Nur zarter Frühlingshauch am Arbeitsmarkt

Zahl der Arbeitslosen im März 2026: 8.640 Personen

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 22

- Zahl der Arbeitslosen im März 2026: 8.640 Personen
- Arbeitslosenquote: 4,6 Prozent um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und um 0,1 Prozentpunkte höher als im März 2025
- Arbeitskräftenachfrage bei 2.379 gemeldeten Arbeitsstellen
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Stand 30.09.2025): 133.259
 

Veränderung zum Vormonat in %

März 2026

Veränderung zum Vorjahresmonat in %

-8,2

8.640

Arbeitslose

2,1

-9,2

854

Jugendliche unter 25 Jahren

0,6

-0,7

2.055

Langzeitarbeitslose

13,8

-4,1

2.379

Gemeldete Stellen 2)

-8,6

-1,1

2.010

Zugang an Arbeitslosen

3,0

33,0

2.786

Abgang an Arbeitslosen

2,7

-0,4

4,6 %

Arbeitslosenquote 1)

0,1

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung


Rückgang der Arbeitslosenzahlen

Im März waren insgesamt 8.640 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 8,2 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 4,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt im März somit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats (minus 775 Personen) sowie um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (plus 175 Personen). Innerhalb der Gruppe der Langzeitarbeitslosen, die derzeit 2.055 Personen umfasst, ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 15 Personen zurückgegangen, was einem nahezu stagnierenden Trend entspricht. Zum Stichtag 30. September 2025 lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei 133.259 SV-Beschäftigten, was im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 550 Beschäftigte entspricht.

„Obwohl die Zahl der Arbeitslosen erfreulicherweise zurückgegangen ist, zeigen sich noch keine positiven Impulse für den Arbeitsmarkt. Die derzeitige wirtschaftliche Stagnation in Deutschland wirkt sich dämpfend auf die Erwartungen für den Arbeitsmarkt aus. Dadurch fiel auch der saisonale Rückgang der Arbeitslosigkeit schwächer aus, und die Zahl der arbeitslosen Wiedereinsteller blieb mit etwa 700 Personen auf hohem Niveau. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass sich der Arbeitsmarkt nach den Osterferien und mit dem Einsetzen der wärmeren Jahreszeit beleben könnte, da mit Frühlingsbeginn üblicherweise mehr Einstellungen erfolgen. Wir hoffen, dass dies zumindest zu einer leichten Entspannung auf dem sonst robusten Arbeitsmarkt beiträgt, wenngleich die weltwirtschaftlichen Unsicherheiten eine fortbestehende Herausforderung darstellen“, sagt Eva-Maria Kelch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, zur Lage am aktuellen Arbeitsmarkt.

Betrachtung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen 

Im aktuellen Berichtsmonat sind deutlich mehr Personen im Bereich der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung gemeldet als im Bürgergeld. Die Arbeitslosenquote im Rechtskreis SGB III lag daher bei 2,6 Prozent und 4.880 arbeitslosen Personen. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg um 202 Personen oder 4,3 Prozent dar. Im Rechtskreis SGB II lag die Arbeitslosenquote im März bei 2,0 Prozent und 3.760 Erwerbslosen. Dies entspricht einem minimalen Rückgang zum Vorjahresmonat um 27 Personen oder minus 0,7 Prozent.

Mehr Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit im Frühjahr

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es viel Bewegung. Die Zahl der monatlichen Abgänge übersteigt in diesem Berichtsmonat deutlich die monatliche Zugangszahl. Im März meldeten sich 2.010 Personen neu oder erneut arbeitslos, 58 Personen mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.786 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 74 Personen mehr als im März 2025.

Arbeitskräftenachfrage weiter auf niedrigem Niveau

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Passau nahm die Nachfrage nach Arbeitskräften im März erneut ab. Der Stellenbestand liegt bei 2.379 Arbeitsstellen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Arbeitskräftenachfrage um 225 Stellen oder minus 8,6 Prozent zurück. 

Aktuelle Entwicklung des Ausbildungsmarktes 

Seit Oktober meldeten sich 1.274 Bewerber/innen – ein Plus um 84 Personen oder 7,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Den Ausbildungsplatzsuchenden stehen mit über 2.000 Stellen viele Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zur Verfügung. Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Passau wirbt auch weiterhin neue Ausbildungsstellen ein.

Die Top-10-Berufe der Bewerberinnen und Bewerber sind: Kfz-Mechatroniker/in – PKW-Technik, Kaufmann/-frau – Büromanagement, Medizinische/r Fachangestellte/r, Bankkaufmann/-frau, Elektroniker/in – Energie-/Gebäudetechnik, Fachinformatiker/in – Systemintegration, Fachinformatiker/in – Anwendungsentwicklung, Industriekaufmann/-frau, Friseur/in, Elektroniker/in – Betriebstechnik

Anzeigen auf Kurzarbeit

Im Kalendermonat März wurden von 10 Betrieben 139 Personen neu zur Kurzarbeit angezeigt. Gegenwärtig zeigt sich ein Rückgang der Kurzarbeit, was auf eine stabilisierende Tendenz am Arbeitsmarkt hindeutet.