Entwicklung des Arbeitsmarktes im Juli 2026

- Arbeitslosenquote unverändert bei 4,1 Prozent
- 10.816 Menschen im Ortenaukreis ohne Arbeit 
- Saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahlen über die Sommerzeit

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 94

Offenburg – Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist in den vergangenen vier Wochen saisonal bedingt leicht gestiegen. 10.816 Frauen und Männer waren im Juli bei der Arbeitsagentur Offenburg und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet, das sind 114 Personen mehr als im Juni. Gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2025 sind aktuell 495 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, blieb zum dritten Mal in Folge unverändert bei 4,1 Prozent.

Regionale Entwicklung nach Geschäftsstellenbezirken

Unter den sechs Geschäftsstellen im Ortenaukreis hat Achern mit 2,6 Prozent weiterhin den besten Wert. Es folgen die Geschäftsstelle Oberkirch und Hausach mit je 3,1 Prozent, die Geschäftsstelle Lahr mit 4,5 Prozent, die Hauptagentur Offenburg mit 4,6 Prozent, gefolgt von Kehl mit einer Quote von 5,5 Prozent.

Entwicklung 
nach Rechtskreisen 
ArbeitsloseArbeitslosenquoteVeränderung 
zum Vormonat
Agentur für Arbeit Offenburg /
Arbeitslosenversicherung
5.6882,2+125
Ortenau Jobcenter /
Grundsicherung
5.1482,0-11

Angebot an Arbeitsstellen

Momentan gibt es 3.492 offene Stellen im Ortenaukreis. Diese verteilen sich auf folgende Branchen: 1.229 sind im Verarbeitenden Gewerbe, in der Verkehrs- und Logistikbranche gibt es 436 Arbeitsstellen, im Baugewerbe 400 Jobs, 348 im Handel und 336 freie Angebote im Gesundheitsbereich. In den letzten vier Wochen wurden der Arbeitsagentur Offenburg 719 neue Stellenangebote gemeldet, das entspricht einem Plus von 24,8 Prozent zum Juni und im Vorjahresvergleich um eine 9,4-prozentige Steigerung. 

Im Fokus – Rehabilitanden am Arbeitsmarkt

Auch Rehabilitanden aus dem Ortenaukreis haben zum Juli ihre Ausbildung abgeschlossen. Die berufliche Rehabilitation unterscheidet sich in Erst- und Wiedereingliederung. Zum Personenkreis der Ersteingliederung zählen junge Menschen, die aufgrund behinderungsbedingter Einschränkungen am Übergang in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt auf besondere Unterstützung angewiesen sind. Im Rahmen von angepassten Ausbildungsformen werden die Jugendlichen auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet. Dies kann direkt im Betrieb oder in einer überbetrieblichen Einrichtung erfolgen, je nach individuellen Bedarfen an Unterstützungen. Es geht dabei um unterschiedlichste Berufe, wie beispielsweise im Verkauf, Garten- und Landschaftsbau oder Metall- und Holzverarbeitende Berufe überwiegend auf Fachpraktikerniveau. Dies eignet sich besonders für junge Menschen nach dem Besuch einer sonderpädagogischen Schule. Die Wiedereingliederung umfasst die Unterstützung von Personen, die aufgrund von Krankheit, Unfall oder anderen Gründen dem erlernten Beruf nicht mehr nachgehen können und sich deshalb umorientieren müssen. Ein Beispiel wäre eine Fachkraft Lagerlogistik, die aufgrund schwerwiegender Rückenleiden den bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann. Ziel ist es dann, in eine gesundheitlich angemessene Beschäftigung in das Arbeitsleben zurückzukehren. Aus beiden Bereichen (Erst- und Wiedereingliederung) konnten zum Sommer 2026 rund 80 Menschen einen erfolgreichen Abschluss erlangen. Betriebe, die noch auf der Suche nach passenden Arbeitnehmenden sind, können sich bei der Agentur für Arbeit Offenburg (Offenburg.161-Reha@arbeitsagentur.de) melden, um eine Beratung zu Beschäftigungsmöglichkeiten dieser Personen zu erhalten.