Arbeitslosigkeit steigt im Ferienmonat Juli

Agentur für Arbeit Neuruppin: Anstieg der Arbeitslosigkeit im Ferienmonat Juli zu verzeichnen – fehlende Impulse am Arbeitsmarkt im Nordwesten Brandenburgs

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 29

Zitat:

„Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich in diesem Monat von seiner jahreszeitlich typischen ‚Sommerseite‘: In den Landkreisen Oberhavel, Havelland, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz verzeichnen wir den saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Während erfreulicherweise die Arbeitslosigkeit ausländischer Menschen in allen Landkreisen gesunken ist, ist der prozentual größte Anstieg mit Ferienstart bei jungen Menschen zu sehen. Über 700 Personen unter 25 Jahren meldeten sich in diesem Monat mit dem Ende des Schul- und Ausbildungsjahres im Agenturbezirk Neuruppin arbeitslos. Wir sind aber optimistisch, dass dieser Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit nur vorübergehend ist, denn rund ein Viertel, meldeten sich nach einer betrieblichen Ausbildung arbeitslos. Das heißt, es handelt sich um gut ausgebildete Fachkräfte. Unser Anspruch ist es, diese bei einer dauerhaften Beschäftigungsaufnahme als Fachkraft möglichst schnell und umfassend zu unterstützen. Die regionalen Betriebe sollten dieses Potential nutzen. Zusätzlich zu diesen jahreszeittypischen Effekten spüren wir weiterhin eine Zurückhaltung bei Neueinstellungen von Unternehmen auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen, die im Sommer durch die Urlaubsphase bzw. Betriebsferien noch verstärkt werden. Signifikante Impulse zur Belebung des Arbeitsmarktes bleiben weiter aus. Gerade in dieser Phase sehen wir es als unsere zentrale Aufgabe an, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Unternehmen aktiv, verlässlich und individuell zu unterstützen – sei es durch individuelle Beratung, passgenaue Qualifizierungen oder notwendige Förderinstrumente. Sprechen Sie uns an!“, führt Stefan Dirkes, operativer Geschäftsführer der Arbeitsagentur Neuruppin, Arbeitsmarkt im Nordwesten Brandenburgs aus.

 

Blick auf den Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Neuruppin (Landkreis Havelland, Landkreis Oberhavel, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Landkreis Prignitz) im Juli 2026 gestiegen. 19.635 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 296 Personen mehr (1,5 Prozent) als im Juni und 562 Personen bzw. 2,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,3 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 7.629 Personen (284 Personen mehr als im Vormonat und 647 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 12.006 Arbeitslose registriert (12 Personen mehr als im Vormonat, aber 85 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Jobcenter wurden gut 61 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 446 (entspricht -2,6 Prozent) auf 16.910. Insgesamt wurden im Juli 21.466 erwerbsfähige Leistungsberechtigte in den Jobcentern Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz betreut, das waren 588 Personen weniger (-2,7 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.642 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.330 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.366 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.094 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 761 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (17 weniger als im Vormonat und 72 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 4.653 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

 

Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Juli

Noch rund 950 unbesetzte Ausbildungsstellen – für gut 1.100 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz: JETZT aber los – Ferienzeit ist Bewerbungszeit!

Zitat:

„Das neue Ausbildungsjahr steht in den Startlöchern. Für die Agentur für Arbeit Neuruppin steht daher in den nächsten Wochen die treffsichere Zusammenführung von Bewerberinnen und Bewerbern mit den passenden Ausbildungsbetrieben mehr denn je im Mittelpunkt. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen in den Landkreisen Oberhavel, Havelland, Prignitz und Ostprignitz-Ruppin ist nach wie vor hoch. Trotz aller wirtschaftlichen Herausforderungen wurden der Agentur für Arbeit in diesem Jahr 2.501 Ausbildungsstellen gemeldet – lediglich 30 weniger als im Vorjahr. Erfreulich ist auch, dass bereits 941 Stellen besetzt werden konnten – 30 mehr als im Vorjahr. Nichtsdestotrotz suchen in nahezu allen Branchen und Berufsfeldern die regionalen Betriebe auch und gerade in der Ferienzeit noch nach Azubis. Derzeit sind noch 948 Ausbildungsstellen im Agenturbezirk Neuruppin unbesetzt. Es wird also höchste Zeit, dass Jugendliche und Unternehmen aufeinander zugehen und vielleicht auch Abstriche bei den gegenseitigen Erwartungen machen. Für die 1.129 Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz heißt das: Jetzt aber los – Ferienzeit ist Bewerbungszeit! Die Berufsberatung unterstützt die jungen Menschen unkompliziert, auch in den Ferien, beim #Ausbildungklarmachen – egal, ob in den Geschäftsstellen vor Ort, telefonisch oder auch per Videochat“, betont Stefan Dirkes mit Blick auf die Situation am regionalen Ausbildungsmarkt.

Überblick_zum_Ausbildungsjahr_2025_2026

Im Bereich der Agentur für Arbeit Neuruppin (Landkreis Havelland, Landkreis Oberhavel, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Landkreis Prignitz) waren bis Juli insgesamt 2.745 Interessierte als Bewerbende für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 379 Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Von den 2.745 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 345 Personen (14,4 Prozent) mehr als im Juli 2025 gemeldet. Aktuell suchen 1.129 Jugendliche aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen jungen Menschen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

Die regionalen Unternehmen haben bisher 2.501 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (30 Stellen bzw. 1,2 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen  damit auf 100 Stellen 111 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 948 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in und Fachkraft - Lagerlogistik, Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk - Bäckerei und Kaufmann/-frau - Büromanagement.

 

Unternehmen, die noch Auszubildende suchen, können ihre Ausbildungsstelle einfach digital melden:

https://web.arbeitsagentur.de/vermittlung/ag-stea-ui/pc/stellenmeldung-verwalten 

Sollte das nicht klappen, können sie sich auch an den regionalen Arbeitgeber-Service wenden: 

  • Persönlich: Ihre persönliche Ansprechperson im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit steht Ihnen für individuelle Beratungsgespräche direkt zur Verfügung
  • Telefonisch: Über die kostenfreie Arbeitgeber-Service-Hotline unter 0800 4 555520.
  • Per E-Mail: 

Landkreis Oberhavel: Neuruppin.141-Arbeitgeber-Service@arbeitsagentur.de 

Landkreis Havelland: Neuruppin.143-Arbeitgeber-Service@arbeitsagentur.de 

Landkreis Ostprignitz-Ruppin und Landkreis Prignitz: 

Neuruppin.142-Arbeitgeber-Service@arbeitsagentur.de

 

Die Regionen im Überblick

Landkreis Havelland: Arbeitsmarkt verharrt ohne Ausblick auf einen kurzfristigen Aufschwung – Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen nach Ende der Ausbildung

Zitat:

„Im Havelland beobachten wir weiterhin keine Trendwende auf Grund der fehlenden Bewegung am regionalen Arbeitsmarkt. In diesem Monat ist die Arbeitslosigkeit, insbesondere im Osthavelland, leicht gestiegen. So sind in diesem Monat im Geschäftsstellenbezirk Nauen 83 Personen mehr als im Vormonat arbeitslos gemeldet, im Westhavelland dagegen nur 12. Das heißt, die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk Rathenow blieb weitestgehend stabil. Treiber innerhalb der  Alterskohorten beim Anstieg der Arbeitslosigkeit ist zum Ende des Ausbildungsjahres im Havelland, wie im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Neuruppin, die Gruppe der jungen Menschen unter 25 Jahren. Insgesamt zeigt sich ein weiterhin verhärteter Arbeitsmarkt ohne Tendenzen zu einer Entspannung. Die Abgänge in Erwerbstätigkeit können die Zugänge erneut nicht kompensieren. In vielen Branchen ist ein Rückgang der Stellenmeldungen seit Jahresbeginn zu verzeichnen – insbesondere in der Arbeitnehmerüberlassung, die oft als Wirtschaftsindikator herangezogen wird. Auf dem Ausbildungsmarkt im Havelland stehen 741 Ausbildungsstellen 752 Bewerbende gegenüber. Damit ist der Ausbildungsmarkt stellenseitig stabil – ein Plus von 27 Stellen im Vergleich zum Vorjahr. Den 365 Jugendlichen ohne Ausbildungsstelle möchte ich raten, nach rechts und links zu schauen. Wenn der Berufswunsch beispielsweise im Bereich Metallbau, Elektronik, Energie fällt, sind ggf. auch Ausbildungsstellen im Bereich Maschinen- und Fahrzeugbau interessant. Denn im letztgenannten gibt es noch fast 30 offene Stellen. Die meisten offenen Stellen gibt es jedoch im Verkauf“, sagt Stefan Dirkes zum Havelländer Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Havelland im Juli 2026 gestiegen. 6.386 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 95 Personen mehr (1,5 Prozent) als im Juni und 205 Personen bzw. 3,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,6 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.475 Personen (65 Personen mehr als im Vormonat und 279 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.911 Arbeitslose registriert (30 Personen mehr als im Vormonat, aber 74 Personen weniger als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Havelland wurden gut 61 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 151 (entspricht -3,0 Prozent) auf 4.945. Insgesamt wurden im Juli 6.439 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Havelland betreut, das waren 148 Personen weniger (-2,3 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.053 Personen arbeitslos. Davon kamen 400 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 968 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 354 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 245 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (24 mehr als im Vormonat, aber 13 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 1.358 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

 

Landkreis Oberhavel: Sommerlich verhaltener saisonaler Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit

Zitat:

„Mit einer Arbeitslosenquote von aktuell 5,5 Prozent hat Oberhavel weiterhin die geringste Arbeitslosigkeit im gesamten Agenturbezirk Neuruppin. Der leichte Anstieg um 0,1 Prozentpunkte im Juli spiegelt vor allem die typischen Sommereffekte sowie die anhaltende konjunkturelle Zurückhaltung wider. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli um 163 Personen gestiegen. Dieser Zuwachs schlägt sich im Rechtskreis SGB III besonders deutlich nieder, wo ein Plus von 151 Arbeitslosen verzeichnet wurde. Besonders markant zeigt sich der jahreszeitlich typische Anstieg bei der Jugendarbeitslosigkeit: Im Vergleich zum Vormonat sind insgesamt 79 Jugendliche mehr arbeitslos gemeldet. Parallel dazu reißt der Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften nicht ab. Vor allem in Branchen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem Handwerk sowie der Logistik suchen die Unternehmen im Landkreis weiterhin intensiv nach qualifiziertem Personal. In diesem Zusammenhang sei gesagt: Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist der beste Schutz vor langer Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel.

Auf dem Ausbildungsmarkt in Oberhavel zeigt sich weiterhin eine Diskrepanz zwischen den Berufswünschen der Jugendlichen und den Angeboten der regionalen Wirtschaft. Während Unternehmen insbesondere im Handwerk sowie in der Produktion dringend Nachwuchs suchen, orientieren sich viele Jugendliche eher in dem Dienstleistungssektor oder nutzen das Ausbildungsangebot im angrenzenden Berlin. Die vorrangige Aufgabe der nächsten Wochen bleibt es, bis zum Start des Ausbildungsjahres freie Lehrstellen und ausbildungssuchende Jugendliche passgenau zusammenzuführen. Derzeit stehen 393 unversorgte Jugendliche immerhin noch 223 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber“, so Stefan Dirkes zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Oberhavel aus.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Oberhavel im Juli 2026 gestiegen. 6.567 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 163 Personen mehr (2,5 Prozent) als im Juni und 323 Personen bzw. 5,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,2 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.840 Personen (151 Personen mehr als im Vormonat und 267 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.727 Arbeitslose registriert (12 Personen mehr als im Vormonat und 56 Personen mehr als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Oberhavel wurden knapp 57 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Vorjahresvergleich um 73 (entspricht 1,3 Prozent) auf 5.557. Insgesamt wurden im Juli 7.075 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Oberhavel betreut, das waren 107 Personen mehr (1,5 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.228 Personen arbeitslos. Davon kamen 502 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.070 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 355 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 294 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (52 weniger als im Vormonat, aber 24 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 1.491 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

 

Landkreis Ostprignitz-Ruppin: Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit bei weinig Bewegung am regionalen Arbeitsmarkt 

Zitat:

„Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin beobachten wir im Ferienmonat Juli einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit um knapp ein Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Juli sind damit zahlenmäßig 30 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im Juni. Auch in diesem Landkreis ist der prozentual größte Anstieg bei den jungen Menschen unter 25 zu verzeichnen. Darunter sind viele Personen, die ihre Ausbildung beendet haben und nicht übernommen wurden – und das verteilt über fast alle Branchen hinweg. Das ist aus Arbeitgebersicht Potential, welches genutzt werden sollte. Wir sind optimistisch, diese gut ausgebildeten Fachkräfte zeitnah bei der Beschäftigungsaufnahme zu unterstützen. Des Weiteren ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Sommer darauf zurückzuführen, dass befristete Arbeitsverhältnisse enden und nicht weiter verlängert werden. 

In Bezug auf den Ausbildungsmarkt in Ostprignitz-Ruppin ist erfreulich, dass allein im Vergleich zum letzten Monat fast 50 Jugendliche als nicht mehr unversorgt gelten – davon sind mehr als 30 in eine Ausbildung eingemündet. Unsere Berufsberatung vor dem Erwerbsleben arbeitet intensiv an der Beratung und Vermittlung der Jugendlichen, so dass viele eine Berufsausbildung finden. Dennoch sind im Landkreis Ostprignitz-Ruppin noch knapp 250 Ausbildungsstellen unbesetzt, so dass es weiterhin ausreichend Chancen für eine regionale Ausbildungsstelle gibt“, führt Stefan Dirkes zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin aus.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Juli 2026 gestiegen. 3.523 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 30 Personen mehr (0,9 Prozent) als im Juni und 2 Personen bzw. 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,9 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6,9 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.300 Personen (35 Personen mehr als im Vormonat und 71 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.223 Arbeitslose registriert (5 Personen weniger als im Vormonat und 69 Personen weniger als im Vorjahr). Durch das Jobcenter wurden gut 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 226 (entspricht -6,4 Prozent) auf 3.323. Insgesamt wurden im Juli 4.058 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Ostprignitz-Ruppin betreut, das waren 375 Personen weniger (8,5 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 748 Personen arbeitslos. Davon kamen 238 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 723 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 205 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 133 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (32 mehr als im Vormonat, aber 8 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 835 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

 

Landkreis Prignitz: Arbeitsmarkt präsentiert sich stabil ohne nennenswerte Veränderung

Zitat:

„Nach dem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vormonat präsentiert sich der Prignitzer Arbeitsmarkt weiterhin stabil, ohne nennenswerte zahlenmäßige Änderung im Arbeitslosenbestand. Im Vergleich zum Vormonat sind 8 Personen mehr arbeitslos gemeldet. In diesem Zusammenhang sei nochmal darauf hingewiesen, dass der Arbeitslosenbestand keine starre Größe ist. Allein in diesem Monat konnten in der Prignitz 605 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, allerdings mussten sich im Gegenzug 613 Menschen neu arbeitslos melden. Impulse für die Belebung des regionalen Arbeitsmarktes sind derzeit nicht in Sicht. Weiterhin erfreulich bleibt, dass die Arbeitskräftenachfrage der Prignitzer Unternehmen weiter ungebrochen hoch ist. Als einziger Landkreis hält die Prignitz bei den gemeldeten Stellen seit Jahresbeginn in etwa das Vorjahresniveau.

Beim Ausbildungsmarkt ist die Prignitz der einzige Landkreis im Agenturbezirk Neuruppin in dem die Zahl der gemeldeten Stellen die Zahl der Bewerbenden übersteigt. Das ist vor allem auf die herausragende Ausbildungsbereitschaft der Prignitzer Unternehmen zurückzuführen. Jugendliche, die noch einen Ausbildungsplatz in der Region suchen bzw. Unternehmen, die noch einen offenen Ausbildungsplatz haben, möchten wir einladen, Kontakt mit der Berufsberatung vor dem Erwerbsleben bzw. dem Arbeitgeber-Service aufzunehmen, so dass alle Möglichkeiten besprochen werden können. Derzeit stehen 118 unversorgten Jugendlichen noch 208 unbesetzte Stellen gegenüber“, konkretisiert Stefan Dirkes zum Prignitzer Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Prignitz im Juli 2026 gestiegen. 3.159 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 8 Personen mehr (0,3 Prozent) als im Juni und 32 Personen bzw. 1,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,5 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 8,3 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.014 Personen (33 Personen mehr als im Vormonat und 30 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.145 Arbeitslose registriert (25 Personen weniger als im Vormonat, 2 Personen mehr als im Vorjahr). Durch das Jobcenter wurden knapp 68 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 141 (entspricht -4,4 Prozent) auf 3.086. Insgesamt wurden im Juli 3.894 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Prignitz betreut, das waren 172 Personen weniger (-4,2 Prozent) als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 613 Personen arbeitslos. Davon kamen 190 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 605 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 180 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 89 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (21 weniger als im Vormonat und 75 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell im verarbeitenden Gewerbe, in der Arbeitnehmerüberlassung und im Handel. Aktuell befanden sich damit 969 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.