Nicht jeder Bewerber passt auf eine offene Stelle
Auch, wenn es rein rechnerisch für jeden Ausbildungssuchenden eine freie Lehrstelle gibt, führt das nicht automatisch zu einer erfolgreichen Besetzung. Gründe, warum es nicht klappt, können eine Diskrepanz zwischen Wunschberuf und Vorstellungen des Unternehmens, nicht ausreichende schulische Leistungen, fehlende fachliche und soziale Kompetenzen oder regionale Unterschiede sein.
„Es gibt auch Bewerberinnen und Bewerber, die vielleicht auf den ersten Blick nicht alle notwendigen Kriterien erfüllen, aber das notwendige Potenzial und die gewünschte Motivation für eine Lehrstelle mitbringen, verdienen eine faire Ausbildungschance“, wirbt Susan Heine.
Chancen: etwa die Hälfte der gemeldeten Lehrstellen gilt noch als unbesetzt
Bei der Arbeitsagentur gibt es noch eine Reihe unbesetzter Ausbildungsplätze, z.B. Anlagenmechaniker/-in SHK, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik, Fachkraft Lagerlogistik, Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk, Industriekaufmann/-frau, Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in, Kaufmann/-frau Einzelhandel, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in, Pflegefachmann/-frau, Verkäufer/-in.
Bis Ende Juni hatten sich insgesamt 1.759 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet. Das sind 133 Jugendliche bzw. 7,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Rund 700 davon galten zu diesem Zeitpunkt noch als unversorgt.
Bis zu diesem Zeitpunkt meldeten die Unternehmen 1.714 Lehrstellen an den Arbeitgeberservice. Das sind 180 Stellenangebote bzw. 9,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Hälfte davon galt Ende Juni noch als unbesetzt.