OSNABRÜCK. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar um 127 auf jetzt 16.809 gestiegen. Im Vorjahresvergleich waren 1.109 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber dem Vormonat konstant bei 5,4 Prozent und lag damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.
„Aktuell haben wieder viele junge Menschen in Ausbildungsgängen ihren Abschluss gemacht, die auf dreieinhalb Jahre ausgelegt sind. Ein Teil bleibt ohne direkte Anschlussbeschäftigung und meldet sich bei der Agentur für Arbeit“, kommentiert Tina Heliosch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Osnabrück. 1.703 Jugendliche unter 25 Jahren waren im Februar arbeitslos gemeldet, damit 132 mehr als im Januar und 174 mehr als im Februar 2025. Auch die anhaltenden winterlichen Witterungsbedingen im Februar wirken sich wie üblich aus. Darüber hinaus steht der lokale Arbeitsmarkt konjunkturell und strukturell weiter vor großen Herausforderungen und bleibt fragil, so die Expertin. „Die bestehenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwächen die Dynamik deutlich ab. Die Neuarbeitslosmeldungen sind zwar zurückgegangen, die Zahl der Abmeldungen in neue Arbeitsverhältnisse bleibt jedoch auch unter dem Vorjahr zurück.“
Trotz der augenblicklich schwachen Konjunktur, sieht die Agenturchefin jedoch keine Entspannung bei der Fachkräftenachfrage. „Qualifizierte und gut ausgebildete Fachkräfte werden weiterhin händeringend gesucht. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird dies auch langfristig so bleiben.“ Daher appelliert sie an die Unternehmen, Menschen, die derzeit ohne Beschäftigung sind, eine Chance zu geben und in Ausbildung und Weiterbildung zu investieren. Heliosch: „Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter haben verschiedene Fördermöglichkeiten, um zu unterstützen. Der Arbeitgeber-Service berät der hierzu individuell.“
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, jedoch zum Beispiel derzeit an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, umfasste im Februar 19.690 Personen, also 120 mehr als im Vormonat (plus 0,6 Prozent) und 212 mehr als vor einem Jahr (plus 1,1 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 6,3 Prozent, jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und Vorjahres-Februar.