Noch über 2.400 offene Ausbildungsplätze

Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung ist ein exzellenter Einstieg ins Berufsleben. Betriebe der Region bieten jungen Menschen vor diesem Hintergrund auch dieses Jahr diverse Ausbildungsplätze an. Doch weiterhin sind viele davon unbesetzt – gute Chancen für Noch-Suchende!   

 

10.06.2026 | Presseinfo Nr. 37

NORDHORN. Wenige Wochen vor dem offiziellen Ausbildungsstart Anfang August bietet der Ausbildungsmarkt in der Grafschaft Bentheim und im Emsland potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern auch weiterhin jede Menge Möglichkeiten. Wer sich eine Ausbildung gut vorstellen kann, bislang aber keine passende Stelle für sich gefunden hat, kann rein statistisch zwischen 1,2 Stellen aussuchen. Denn immer noch sind 2.444 der in diesem Jahr gemeldeten 3.657 Ausbildungsstellen nicht besetzt. Und von den bisher gemeldeten 2.068 Bewerberinnen und Bewerbern werden noch weit über ein Drittel bald eine Entscheidung treffen. Damit bleibt im Vergleich zum Vorjahr der Pool der Bewerberinnen und Bewerber 2025/2026 nahezu gleich wobei die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen abnimmt. Diese sank immerhin um über 10%, ist aber angesichts der widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im deutschlandweiten Vergleich immer noch auf einem guten Niveau.

Duvinage: „Der Ausbildungsbeginn steht vor der Tür. Es geht in die heiße Phase, es ist noch nicht zu spät, sich zu bewerben“.

„Der überwiegende Teil der Ausbildungen beginnt im August eines Jahres. Wird dieser Zeitpunkt „verpasst“, stellt dies keine Hürde dar, dennoch eine Ausbildung zu starten, im Prinzip bis weit in den Herbst hinein. Ein ‚Zu spät!‘ gibt es bei Bewerbungen faktisch nicht mehr“, erläutert René Duvinage, Leiter der Nordhorner Arbeitsagentur. „Dies darf und soll aber letztlich nicht der „Regelfall“ werden. Daher ist der Zeitpunkt jetzt optimal, sich noch vor dem Ausbildungsbeginn zu bewerben. Eine Ausbildung ist ein sehr guter Einstieg ins Berufsleben und eröffnet viele Perspektiven. Und die Voraussetzungen, etwas für sich zu finden, sind niederschwelliger als beispielsweise bei einem Studium.“

Unbesetzte Stellen noch in diversen Branchen zu finden.

Die meisten unbesetzten Stellen, genau 717, wies zuletzt der Bereich „Verarbeitendes Gewerbe“ aus. Genau 507 nicht belegte Ausbildungsplätze fanden sich darüber hinaus im Handel, Instandhaltung und Reparatur von KfZ. Dahinter folgen: Baugewerbe (452), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (241) und die Land-, Forstwirtschaft und Fischerei (113 unbesetzte Stellen). „Die Bereiche, in denen es noch mehr suchende Bewerbende als offene Stellen gibt, lassen sich an einer Hand abzählen, darunter sind etwa Arzt- und Praxishilfen. Aber selbst dort, wo der Bewerberpool größer ist, ist die Stellenbesetzung kein Selbstläufer. Denn die reine Statistik spiegelt andere wichtige Aspekte – wie z.B. Fragen zur Mobilität eines Bewerbers oder einer Bewerberin – nicht wider. Ein potentieller Bewerber oder eine potentielle Bewerberin aus der Niedergrafschaft etwa hilft aufgrund der Entfernung einem Betrieb in der Obergrafschaft oft nicht weiter.“ 

Praktika nutzen, um Betriebe kennenzulernen.

Angesichts der vielen möglichen Optionen rät der Experte allen Interessierten, sich weiter um einen Ausbildungsplatz zu bemühen und auch alternativ Berufsfelder im Auge zu behalten, die dem Wunschziel inhaltlich nahestehen. Auch ausbildungswillige Unternehmen sollten unbedingt am Ball bleiben. „Wichtig ist, dass beide Seiten erst einmal in Kontakt treten und sich beschnuppern können“, so Duvinage. „Das kann beispielsweise im Rahmen von Ausbildungsmessen sein, die beste Möglichkeit sind aber Praktika, Praktika, Praktika! Dabei bekommen Betriebe schon einmal mit, wie motiviert die Person ist und was sie für Fähigkeiten mitbringt. Die Bewerberin     oder der Bewerber wiederum erhalten einen Einblick in den betrieblichen Alltag und vom Betriebsklima.“