- Zahl der Arbeitslosen im April 2026: 7.806 Personen
- Arbeitslosenquote: 4,1 Prozent um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und um 0,1 Prozentpunkte höher als im April 2025
- Arbeitskräftenachfrage bei 2.359 gemeldeten Arbeitsstellen
- 132.971 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Stand 31.10.2025)
Veränderung zum Vormonat in % | April 2026 | Veränderung zum Vorjahresmonat in % | |
-9,7 | 7.806 | Arbeitslose | 4,9 |
-5,4 | 808 | Jugendliche unter 25 Jahren | 2,5 |
-0,2 | 2.050 | Langzeitarbeitslose | 13,1 |
-0,8 | 2.359 | Gemeldete Stellen 2) | -9,1 |
-4,4 | 1.922 | Zugang an Arbeitslosen | 10,1 |
-0,9 | 2.762 | Abgang an Arbeitslosen | -1,2 |
-0,5 | 4,1 % | Arbeitslosenquote 1) | 0,1 |
1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung
Rückgang der Arbeitslosenzahlen
Im April waren insgesamt 7.806 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 9,7 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 4,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt im April somit um 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats (minus 834 Personen) sowie um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (plus 362 Personen). Innerhalb der Gruppe der Langzeitarbeitslosen ist die Arbeitslosigkeit derzeit bei 2.050 Personen stagniert, mit einem Rückgang zum Vormonat von lediglich 5 Personen. Bei den unter 25-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit mit 808 Personen registriert und hat sich im Vergleich zum Vormonat erfreulicherweise um 46 Personen verringert.
„Im Frühjahr 2026 zeichnet sich ein ungewöhnliches Bild auf dem Arbeitsmarkt. Anders als in den vergangenen Jahren blieb der übliche Nachfrageanstieg nach Arbeitskräften aus. Stattdessen ging der Personalbedarf bei den Arbeitgebern zurück. Obwohl die saisonbedingt rückläufigen Arbeitslosenzahlen zu einer leichten Entspannung führten, bleibt der Arbeitsmarkt deutlich weniger dynamisch als in den Vorjahren. Eine positivere Entwicklung ist aufgrund der Herausforderungen durch wirtschaftliche und geopolitische Rahmenbedingungen derzeit nicht absehbar,“ fasst Eva-Maria Kelch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, die Lage am regionalen Arbeitsmarkt zusammen.
Betrachtung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
Im April waren mehr Personen im Bereich der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung gemeldet als im Bürgergeld. Die Arbeitslosenquote im Rechtskreis SGB III lag bei 2,1 Prozent und 4.017 arbeitslosen Personen. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Zunahme um 226 Personen oder 6,0 Prozent dar. Im Rechtskreis SGB II lag die Arbeitslosenquote im April bei 2,0 Prozent und 3.789 Erwerbslosen. Dies entspricht einer Zunahme zum Vorjahresmonat um 136 Personen oder 3,7 Prozent.
Bewegung am Arbeitsmarkt: Mehr Abgänge in Arbeit
Die Zahl der monatlichen Abgänge übersteigt auch im April die monatliche Zugangszahl. Im Berichtsmonat meldeten sich 1.922 Personen neu oder erneut arbeitslos, 176 Personen mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.762 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 34 Personen weniger als im April 2025.
Nachfrage nach Arbeitskräften rückgängig
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Passau beträgt der aktuelle Stellenbestand 2.359 Arbeitsstellen und zeigt einen Rückgang der Nachfrage nach Arbeitskräften. Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich der Stellenbestand um 20 Stellen, zum Vorjahresmonat um 237 Stellen. Die meisten gemeldeten Stellen konzentrieren sich auf die Branchen Baugewerbe, Verarbeitendes Gewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen sowie das Gastgewerbe.
Aktuelle Entwicklung des Ausbildungsmarktes
Seit Oktober meldeten sich 1.359 Bewerber/innen – ein Plus um 50 Personen oder 3,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Den Ausbildungsplatzsuchenden stehen mit über 2.000 Stellen viele Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zur Verfügung. Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Passau wirbt auch weiterhin neue Ausbildungsstellen ein.
Unter den gemeldeten Berufsausbildungsstellen befinden sich diese Top-10-Berufe: Kaufmann/-frau – Einzelhandel, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau – Büromanagement, Zerspanungsmechaniker/in, Fachkraft – Lagerlogistik, Elektroniker/in – Betriebstechnik, Industriemechaniker/in, Industriekaufmann/-frau, Elektroniker/in – Energie-/Gebäudetechnik, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r.
Anzeigen auf Kurzarbeit
Im Kalendermonat April zeigte sich ein deutlicher Anstieg bei den Kurzarbeitergeldanzeigen. Nach einem Rückgang im Vormonat wurden von 20 Betrieben 466 Personen neu bzw. erneut zur Kurzarbeit angemeldet. Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt.