Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt

Zahl der Arbeitslosen im Juli 2026: 7.309 Personen

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 51

- Zahl der Arbeitslosen im Juli 2026: 7.309 Personen
- Arbeitslosenquote 3,9 Prozent, gleichbleibend zum Vormonat und um 0,2 Prozentpunkte höher als im Juli 2025
- Arbeitskräftenachfrage bei 2.594 gemeldeten Arbeitsstellen
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: 129.483 (Stand 31.01.2026)

Veränderung zum Vormonat in %

Juli 2026

Veränderung zum Vorjahresmonat in %

0,4

7.309

Arbeitslose

3,6

13,7

839

Jugendliche unter 25 Jahren

6,1

1,1

2.037

Langzeitarbeitslose

10,3

2,7

2.594

Gemeldete Stellen 2)

3,8

18,6

1.960

Zugang an Arbeitslosen

13,1

9,7

1.930

Abgang an Arbeitslosen

13,9

0,0

3,9 %

Arbeitslosenquote 1)

0,2

1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung

Konjunkturelle Schwächephase hält an: Quote stagniert bei 3,9 Prozent

Im Juli waren insgesamt 7.309 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 0,4 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 3,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert (plus 27 Personen) und liegt um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats (plus 253 Personen). Innerhalb der Gruppe der Langzeitarbeitslosen, deren Zahl bei 2.037 Personen liegt, zeigte sich eine minimale Erhöhung der Arbeitslosigkeit zum Vormonat um plus 23 Personen. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahre stieg im Vergleich zum Vormonat um 101 Personen. 

„Der Arbeitsmarkt steht weiterhin unter dem Einfluss einer abgeschwächten Konjunktur und fortschreitender struktureller Veränderungen. Zugleich bremst die bereits einsetzende Sommerpause mögliche positive Entwicklungen. Dadurch ist auch die Zahl der Arbeitslosen leicht gestiegen. Im Agenturbezirk Passau liegt die Arbeitslosenquote nun zum dritten Mal in Folge bei 3,9 Prozent – ein Wert, der auch saisonbedingte Effekte widerspiegelt. Viele Betriebe entscheiden erst nach den Sommerferien über Neueinstellungen, weshalb die Chancen auf eine schnelle Arbeitsaufnahme derzeit begrenzt sind. Auch die Jugendarbeitslosigkeit steigt vorübergehend an, da Schul- und Ausbildungszeiten enden. Dennoch finden junge Menschen meist zeitnah neue Perspektiven durch den Start in eine Ausbildung, ein Studium oder eine neue Beschäftigung“, sagt Eva-Maria Kelch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, zur Situation am aktuellen Arbeitsmarkt.

Betrachtung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen 

Im Juli waren mehr Personen im Bereich der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung gemeldet als in der Grundsicherung. Die Arbeitslosenquote im Rechtskreis SGB III lag bei 2,0 Prozent und 3.739 arbeitslosen Personen. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Zunahme um 279 Personen oder 8,1 Prozent dar.

Im Rechtskreis SGB II lag die Arbeitslosenquote im Juli bei 1,9 Prozent und 3.570 Erwerbslosen. Dies entspricht einen Rückgang um 26 Personen oder 0,7 Prozent zum Vorjahresmonat.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bleibt stabil – trotz konjunktureller Dämpfer

Angesichts der eingetrübten Wirtschaftslage zeigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiterhin eine insgesamt stabile Entwicklung. Zwar hat die schwächere Konjunktur die zuvor dynamische Entwicklung gebremst, doch das Niveau bleibt hoch.  Im Januar 2026 waren 129.483 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte registriert, ein leichter Rückgang um 251 Personen oder 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Arbeitslosigkeit: Zugänge übersteigen Abgänge

Die Zahl der monatlichen Zugänge übersteigt im Juli die monatliche Abgangszahl. Im Berichtsmonat meldeten sich 1.960 Personen neu oder erneut arbeitslos, 227 Personen mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.930 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 236 Personen mehr als im Juli 2025. 

Arbeitskräftenachfrage leicht angestiegen

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Passau stehen derzeit 2.594 offene Stellen zur Verfügung. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im Juli leicht gestiegen: Der Bestand erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 69 Stellen und liegt um 94 Stellen über dem Vorjahreswert. Ein Personalbedarf zeigt sich insbesondere in folgenden Branchen: Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Baugewerbe und Gastgewerbe.

Endspurt am Arbeitsmarkt: Noch zahlreiche Ausbildungsplätze frei

Mit Beginn des Berichtsjahres 2025/2026 wurden der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Passau über 2.500 Ausbildungsplätze gemeldet. Aktuell sind noch 949 Stellen unbesetzt – ein deutliches Zeichen, dass Unternehmen weiterhin intensiv nach Nachwuchskräften suchen.

Seit Oktober haben sich 1.551 Jugendliche für eine Ausbildungsstelle registriert, 78 mehr als im Vorjahreszeitraum (plus 5,3 Prozent). Damit stehen rein rechnerisch 1,6 freie Ausbildungsplätze pro Bewerberin oder Bewerber zur Verfügung. Die Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben bleiben somit ausgesprochen gut.

Die zehn beliebtesten Ausbildungsberufe unter Bewerberinnen und Bewerber sind: Kfz-Mechatroniker/in – PKW-Technik, Kaufmann/-frau – Büromanagement, Medizinische/r Fachangestellte/r, Elektroniker/in – Energie-/Gebäudetechnik, Bankkaufmann/-frau, Fachinformatiker/in – Systemintegration, Friseur/in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Industriekaufmann/-frau, Fachinformatiker/in – Anwendungsentwicklung.

Die beschriebene Entwicklung des Ausbildungsmarktes stellt eine vorläufige Einschätzung des aktuellen Berichtsjahres 2025/26 dar und ist noch nicht abgeschlossen.

Entwicklung der Anzeigen auf Kurzarbeit

Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich ein leichter Anstieg bei den Neuanzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit. Gleichzeitig ist jedoch ein Rückgang bei den Kurzarbeitenden zu verzeichnen. Insgesamt haben 8 Betriebe für 60 Personen neu oder erneut Kurzarbeit angezeigt. Diese Neuanzeigen kommen zu den bereits bestehenden Kurzarbeitsfällen hinzu.