegten Zeiten – Trotz gesamtwirtschaftlicher Herausforderungen bleibt der Arbeitsmarkt in Oberhavel der stabile Anker im Agenturbezirk Neuruppin.
Zitat:

„Oberhavel zeigt sich im April 2026 erneut als robuster Wirtschaftsstandort. Während eine spürbare Frühjahrsbelebung weiter auf sich warten lässt, geht die Zahl der Arbeitslosen leicht zurück und die Arbeitslosenquote bleibt in Oberhavel konstant bei 5,5 Prozent – die niedrigste im gesamten Agenturbezirk Neuruppin. Die Herausforderung ist weiter die Besetzung der offenen Stellen. Der Bedarf an qualifizierten Kräften – insbesondere im Gesundheitswesen, Handwerk und in der Logistik – ist ungebrochen hoch. Die Nähe zu Berlin sorgt für eine hohe Pendlerdynamik im Landkreis – sowohl bei Fachkräften als auch bei jungen Menschen, die auf der Suche nach einer Ausbildung oder einem Studium sind. Wir müssen die Attraktivität der regionalen Betriebe stärker in den Fokus rücken“, so Beate Kostka zum Arbeitsmarkt in Oberhavel.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Oberhavel im April 2026 gesunken. 6.507 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 5 Personen weniger (-0,1 Prozent) als im März, aber 140 Personen bzw. 2,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,4 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.755 Personen (3 Personen weniger als im Vormonat, aber 115 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.752 Arbeitslose registriert (2 Personen weniger als im Vormonat, aber 25 Personen mehr als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Oberhavel wurden rund 58 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Vorjahresvergleich um 3 (entspricht 0,1 Prozent) auf 5.618. Insgesamt wurden im April 7.109 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Oberhavel betreut, das waren 23 Personen weniger (-0,3 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.129 Personen arbeitslos. Davon kamen 514 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.136 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 463 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 279 Stellen wurden im April neu gemeldet (2 weniger als im Vormonat, aber 25 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 1.416 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

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Landkreis Ostprignitz-Ruppin: Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit – ein Hauch von Frühjahrsbelebung
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„Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist im April leicht gesunken. Die Dynamik am Arbeitsmarkt ist allerdings noch zurückhaltend. Nichtsdestotrotz lassen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt in Ostprignitz-Ruppin auf eine leichte Frühjahrsbelebung hoffen. So übersteigen die Abgänge in Erwerbstätigkeit die Zahl der Zugänge in die Arbeitslosigkeit. Bei den Arbeitsaufnahmen ist ein bunter Branchenmix zu verzeichnen. Aber insbesondere in den klassischen Außenberufen wie dem Bau und im Bereich Tourismus ist ein Hauch von Frühling am regionalen Arbeitsmarkt in OPR zu spüren, da hoffe ich natürlich, dass andere Branchen nachziehen können“, sagt Beate Kostka zum Arbeitsmarkt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im April 2026 gesunken. 3.616 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 79 Personen weniger (-2,1 Prozent) als im März, aber 11 Personen bzw. 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,0 Prozent.Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.305 Personen (80 Personen weniger als im Vormonat, aber 48 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.311 Arbeitslose registriert (1 Person mehr als im Vormonat, aber 37 Personen weniger als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Ostprignitz-Ruppin wurden rund 64 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 104 (entspricht -2,3 Prozent) auf 3.559. Insgesamt wurden im April 4.342 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Ostprignitz-Ruppin betreut, das waren 222 Personen weniger (-4,9 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 621 Personen arbeitslos. Davon kamen 205 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 703 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 291 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 152 Stellen wurden im April neu gemeldet (13 weniger als im Vormonat und 19 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 883 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

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Landkreis Prignitz: Arbeitslosigkeit sinkt unter Vorjahresniveau – Förderung von Arbeitgebern bei Einstellung von Langzeitarbeitslosen in der Prignitz möglich
Zitat:

„In der Prignitz ist die Arbeitslosigkeit im April rückläufig und sinkt sogar unter Vorjahresniveau – als einziger Landkreis im Agenturbezirk Neuruppin. Der Prignitzer Arbeitsmarkt trotzt damit weiterhin der schwachen gesamtwirtschaftlichen Situation und es ist sogar ein leichter Zuwachs bei den Stellenmeldungen im Landkreis zu verzeichnen. Insbesondere im Bau-, aber auch im Gastgewerbe kam es nach der längeren Winterphase in diesem Jahr nun wieder vermehrt zu Arbeitsaufnahmen und der Bedarf ist weiterhin groß“, fasst Beate Kostka für den Prignitzer Arbeitsmarkt zusammen.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Prignitz im April 2026 gesunken. 3.198 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 57 Personen weniger (-1,8 Prozent) als im März und 68 Personen bzw. 2,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,5 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 8,6 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.007 Personen (43 Personen weniger als im Vormonat und 30 Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.191 Arbeitslose registriert (14 Personen weniger als im Vormonat und 38 Personen weniger als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Prignitz wurden rund 69 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 147 (entspricht -4,5 Prozent) auf 3.128. Insgesamt wurden im April 3.939 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Prignitz betreut, das waren 190 Personen weniger (-4,6 Prozent) als vor einem Jahr.

Die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen ist im Landkreis Prignitz weiterhin auf einem hohen Niveau. Allein im Monat April 2026 betreute das Jobcenter Prignitz 1.252 Menschen (rund 57 Prozent aller im SGB II registrierten Personen), die mindestens ein Jahr und länger keiner Beschäftigung nachgingen. Um auch diesen Menschen eine bessere Brücke in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bauen, nutzt das Jobcenter Prignitz das Förderinstrument der Sozialen Teilhabe nach §16e SGBII. 

Was besagt das Förderinstrument der Sozialen Teilhabe nach §16e SGBII und wie werden Unternehmen damit unterstützt?

Für die Einstellung eines langzeitarbeitslosen Menschen, der mindestens zwei Jahre ohne Beschäftigung ist, bezuschusst das Jobcenter Prignitz die Lohnkosten im ersten Jahr mit 75% des Arbeitgeber-Brutto und im zweiten Jahr der Beschäftigung immerhin mit 50% des Arbeitgeber-Brutto. 

Während der Förderzeit von 24 Monaten findet ein ganzheitliches beschäftigungsbegleitendes Coaching des/der Beschäftigte/n durch das Jobcenter statt, welches zur Stabilisierung des Arbeitsverhältnisses beitragen soll. Selbst Qualifizierungen kann die Arbeitsverwaltung während der Beschäftigungsphase initiieren, um den speziellen Anforderungen des Stellenprofils gerecht zu werden. 

Interessierte Unternehmen, die bereit sind, ihre Stellen mit langzeitarbeitslosen Menschen zu besetzen, wenden sich bitte an den gemeinsamen Arbeitgeber-Service im Landkreis Prignitz: 
•    Persönlich: Ihre persönliche Ansprechperson im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit steht Ihnen für individuelle Beratungsgespräche direkt vor Ort zur Verfügung
•    Telefonisch: Über die kostenfreie Arbeitgeber-Service-Hotline unter 0800 4 555520.
•    Per E-Mail: Neuruppin.142-Arbeitgeber-Service@arbeitsagentur.de

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 532 Personen arbeitslos. Davon kamen 163 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 587 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 178 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 122 Stellen wurden im April neu gemeldet (8 mehr als im Vormonat und 12 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell im verarbeitenden Gewerbe, in der Arbeitnehmerüberlassung und im Handel. Aktuell befanden sich damit 960 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

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Lage auf dem Ausbildungsmarkt im April: 
JETZT freie Ausbildungsstellen für den Ausbildungsbeginn 2026 bei der Arbeitsagentur melden
Zitat:

„Wir verzeichnen einen Rückgang bei den gemeldeten Ausbildungsstellen. Derzeit wurden uns seit Oktober letzten Jahres 2.155 Stellen der regionalen Unternehmen gemeldet – ein Minus von 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig suchen mehr Jugendliche als im Vorjahr eine Stelle. In unserem Agenturbezirk haben sich mit 2.421 Jugendlichen über 300 Jugendliche mehr gemeldet als im vergangenen Jahr. Für Unternehmen ist dies die Gelegenheit, aus einem Pool an jungen Menschen die Fachkräfte von morgen auszuwählen und damit in der Region zu halten. Es wäre ein herber Verlust für die regionale Wirtschaftskraft im Nordwesten Brandenburgs, wenn Jugendliche ihre Traumberufe fernab der Heimat verwirklichen. Die wirtschaftliche Unsicherheit darf in meinen Augen nicht dazu führen, dass nicht ausgebildet wird. Auch wenn die aktuelle wirtschaftliche Gesamtsituation schwierig ist und Unternehmen mit den steigenden Energiepreisen vor erneute Herausforderungen gestellt werden, bleibt der Fachkräftemangel die größte langfristige Gefahr für unsere Region. Ich appelliere daher an die Betriebe, trotz des konjunkturellen Gegenwindes an ihren Ausbildungsplänen festzuhalten bzw. sich auch kurzfristig bewusst für die Ausbildung junger Menschen zu entscheiden, um nicht die Fachkräfte von übermorgen zu verlieren,“ führt Beate Kostka über die Situation am regionalen Ausbildungsmarkt aus.

Überblick zum Ausbildungsjahr 2026/2027

Im Bereich der Agentur für Arbeit Neuruppin (Landkreis Havelland, Landkreis Oberhavel, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Landkreis Prignitz) waren von Oktober 2025 bis April 2026 insgesamt 2.421 Interessierte als Bewerbende für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 319 Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Von den 2.421 Bewerbenden waren zahlenmäßig 312 Personen (14,8 Prozent) mehr als im April 2025 gemeldet. Aktuell suchen 1.651 Jugendliche aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen jungen Menschen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

Die regionalen Unternehmen haben bisher 2.155 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (138 Stellen bzw. 6,0 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 gemeldete Ausbildungsstellen 113 Bewerbende. Aktuell sind 1.214 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachkraft - Lagerlogistik, Kaufmann/-frau - Büromanagement und Industriemechaniker/in.

Unternehmen, die noch Auszubildende suchen, können ihre Ausbildungsstelle einfach digital melden:
https://web.arbeitsagentur.de/vermittlung/ag-stea-ui/pc/stellenmeldung-verwalten 
oder sich an den regionalen Arbeitgeber-Service wenden: 
•    Persönlich: Ihre persönliche Ansprechperson im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit steht Ihnen für individuelle Beratungsgespräche direkt vor Ort zur Verfügung
•    Telefonisch: Über die kostenfreie Arbeitgeber-Service-Hotline unter 0800 4 555520.
•    Per E-Mail: 
Landkreis Oberhavel: Neuruppin.141-Arbeitgeber-Service@arbeitsagentur.de 
Landkreis Havelland: Neuruppin.143-Arbeitgeber-Service@arbeitsagentur.de 
Landkreis Ostprignitz-Ruppin und Landkreis Prignitz: 
Neuruppin.142-Arbeitgeber-Service@arbeitsagentur.de