Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2026

- Saisonale Effekte greifen: Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent
- Knapp 11.000 Ortenauer ohne Job
- Jugendarbeitslosigkeit auf dem Niveau wie vor 15 Jahren

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 80

Offenburg – Im April gab es im Ortenaukreis 10.940 arbeitslose Menschen. Das ist 3,9 Prozent weniger Arbeitslose (-448 Personen) im Vergleich zum März. Die Frühjahrsbelebung setzte sich weiter fort. Nun liegt die Arbeitslosenquote für die Region bei 4,2 Prozent und ist damit um 0,2 Prozentpunkt gesunken. Vergleicht man die Entwicklung mit April 2025, so sind es jedoch 649 Arbeitslose mehr.

Regionale Entwicklung nach Geschäftsstellenbezirken

Unter den sechs Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Offenburg hat Achern mit 2,8 Prozent weiterhin den besten Wert. Es folgen Oberkirch mit 2,9 Prozent, Hausach mit 3,2 Prozent, die Hauptagentur Offenburg und Geschäftsstelle Lahr mit je 4,6 Prozent, gefolgt von Kehl mit einer Quote von 5,5 Prozent.

Entwicklung 
nach Rechtskreisen 
ArbeitsloseArbeitslosenquoteVeränderung 
zum Vormonat
Agentur für Arbeit Offenburg /
Arbeitslosenversicherung
5.6772,2-615 
Ortenau Jobcenter /
Grundsicherung
5.2632,0+167

Angebot an Arbeitsstellen

Einen Bedarf an Arbeits- und Fachkräften gibt es weiterhin. 3.301 Stellenangebote sind in der Ortenau verfügbar. Die meisten freien Jobs gibt es mit 1.144 im Verarbeitendes Gewerbe, gefolgt von 404 Stellen in der Verkehrs- und Logistikbranche, im Handel mit 333 Jobs, Baugewerbe 353 und 310 freie Stellen gibt es momentan im Gesundheitsbereich. Der Arbeitsagentur Offenburg wurde im April insgesamt 540 neue Arbeitsstellen gemeldet - 3,6 Prozent weniger als vor vier Wochen.   

Im Fokus – Jugendarbeitslosigkeit

Die Entwicklung der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren hat positive und negative Aspekte. 21.739 junge Menschen gehen im Ortenaukreis einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach (+0,4 zum Vorjahr). Aktuell sind 676 unter 25-Jährige bei der Agentur für Arbeit Offenburg arbeitslos gemeldet. Das sind erfreulicherweise 15,5 Prozent weniger als im März, aber fast ein Drittel (+28,2 Prozent) mehr als noch im April 2025. Etwas mehr als jeder zehnte Arbeitslose ist jünger als 25 Jahre (11,9 Prozent). Hiermit liegen wir über dem Wert von Baden-Württemberg. Viele der arbeitslosen Jüngeren haben bereits eine abgeschlossene Ausbildung oder Studium (47,5 Prozent), aber etwas mehr als die Hälfte hat noch keinen beruflichen Abschluss erlangt (52,5 Prozent). Im Jahr 2010 lag die durchschnittliche Arbeitslosenquote bei den jungen Menschen in der Region bei 3,4 Prozent. 15 Jahre später zum Ende des Jahres 2025 lag der Jahresdurchschnitt ebenfalls wieder bei 3,4 Prozent. Wer im Ortenaukreis einen Berufsabschluss erlangt, hat ein deutlich geringeres Risiko arbeitslos zu werden. Hier liegt die durchschnittliche Arbeitslosenquote bei nur 2,2 Prozent. Wer keinen Abschluss hat, ist mit einer Quote von 14,2 Prozent erheblich mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.