„Die Arbeitslosigkeit ist im Januar deutlich gestiegen und erreichte das Niveau von Januar 2018. In den letzten Wochen mussten sich vermehrt Menschen nach einem Beschäftigungsende arbeitslos melden – etwa ein Fünftel mehr als im Januar des Vorjahres. Besonders bei jungen Menschen unter 25 Jahren ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Die Lage am regionalen Arbeitsmarkt bleibt weiter angespannt“, erklärte Arbeitsagenturchefin Susan Heine in ihrer monatlichen Einschätzung.
„Für Menschen mit größeren Erwerbslücken oder fehlenden Berufsabschlüssen ist der Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt aktuell schwieriger. Konjunkturelle als auch saisonale Gründe mindern die Jobchancen zusätzlich. Das Jobcenter Nordsachsen unterstützt hier mit konkreten Beratungs- und individuellen Weiterbildungsangeboten“, erklärt Mark Gäbelein, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenter Nordsachsen.
Insgesamt waren im Januar 17.067 Personen bei den Dienststellen der Agentur für Arbeit und den beiden Jobcentern der Landkreise Leipzig und Nordsachsen arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 1.118 Personen bzw. 7,0 Prozent.
Vor allem bei den Jugendlichen unter 25 Jahren nahm die Arbeitslosigkeit zu. Aktuell sind 1.915 Jugendliche arbeitslos, das entspricht einem Anteil von 11,2 Prozent an allen arbeitslosen Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 481 Jugendliche bzw. rund ein Drittel mehr arbeitslos.
Gegenüber Januar 2025 stieg die Gesamtarbeitslosigkeit um 1.565 Personen bzw. 10,1 Prozent.
Die Arbeitslosenquote nahm zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent (Vorjahr 6,4 Prozent) zu.
676 zuvor Arbeitslose konnten im Januar eine neue Beschäftigung aufnehmen. Das sind 133 Arbeitsaufnahmen bzw. rund ein Viertel mehr als im Januar des Vorjahres. Insgesamt 1.509 Personen meldeten sich im Januar nach einem Beschäftigungsende arbeitslos. Das sind 220 Arbeitslosmeldungen bzw. fast ein Viertel mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der neuen Stellenofferten ist im Januar zurückgegangen. Insgesamt 441 neue Stellen meldeten die Unternehmen in diesem Monat an den gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter Nordsachsen zur Besetzung. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Stellenzugang um 63 Stellen bzw. 16,3 Prozent. Der Großteil der neuen Stellenangebote kam aus der Zeitarbeit (100 Stellen), dem Bereich Gesundheit/Soziales (58) der Unternehmensorganisation (53), dem Handel (50), dem Verarbeitenden Gewerbe (41) sowie dem Bau (19).
Der aktuelle Stellenbestand lag im Januar bei 3.091 Stellen. Das entspricht etwa dem Niveau des Vorjahres.
Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur für Arbeit regelmäßig die sog. Unterbeschäftigung aus, bei der beispielsweise auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Im Januar lag die Unterbeschäftigung im Agenturbezirk bei 19.481 Personen. Das sind 788 Personen mehr als im Dezember bzw. 827 Personen mehr als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Januar bei 7,9 Prozent (Vorjahr 7,6 Prozent).
Landkreis Nordsachsen
Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Nordsachsen um 399 Personen bzw. 5,3 Prozent auf 7.961 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 642 Personen bzw. 8,8 Prozent zu.
Die Arbeitslosenquote stieg im Januar um 0,3 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 6,8 Prozent.
Von den insgesamt 7.961 arbeitslos registrierten Personen wurden 3.127 Frauen und Männer von der Arbeitsagentur (plus 246 Personen zum Vormonat) und weitere 4.834 Personen vom Jobcenter (plus 153) betreut.
333 Frauen und Männer konnten im Januar ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Das sind 94 Arbeitsaufnahmen bzw. rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt 685 Personen mussten sich im aktuellen Monat nach einem Beschäftigungsende arbeitslos melden. Das sind 92 Personen bzw. rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr.
205 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Januar dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter Nordsachsen zur Besetzung. Das entspricht dem Niveau des Vorjahres.
Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur für Arbeit regelmäßig die sog. Unterbeschäftigung aus, bei der auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Im Januar lag die Unterbeschäftigung im Landkreis Nordsachsen bei 8.900 Personen. Das sind 341 Personen mehr als im Dezember bzw. 330 Personen mehr als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Januar bei 8,2 Prozent (Vorjahr 7,9 Prozent).
Die Zahl der erwerbfähigen Empfänger von Bürgergeld ist im Januar nahezu unverändert geblieben (plus neun Personen). Ende des Monats erhielten insgesamt 7.975 Menschen in 6.334 Bedarfsgemeinschaften die Grundsicherungsleistung. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldempfänger ist gegenüber dem Vorjahr um 116 Personen bzw. 1,4 Prozent zurückgegangen.
Landkreis Leipzig
Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Leipzig um 719 Personen bzw. 8,6 Prozent gestiegen. Ende des Monats waren im Landkreis Leipzig 9.106 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit um 923 Personen bzw. 11,3 Prozent.
Die Arbeitslosenquote nahm im Januar um 0,5 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent zu. Im Vorjahr lag die Quote bei 6,7 Prozent.
Von den insgesamt 9.106 arbeitslos registrierten Personen wurden 3.585 Frauen und Männer von der Arbeitsagentur (plus 360 Personen zum Vormonat) und weitere 5.521 Personen vom kommunalen Jobcenter (plus 359) betreut. Das kommunale Jobcenter betreut im Landkreis die Empfänger von Bürgergeld.
343 Frauen und Männer konnten im Januar ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Das sind 39 Arbeitsaufnahmen bzw. 12,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt 824 Personen mussten sich im gleichen Zeitraum nach einem Beschäftigungsende arbeitslos melden. Das sind 128 Personen bzw. fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr.
236 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Januar dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit zur Besetzung, 68 Stellen bzw. rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr.
Neben der Arbeitslosigkeit weist die Agentur für Arbeit regelmäßig die sog. Unterbeschäftigung aus, bei der auch die Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen einschließlich zweitem Arbeitsmarkt und Weiterbildung einbezogen werden. Im Januar lag die Unterbeschäftigung im Landkreis Leipzig bei 10.581 Personen. Das sind 447 Personen mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung um 497 Personen bzw. 4,9 Prozent. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Januar bei 7,7 Prozent (Vorjahr 7,4 Prozent).
Die Zahl der erwerbsfähigen Empfänger von Bürgergeld ist im Januar nahezu unverändert geblieben (plus 14 Personen). Ende des Monats erhielten insgesamt 10.121 Menschen in 8.003 Bedarfsgemeinschaften die Grundsicherungsleistung. Innerhalb eines Jahres waren 305 Personen bzw. 2,9 Prozent weniger auf Bürgergeld angewiesen.