„Im Berichtsmonat Januar fällt auch der Jahreswechsel noch in den Betrachtungszeitraum. Einige befristete Arbeitsverträge endeten mit dem 31. Dezember, so dass wir gerade zu diesem Zeitpunkt üblicherweise spürbar mehr Arbeitslose registrieren. Das ist auch diesmal nicht anders gewesen“, erläutert René Duvinage, Chef der Agentur für Arbeit Nordhorn, die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt. „Da die Arbeitsmarktlage angesichts der allseits bekannten Rahmenbedingungen weiterhin angespannt ist, sollten wir in den kommenden Monaten auch leider keine deutliche Trendwende erwarten. Ein deutliches Indiz dafür ist die im Augenblick vergleichsweise mäßig hohe Nachfrage der Betriebe nach neuen Arbeitskräften. Demzufolge ist eher damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen könnte. Aufgrund der unsicheren Lage sehen wir keinen kurzfristigen Aufwärtstrend. Die „Signale“ aus der Wirtschaft sind nicht eindeutig und so gibt es unterschiedlichen Zukunftsszenarien. Das Bild ist nicht klar.“
Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Januar bei 13.101 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Dezember (438 Personen bzw. 3,5 Prozent) und sank verglichen mit Januar 2025 (-753 Personen bzw. -5,4 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 4.528 Personen (401 Personen mehr als im Vormonat, aber 66 Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 5.913 Arbeitslose registriert (219 Personen mehr als im Vormonat und 25 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 57 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.491 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.200 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.872 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 636 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 646 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (24 weniger als im Vormonat, aber 92 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen. Aktuell befanden sich damit 4.264 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 562 (entspricht -6 Prozent) auf insgesamt 9.549.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 12.965 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 811 Personen weniger (-6 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)
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Die Regionen im Überblick
Emsland
Die Arbeitslosigkeit ist Emsland im Januar 2026 gestiegen. 7.495 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 481 Personen mehr (7 Prozent) als im Dezember und 74 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,7 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 3,7 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.452 Personen (295 Personen mehr als im Vormonat und 51 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 4.043 Arbeitslose registriert (186 Personen mehr als im Vormonat und 23 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 54 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.848 Personen arbeitslos. Davon kamen 891 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.365 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 475 eine Erwerbstätigkeit auf.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 487 (entspricht -7 Prozent) auf insgesamt 6.359.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 8.505 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 700 Personen weniger (-8 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)
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Grafschaft Bentheim
Die Arbeitslosigkeit ist Grafschaft Bentheim im Januar 2026 gestiegen. 2.946 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 139 Personen mehr (5 Prozent) als im Dezember, aber 115 Personen bzw. 4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,7 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.076 Personen (106 Personen mehr als im Vormonat, aber 117 Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.870 Arbeitslose registriert (33 Personen mehr als im Vormonat und 2 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 64 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 643 Personen arbeitslos. Davon kamen 309 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 507 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 161 eine Erwerbstätigkeit auf.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 75 (entspricht -2 Prozent) auf insgesamt 3.190.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4.460 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 111 Personen weniger (-2 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)