Offenburg – Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im August nochmals saisonal bedingt deutlich gestiegen. 11.237 Frauen und Männer waren im Sommermonat August bei der Arbeitsagentur Offenburg und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet, das sind 421 Personen mehr als im Juli. Vergleicht man diese Entwicklung mit dem August 2025, so sind es nun 549 arbeitslose Menschen mehr. Die Arbeitslosenquote für den Ortenaukreis, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg von 4,1 auf 4,3 Prozent.
Regionale Entwicklung nach Geschäftsstellenbezirken
Unter den sechs Geschäftsstellen im Ortenaukreis hat Achern mit 2,7 Prozent weiterhin den besten Wert. Es folgen die Geschäftsstelle Hausach und Oberkirch mit je 3,2 Prozent, die Geschäftsstelle Lahr mit 4,7 Prozent, die Hauptagentur Offenburg mit 4,8 Prozent, gefolgt von Kehl mit einer Quote von 5,6 Prozent.
| Entwicklung nach Rechtskreisen | Arbeitslose | Arbeitslosenquote | Veränderung zum Vormonat |
| Agentur für Arbeit Offenburg/ Arbeitslosenversicherung | 6.047 | 2,3 | +379 |
| Ortenau Jobcenter/ Grundsicherung | 5.190 | 2,0 | +42 |
Angebot an Arbeitsstellen
In den letzten vier Wochen wurden der Arbeitsagentur Offenburg 729 neue Stellenangebote gemeldet. Aktuell gibt es 3.579 offene Arbeitsstellen in der Ortenau. Die meisten freien Jobs gibt es weiterhin im Verarbeitenden Gewerbe (1.243), im Baugewerbe (461), in der Verkehrs- und Logistikbranche (450), im Handel (356) und im Gesundheitsbereich (330).
Im Fokus – Langzeitarbeitslosigkeit in der Region
Jeder zehnte Arbeitslose im Ortenaukreis in der Arbeitslosenversicherung ist seit über einem Jahr ohne Arbeit (12,6 Prozent). 760 Langzeitarbeitslose suchen aktuell eine Arbeitsstelle im Agenturbezirk Offenburg. Das sind 4,7 Prozent mehr als im Vormonat, aber mehr als Plus ein Viertel im Vorjahresvergleich (+25,4 Prozent). Vor zehn Jahren - im August 2016 - gab es in der Ortenau nur 329 Langzeitarbeitslose. Von den nun 760 Menschen, die bereits länger als ein Jahr ohne Job sind, sind 629 50 Jahre und älter. Sie bringen viel Berufs- und Lebenserfahrung mit und sind zudem gut qualifiziert. Rund zwei Drittel der langzeitarbeitslosen Menschen in unserer Region (67,9 Prozent) haben einen Berufsabschluss. Arbeitgeber, die diesen Personenkreis gezielt einstellen, können nach Prüfung der Voraussetzungen ggf. eine Förderung in Form eines Eingliederungszuschuss erhalten. Dieser kann beim Arbeitgeber-Service formlos oder direkt online beantragt werden.