Zitat:„Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Neuruppin präsentiert sich zum Ende des Winters in einer stabilen Verfassung. Die Arbeitslosigkeit steigt im Februar leicht – 14 Arbeitslose mehr werden verzeichnet. Trotz der anhaltend herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verharrt die Anzahl der Arbeitslosen damit nahezu auf dem Niveau des Vormonats. Nichtsdestotrotz steht der regionale Arbeitsmarkt auf Grund der konjunkturellen Schwäche weiter unter Spannung – vor allem ein erneuter Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist bedenklich. Ob nun mit den steigenden Temperaturen auf dem Arbeitsmarkt die Frühjahrsbelebung einsetzt, bleibt abzuwarten“, sagt Beate Kostka, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Neuruppin.

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Neuruppin (Landkreis Havelland, Landkreis Oberhavel, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Landkreis Prignitz) im Februar 2026 leicht gestiegen. 20.289 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 14 Personen mehr (0,1 Prozent) als im Januar und 686 Personen bzw. 3,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,7 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,5 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 8.041 Personen (41 Personen mehr als im Vormonat und 570 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 12.248 Arbeitslose registriert (27 Personen weniger als im Vormonat, aber 116 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Jobcenter wurden 60 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 771 (entspricht -4,3 Prozent) auf 17.096. Insgesamt wurden im Februar 21.597 erwerbsfähige Leistungsberechtigte in den Jobcentern Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz betreut, das waren 1.042 Personen weniger (-4,6 Prozent) als vor einem Jahr.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.410 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.332 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.368 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 998 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 686 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (142 mehr als im Vormonat, aber 279 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 4.564 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Fachkräftepotenzial nutzen: Positive Bilanz zur Beschäftigung ukrainischer Geflüchteter
Zitat:„In den Landkreisen Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz haben über 1.500 ukrainische Geflüchtete den Sprung in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geschafft. Das heißt, die Integration ukrainischer Geflüchteter in Arbeit gelingt zunehmend – das ist ein starkes Signal für unsere Region. Jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen und die vorhandenen Job-Perspektiven konsequent ausbauen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen vorhandene Talente mit gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten fördern, dabei unterstützen berufliche Abschlüsse schneller anerkennen zu lassen und Sprachkenntnisse idealerweise direkt begleitend im Betrieb zu vertiefen. Somit sollen aus motivierten Arbeitskräften Fachkräfte von morgen werden, um die Wirtschaftskraft unserer gesamten Region zu stärken“, erklärt Beate Kostka zum vierjährigen Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine.
Vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges lässt sich bei der Integration ukrainischer Geflüchteter in den regionalen Arbeitsmarkt eine signifikant positive Entwicklung verzeichnen. Im Februar 2026 waren 2.502 erwerbsfähige Personen bei der Agentur für Arbeit Neuruppin und den Jobcentern der Landkreise Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz gemeldet, davon waren 1.401 arbeitslos.
Die nicht arbeitslos gemeldeten Personen befinden sich überwiegend in Integrations- und Sprachkursen, in Beschäftigung (bei ergänzendem Leistungsbezug), in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Weiterbildungen, in Ausbildung oder schulischer Bildung oder stehen dem Arbeitsmarkt aufgrund von Erziehungs- und Pflegeaufgaben derzeit nicht zur Verfügung.
Im August 2025 waren 1.516 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Agenturbezirk Neuruppin sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 355 Personen (30,6 Prozent). Seit Kriegsausbruch im Februar 2022 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ukrainerinnen und Ukrainer im Nordwesten Brandenburgs um 1.331 gestiegen und hat sich damit mehr als verachtfacht. Zudem gingen im August 2025 244 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit ausschließlich einer geringfügen Beschäftigung nach.
Gemeinsam mehr erreichen – Ausbildung klarmachen
Unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen – Ausbildung klarmachen“ startet am 16. März 2026 die bundesweit stattfindende „Woche der Ausbildung“. Gemeinsam mit den Kammern, regionalen Unternehmen und weiteren Partnern werden Jugendliche und Eltern gezielt zu den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region und zu Unterstützungsmöglichkeiten beraten.
Zitat:„Unter Berücksichtigung aller Herausforderungen, die die Betriebe derzeit zu bewältigen haben, ist die Ausbildung als einer der wichtigsten Schlüssel zur vorausschauenden Fachkräftesicherung zu sehen – denn Azubis sind die Fachkräfte von morgen. Die Investition lohnt sich! Daher möchte ich Unternehmen dazu aufrufen ihre Ausbildungsstellen bei uns zu melden, um diese gemeinsam erfolgreich zu besetzen. Für Jugendliche der Region ist das ein wichtiges Zeichen, dass die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Havelland und Oberhavel nach wie vor gut sind. Vorbei ist die Zeit, dass man in die Metropolen muss, um einen interessanten Ausbildungsberuf zu finden, der Spaß macht und ein gutes und sicheres Einkommen garantiert. Die duale Berufsausbildung ist ein guter Einstieg in eine chancenreiche Berufskarriere. Praktika sind ideal zum gegenseitigen Kennlernen“, so Beate Kostka über die Situation am Ausbildungsmarkt.
Die Regionen im Überblick
Landkreis Havelland: Arbeitslosigkeit sinkt leicht. Konjunktureller Aufschwung weiter nicht in Sicht.
Zitat:„Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit im Havelland leicht gesunken. Ein konjunktureller Aufschwung ist dennoch nicht in Sicht. Bei den letzten größeren Entlassungen im Havelland wurde vermehrt vor allem gut qualifiziertes Personal freigesetzt – sogenannte arbeitsmarktnahe Kundinnen und Kunden. Viele dieser Menschen haben zeitnah wieder eine Anschlussbeschäftigung gefunden – teilweise auch überregional, da der regionale Markt leider nicht in dem Maße aufnahmefähig ist“, fasst Beate Kostka den Havelländer Arbeitsmarkt zusammen.
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Havelland im Februar 2026 gesunken. 6.559 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 105 Personen weniger (-1,6 Prozent) als im Januar, aber 409 Personen bzw. 6,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,0 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,7 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.606 Personen (52 Personen weniger als im Vormonat, aber 250 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.953 Arbeitslose registriert (53 Personen weniger als im Vormonat, aber 159 Personen mehr als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Havelland wurden 60 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 274 (entspricht -5,2 Prozent) auf 4.951. Insgesamt wurden im Februar 6.386 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Havelland betreut, das waren 356 Personen weniger (-5,3 Prozent) als vor einem Jahr.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 999 Personen arbeitslos. Davon kamen 398 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.088 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 329 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 192 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (78 mehr als im Vormonat, aber 116 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im Handel und in der öffentlichen Verwaltung. Aktuell befanden sich damit 1.367 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Beschäftigung ukrainischer Geflüchteter im Havelland fast verneunfacht
Auch im Havelland lässt sich vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges bei der Integration ukrainischer Geflüchteter in den regionalen Arbeitsmarkt eine signifikant positive Entwicklung verzeichnen. Im Februar 2026 waren 854 erwerbsfähige Personen im Landkreis Havelland gemeldet, davon waren 537 arbeitslos.
Im August 2025 waren 468 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Landkreis Havelland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 124 Personen (36,0 Prozent). Seit Kriegsausbruch im Februar 2022 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ukrainerinnen und Ukrainer im Havelland um 415 gestiegen und hat sich damit fast verneunfacht. Zudem gingen im August 2025 65 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Havelland ausschließlich einer geringfügen Beschäftigung nach.
Landkreis Oberhavel: saison- und konjunkturell bedingt bleibt der Arbeitsmarkt hinter seinen Möglichkeiten zurück
Zitat:„Im Landkreis Oberhavel verzeichneten wir im Februar einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Es sind allerdings Ansätze einer positiven Entwicklung zu sehen. In diesem Monat meldeten sich rund 30 Prozent weniger Menschen direkt aus Erwerbstätigkeit arbeitslos. Die Unternehmen setzen trotz der aktuellen Herausforderungen weiter auf personelle Kontinuität, um Fachkräfte langfristig zu binden. Mit Blick auf die kommenden Wochen hoffen wir nun auf die einsetzende Frühjahrsbelebung,“ führt Beate Kostka zum Arbeitsmarkt im Landkreis Oberhavel aus.
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Oberhavel im Februar 2026 gestiegen. 6.594 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 134 Personen mehr (2,1 Prozent) als im Januar und 91 Personen bzw. 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 5,5 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.872 Personen (49 Personen mehr als im Vormonat und 131 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.722 Arbeitslose registriert (85 Personen mehr als im Vormonat, aber 40 Personen weniger als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Oberhavel wurden 56 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 55 (entspricht -1,0 Prozent) auf 5.583. Insgesamt wurden im Februar 7.046 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Oberhavel betreut, das waren 85 Personen weniger (-1,2 Prozent) als vor einem Jahr.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.185 Personen arbeitslos. Davon kamen 505 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.038 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 348 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 200 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (9 mehr als im Vormonat, aber 145 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen. Aktuell befanden sich damit 1.369 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Beschäftigung ukrainischer Geflüchteter in Oberhavel mehr als verachtfacht
Vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges lässt sich auch in Oberhavel bei der Integration ukrainischer Geflüchteter in den regionalen Arbeitsmarkt eine signifikant positive Entwicklung verzeichnen. Im Februar 2026 waren 933 erwerbsfähige Personen im Landkreis Oberhavel gemeldet, davon waren 512 arbeitslos.
Im August 2025 waren 671 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Landkreis Oberhavel sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 177 Personen (35,8 Prozent). Seit Kriegsausbruch im Februar 2022 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ukrainerinnen und Ukrainer in Oberhavel um 591 gestiegen und hat sich damit mehr als verachtfacht. Zudem gingen im August 2025 94 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit ausschließlich einer geringfügen Beschäftigung nach.
Landkreis Ostprignitz-Ruppin: Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit, dennoch wenig Bewegung am Arbeitsmarkt
Zitat:„Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist die Arbeitslosigkeit im Februar gesunken. Trotz der anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erweist sich der regionale Arbeitsmarkt als widerstandsfähig. Auch wenn relativ wenig Bewegung am regionalen Arbeitsmarkt zu verzeichnen ist, unterstreicht dies die Stabilität unserer regionalen Wirtschaftsstruktur. Wir hoffen nun auch in Ostprignitz-Ruppin auf die einsetzenden Frühjahrsimpulse, die erfahrungsgemäß für eine saisonale Belebung des Marktes sorgen,“ konkretisiert Beate Kostka zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Februar 2026 gesunken. 3.772 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 58 Personen weniger (-1,5 Prozent) als im Januar, aber 111 Personen bzw. 3,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,4 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,1 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.443 Personen (3 Personen mehr als im Vormonat und 142 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.329 Arbeitslose registriert (61 Personen weniger als im Vormonat und 31 Personen weniger als im Vorjahr). Durch Jobcenter Ostprignitz-Ruppin wurden 62 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 249 (entspricht -6,7 Prozent) auf 3.465. Insgesamt wurden im Februar 4.258 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Ostprignitz-Ruppin betreut, das waren 344 Personen weniger (-7,5 Prozent) als vor einem Jahr.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 659 Personen arbeitslos. Davon kamen 221 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 722 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 195 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 178 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (74 mehr als im Vormonat und 27 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Arbeitnehmerüberlassung, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Aktuell befanden sich damit 822 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Beschäftigung ukrainischer Geflüchteter in Ostprignitz Ruppin fast verachtfacht
Vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges lässt sich auch in Ostprignitz-Ruppin bei der Integration ukrainischer Geflüchteter in den regionalen Arbeitsmarkt eine signifikant positive Entwicklung verzeichnen. Im Februar 2026 waren 360 erwerbsfähige Personen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gemeldet, davon waren 202 arbeitslos.
Im August 2025 waren 185 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 4 Personen (2,2 Prozent). Seit Kriegsausbruch im Februar 2022 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ukrainerinnen und Ukrainer in Oberhavel um 161 gestiegen und hat sich damit fast verachtfacht. Zudem gingen im August 2025 63 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit ausschließlich einer geringfügen Beschäftigung nach.
Landkreis Prignitz: Arbeitslosigkeit steigt leicht – regionaler Arbeitsmarkt bereit für den Frühling
Zitat:„Im Landkreis Prignitz ist die Arbeitslosigkeit in diesem Monat leicht gestiegen. Wir merken allerdings, dass der Prignitzer Arbeitsmarkt bereit ist für den Frühling. Im Landkreis werden vor allem auch wieder Stellenmeldungen in klassischen Außenberufen, wie dem Baugewerbe, verzeichnet. Wir erwarten, dass mit dem Ende der Winterstarre und den ersten Sonnenstrahlen die typischen Frühlingsimpulse für neue Dynamik und zusätzliche Chancen auf dem Stellenmarkt sorgen. Das heißt, saisonale Effekte sollen in den kommenden Wochen den Markt weiter stützen und zu einer schrittweisen Belebung führen,“ ergänzt Beate Kostka zum Prignitzer Arbeitsmarkt.
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Prignitz im Februar 2026 gestiegen. 3.364 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 43 Personen mehr (1,3 Prozent) als im Januar und 75 Personen bzw. 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,9 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 8,6 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.120 Personen (41 Personen mehr als im Vormonat und 47 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.244 Arbeitslose registriert (2 Personen mehr als im Vormonat und 28 Personen mehr als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Prignitz wurden 67 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 193 (entspricht -5,9 Prozent) auf 3.097. Insgesamt wurden im Februar 3.907 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Jobcenter Prignitz betreut, das waren 257 Personen weniger (-6,2 Prozent) als vor einem Jahr.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 567 Personen arbeitslos. Davon kamen 208 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 520 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 126 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 116 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (19 weniger als im Vormonat und 45 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell im verarbeitenden Gewerbe, in der Arbeitnehmerüberlassung und im Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 1.006 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Beschäftigung ukrainischer Geflüchteter in der Prignitz in etwa versiebenfacht
Auch in der Prignitz lässt sich vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges bei der Integration ukrainischer Geflüchteter in den regionalen Arbeitsmarkt eine signifikant positive Entwicklung verzeichnen. Im Februar 2026 waren 355 erwerbsfähige Personen im Landkreis Prignitz gemeldet, davon waren 150 arbeitslos.
Im August 2025 waren 192 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Landkreis Prignitz sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 50 Personen (35,2 Prozent). Seit Kriegsausbruch im Februar 2022 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ukrainerinnen und Ukrainer in der Prignitz um 164 gestiegen und hat sich damit in etwa versiebenfacht. Zudem gingen im August 2025 22 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit ausschließlich einer geringfügen Beschäftigung nach.