Nicht jeder Bewerber passt auf eine offene Stelle
Auch, wenn es rein rechnerisch für jeden Ausbildungssuchenden eine freie Lehrstelle gibt, führt das nicht automatisch zu einer erfolgreichen Besetzung. Gründe, warum es nicht klappt, können eine Diskrepanz zwischen Wunschberuf und Vorstellungen des Unternehmens, nicht ausreichende schulische Leistungen, fehlende fachliche und soziale Kompetenzen oder regionale Unterschiede sein.
„Es gibt auch Bewerberinnen und Bewerber, die vielleicht auf den ersten Blick nicht alle notwendigen Kriterien erfüllen, aber das notwendige Potenzial und die gewünschte Motivation für eine Lehrstelle mitbringen. Auch sie verdienen eine faire Ausbildungschance“, wirbt Susan Heine.
Chancen: etwa die Hälfte der gemeldeten Lehrstellen gilt noch als unbesetzt
Bei der Arbeitsagentur gibt es noch eine Reihe unbesetzter Ausbildungsplätze, z.B. Anlagenmechaniker/-in SHK, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik, Fachkraft Lagerlogistik, Fachverkäufer/-in Lebensmittelhandwerk, Industriekaufmann/-frau, Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in, Kaufmann/-frau Einzelhandel, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in, Pflegefachmann/-frau, Verkäufer/-in.
Bis Ende Juli hatten sich insgesamt 1.887 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet. Das sind 104 Jugendliche bzw. 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Rund 550 davon galten zu diesem Zeitpunkt noch als unversorgt.
Insgesamt 1.786 Lehrstellen hatten die Unternehmen bis Ende Juli an den Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur gemeldet. Das sind 149 Stellenangebote bzw. 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Rund 750 gemeldete Lehrstellen galten Ende Juli noch als unbesetzt.