Der Arbeitsmarkt bleibt eingetrübt

Arbeitslosenzahlen steigen der Jahreszeit entsprechend an

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 11

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn ist saisonal üblich und nicht wirklich überraschend – leider basierend auf einem ohnehin schon hohen Ausgangsniveau. Zuwächse, die aus dem Quartals- und Jahresende resultieren, betreffen alle Personengruppen und beide Rechtskreise, weitaus stärker jedoch Menschen in der Arbeitslosenversicherung. Darin zeigen sich die arbeitsmarktlichen Ungewissheiten infolge der allgemeinen Konjunkturlage“, so Carmen Giss, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenbach, zu den aktuellen Daten.
„In Hessen werden heute die Halbjahreszeugnisse ausgegeben: Für Jugendliche, die 2026 die Schule verlassen werden, ist es höchste Zeit, sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen und die Berufsberatung zu kontaktieren. Auch Ausbildungsbetriebe sollten - gerade in herausfordernden Zeiten - unserem Arbeitgeber-Service offene Ausbildungsplätze frühzeitig melden, damit wir bei der Besetzung beraten, fördern und vermitteln können.“

Im Januar waren 19.587 Männer und Frauen im Offenbacher Agenturbezirk arbeitslos gemeldet, 986 mehr als im Dezember und 979 mehr als im Januar des Vorjahres.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 6,9 Prozent im Vergleich zu 6,6 Prozent im Vormonat und im Januar 2025.

Stadt Offenbach

In der Stadt Offenbach waren im Januar 7.891 Personen arbeitslos gemeldet, 249 Personen oder 3,3 Prozent mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Januar 2025 ergab sich ein Zugang von 1 Person.

Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent gegenüber dem Vormonatswert von 9,4 Prozent und 9,8 Prozent im Januar 2025.

Kreis Offenbach

11.696 Menschen waren im Januar im Kreis Offenbach arbeitslos gemeldet, 737 mehr als im Dezember und 978 mehr als im Januar 2025. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,8 Prozent im Vergleich zu 5,4 Prozent im Vormonat und im Januar 2025.

Die Entwicklung in den Rechtskreisen

Im Monat Januar waren 7.491 Personen bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet, 712 mehr als im Dezember und 1.001 mehr als im Januar 2025.

Bei den Jobcentern MainArbeit und ProArbeit waren im Januar 12.096 Menschen arbeitslos gemeldet, 274 mehr als im Vormonat und 22 Personen weniger als im Vorjahresmonat.

Arbeitslose, die nach einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut (Arbeitslosenversicherung). Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind, sind die Jobcenter MainArbeit (Stadt Offenbach) und ProArbeit (Kreis Offenbach) zuständig.

Entwicklung in den Personengruppen

10.362 Männer waren im Januar arbeitslos gemeldet, 604 mehr als im Vormonat. 9.225 Frauen waren ohne Arbeit, 382 mehr als im Dezember. 1.920 Jugendliche unter 25 Jahren waren arbeitslos, gegenüber Dezember sind das 25 mehr. 4.605 über 55-jährige waren arbeitslos gemeldet, 274 Personen mehr als im vorangegangenen Monat.

Langzeitarbeitslosigkeit

Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos sind. 6.985 Menschen waren im Januar langzeitarbeitslos, 164 mehr als im Dezember und 264 mehr als im Januar 2025. 6.365 der Langzeitarbeitslosen waren im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) gemeldet und 620 in der Arbeitslosenversicherung im Rechtskreis SGB III. Insgesamt machten langzeitarbeitslose Männer und Frauen 35,7 Prozent aller Arbeitslosen aus.

Offene Stellen

Im Januar waren 2.816 offene Stellen von Unternehmen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach zur Besetzung gemeldet. 377 offene Stellen wurden vom Arbeitgeber-Service neu akquiriert. 538 offene Stellen konnten erledigt werden.

Im Bestand der offenen Stellen waren 6,7 Prozent im verarbeitenden Gewerbe, 11,9 Prozent im Wirtschaftsbereich Handel sowie Instandhaltung von Kfz und 21,9 Prozent im Bereich befristete Überlassung von Arbeitskräften gemeldet.