Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn gestiegen

Agentur für Arbeit Nordhorn

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn (Landkreis Emsland, Landkreis Grafschaft Bentheim) im Juli 2026 gestiegen. 10.131 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 403 Personen mehr (4 Prozent) als im Juni, aber 349 Personen bzw. 3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,6 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,7 Prozent.

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 44

Die Arbeitslosigkeit ist im Juli in der Arbeitslosenversicherung um über 10 % gestiegen. Zum Vormonat mussten sich 430 Personen bei der Arbeitsagentur erstmalig oder erneut arbeitslos melden. Dieser Anstieg im Juli eines Jahres ist nicht unüblich. Ausbildungen und Schulzeiten enden traditionell in diesem Monat. Junge Menschen melden sich in der Übergangszeit arbeitslos, daher macht die Altersgruppe bis 25 Jahre mit über 60 % der neuen Erwerbslosen den Großteil der Neumeldungen aus, erläutert René Duvinage, Chef der Nordhorner Arbeitsagentur die Zahlen. „Wir hoffen, dass dieser Personenkreis auf einen aufnahmefähigen Arbeitsmarkt stoßen wird, so Duvinage“. „Zur Wahrheit gehört aber, eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ist derzeit nicht erkennbar“, erläutert Duvinage. „Morgen beginnt das neue Ausbildungsjahr 2026. Es sind noch viele offene Ausbildungsstellen vorhanden. Spätentscheider mögen sich bitte bei der Agentur für Arbeit Nordhorn melden. Wir können einen etwas späteren Start in die Ausbildung unterstützen", so Duvinage.

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Juli bei 12.711 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Juni (161 Personen bzw. 1,3 Prozent) und sank verglichen mit Juli 2025 (-476 Personen bzw. -3,6 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 4.591 Personen (430 Personen mehr als im Vormonat und 95 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 5.540 Arbeitslose registriert (27 Personen weniger als im Vormonat und 444 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 55 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.821 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.028 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.412 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 868 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 1.046 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (359 mehr als im Vormonat und 278 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen. Aktuell befanden sich damit 5.082 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 704 (entspricht -7 Prozent) auf insgesamt 9.156.

Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 12.478 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 977 Personen weniger (-7 Prozent) als vor einem Jahr.

(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

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Die Regionen im Überblick

Landkreis Emsland

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Emsland im Juli 2026 gestiegen. 7.137 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 343 Personen mehr (5 Prozent) als im Juni, aber 369 Personen bzw. 5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,5 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,7 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.417 Personen (354 Personen mehr als im Vormonat und 13 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.720 Arbeitslose registriert (11 Personen weniger als im Vormonat und 382 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 52 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.094 Personen arbeitslos. Davon kamen 785 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.740 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 657 eine Erwerbstätigkeit auf.

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 539 (entspricht -8 Prozent) auf insgesamt 6.104.

Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 8.196 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 781 Personen weniger (-9 Prozent) als vor einem Jahr.

(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

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Landkreis Grafschaft Bentheim

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Grafschaft Bentheim im Juli 2026 gestiegen. 2.994 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 60 Personen mehr (2 Prozent) als im Juni und 20 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,7 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 3,7 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.174 Personen (76 Personen mehr als im Vormonat und 82 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.820 Arbeitslose registriert (16 Personen weniger als im Vormonat und 62 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 61 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 727 Personen arbeitslos. Davon kamen 243 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 672 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 211 eine Erwerbstätigkeit auf.

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 164 (entspricht -5 Prozent) auf insgesamt 3.053.

Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4.281 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 197 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr.

(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)