Die Bruttomonatsentgelte sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigter im Agenturbezirk Nürnberg (Stadt Nürnberg, Stadt Schwabach und Landkreis Nürnberger Land) sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das geht aus der aktuellen Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit mit Stichtag 31. Dezember 2025 hervor.
Der Arbeitsmarkt der Region Nürnberg ist stark, aber gleiche Arbeit bringt noch nicht immer gleiches Einkommen. „Dass Frauen häufiger Care-Arbeit übernehmen, wirkt sich spürbar auf ihre Einkommens- und Karrierewege aus – das zeigen unsere Zahlen deutlich. Umso wichtiger ist es, auf gute Qualifikation und Ausbildung zu setzen: Sie sind der entscheidende Hebel, um diese Unterschiede langfristig zu verringern und allen bessere Verdienstchancen zu eröffnen.” so Claudia Wolfinger, Chefin der Agentur für Arbeit Nürnberg.
Im Folgenden werfen wir einen konkreten Blick in die einzelnen Arbeitsorte:
Stadt Nürnberg im Entgelt-Check
Der Median des Nürnberger Bruttomonatsentgelts lag Ende 2025 bei 4.461 Euro. Damit setzt sich der positive Einkommenstrend der vergangenen Jahre fort. Zum Vergleich: Ende 2024 lag der Median noch bei 4.254 Euro, 2023 bei 4.035 Euro und 2022 bei 3.865 Euro.
Zwischen den Geschlechtern bestehen weiterhin deutliche Unterschiede
Von der positiven Lohnentwicklung profitieren Frauen und Männer jedoch nicht gleichermaßen. Während Männer 2025 ein medianes Bruttomonatsentgelt von 4.671 Euro erzielten, lag der Median bei Frauen bei 4.148 Euro. Damit verdienten Frauen im Median 523 Euro brutto pro Monat beziehungsweise rund 11 Prozent weniger als Männer. Die Entgeltstatistik macht deutlich, dass Frauen seltener in den höchsten Entgeltgruppen vertreten sind, während Männer überdurchschnittlich häufig zu den Spitzenverdienern zählen. So erzielten in Nürnberg insgesamt 40.964 Vollzeitbeschäftigte ein monatliches Bruttoentgelt von mehr als 6.000 Euro, aber lediglich 11.937 Frauen.
Auch Alter, Herkunft und Berufsabschluss wirken sich auf die Entgelthöhe aus
Beschäftigte unter 25 Jahren erzielten ein medianes Bruttomonatsentgelt von rund 3.202 Euro, während der Median in der Altersgruppe von 25 bis unter 55 Jahren bei 4.526 Euro lag. Deutsche verdienen im Median mit 4.845 Euro mehr als Personen nichtdeutscher Staatsangehörigkeit (3.200 Euro) und Personen mit anerkanntem Berufsabschluss (4.307 Euro) mehr als Personen ohne Berufsausbildung (3.071 Euro).
Schwabach im Entgelt-Check
Der Median Bruttomonatsentgelts lag Ende 2025 bei 3.904 Euro. Damit setzt sich auch in Schwabach der positive Einkommenstrend der vergangenen Jahre fort. Zum Vergleich: Ende 2024 lag der Median noch 3.778 Euro, 2023 bei 3.530 Euro und 2022 bei 3.372 Euro.
Zwischen den Geschlechtern bestehen in Schwabach deutliche Unterschiede
Von der positiven Lohnentwicklung profitieren Frauen und Männer jedoch nicht gleichermaßen. Während Männer 2025 ein medianes Bruttomonatsentgelt von 4.118 Euro erzielten, lag der Median bei Frauen bei 3.496 Euro. Damit verdienten Frauen im Median 622 Euro brutto pro Monat beziehungsweise rund 15 Prozent weniger als Männer. Die Entgeltstatistik macht deutlich, dass Frauen seltener in den höchsten Entgeltgruppen vertreten sind, während Männer überdurchschnittlich häufig zu den Spitzenverdienern zählen. So erzielten in Schwabach insgesamt 1.232 Vollzeitbeschäftigte ein monatliches Bruttoentgelt von mehr als 6.000 Euro, aber lediglich 269 Frauen.
Auch Alter, Herkunft und Berufsabschluss wirken sich auf die Entgelthöhe aus
Beschäftigte unter 25 Jahren erzielten ein medianes Bruttomonatsentgelt von rund 3.149 Euro, während der Median in der Altersgruppe von 25 bis unter 55 Jahren bei 3.973 Euro lag. Deutsche verdienen im Median mit 4.191 Euro mehr als Personen nichtdeutscher Staatsangehörigkeit (3.036 Euro) und Personen mit anerkanntem Berufsabschluss (3.995 Euro) mehr als Personen ohne Berufsausbildung (2.860 Euro).
Der Landkreis Nürnberger Land im Entgelt-Check
Der Median des Bruttomonatsentgelts lag Ende 2025 bei 4.054 Euro. Damit setzt sich der positive Einkommenstrend der vergangenen Jahre fort. Zum Vergleich: Ende 2024 lag der Median noch bei 3.866 Euro, 2023 bei 3.683 Euro und 2022 bei 3.537 Euro.
Zwischen den Geschlechtern bestehen weiterhin deutliche Unterschiede
Trotz der insgesamt positiven Lohnentwicklung bestehen in Nürnberg weiterhin Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. Während Männer 2025 ein medianes Bruttomonatsentgelt von 4.208 Euro erzielten, lag der Median bei Frauen bei 3.663 Euro. Damit verdienten Frauen im Median 545 Euro brutto pro Monat beziehungsweise rund 13 Prozent weniger als Männer. Die Entgeltstatistik macht zudem deutlich, dass Frauen seltener in den höchsten Entgeltgruppen vertreten sind, während Männer überdurchschnittlich häufig zu den Spitzenverdienern zählen. So erzielten in Nürnberger Land insgesamt 4.665 Vollzeitbeschäftigte ein monatliches Bruttoentgelt von mehr als 6.000 Euro, aber lediglich 961 Frauen.
Auch Alter, Herkunft und Berufsabschluss wirken sich auf die Entgelthöhe aus
Beschäftigte unter 25 Jahren erzielten ein medianes Bruttomonatsentgelt von rund 3.284 Euro, während der Median in der Altersgruppe von 25 bis unter 55 Jahren bei 4.117 Euro lag. Deutsche verdienen im Median mit 4.277 Euro mehr als Personen nichtdeutscher Staatsangehörigkeit (3.225 Euro) und Personen mit anerkanntem Berufsabschluss (4.307 Euro) mehr als Personen ohne Berufsausbildung (3.071 Euro).
Hintergrundinformationen:
Die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit ist Bestandteil der Beschäftigungsstatistik und liefert ein differenziertes Bild über die sozialversicherungspflichtigen Bruttomonatsentgelte inkl. Sonderzahlungen der Beschäftigten. Die Entgeltinformationen stammen aus den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die eine Vollerhebung der Beschäftigten in Deutschland darstellen. Im Allgemeinen beziehen sich die Auswertungen zu Entgelten in der Beschäftigungsstatistik (= Entgeltstatistik) auf sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte der sog. Kerngruppe. Nicht enthalten sind Beschäftigte, die in einem Ausbildungsverhältnis stehen oder für die eine besondere gesetzliche Vergütungsregelung (z.B. Personen im Bundesfreiwilligendienst) gilt. Auf diese Weise sind aussagekräftige Vergleiche möglich, die nicht durch Unterschiede in der Ausgestaltung der Beschäftigungsverhältnisse beeinflusst sind.