- Zahl der Arbeitslosen im Oktober 2026: 7.164
- Arbeitslosenquote mit 3,8 Prozent um 0,2 Prozentpunkte niedriger als zum Vormonat
- Stellenbestand bei 2.630 gemeldeten Arbeitsstellen
- Ausbildungsmarktbilanz 2025/2026: 1.589 Ausbildungsplatzsuchende bei über 2.500 Berufsausbildungsstellen
- 20 unversorgte Bewerber/innen für Berufsausbildungsstellen im September 2026
Veränderung zum Vormonat in % | Oktober 2026 | Veränderung zum Vorjahresmonat in % | |
-5,7 | 7.164 | Arbeitslose | 3,0 |
-22,8 | 699 | Jugendliche unter 25 Jahren | -1,1 |
-3,9 | 2.048 | Langzeitarbeitslose | 9,4 |
-1,9 | 2.630 | Gemeldete Stellen 2) | 3,0 |
-3,3 | 1.889 | Zugang an Arbeitslosen | 2,5 |
7,0 | 2.328 | Abgang an Arbeitslosen | 6,7 |
-0,2 | 3,8 % | Arbeitslosenquote 1) | 0,1 |
1) Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen; Veränderung in Prozentpunkten
2) Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige/freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung
Rückgang der Arbeitslosigkeit bringt Entlastung am Arbeitsmarkt
Im Oktober waren insgesamt 7.164 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 5,7 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand an Arbeitslosen ist um 430 Personen zurückgegangen. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 3,8 Prozent. Im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit war ein Rückgang um 22,8 Prozent (minus 206 Personen) zu verzeichnen. Auch bei Personen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, war ein Rückgang feststellbar. Im Vergleich zum Vormonat waren es 83 Personen oder minus 3,9 Prozent weniger. Aktuell sind 2.048 Personen als langzeitarbeitslos gemeldet, was einem Anteil von 28,6 Prozent am Gesamtbestand aller gemeldeten Arbeitslosen entspricht.
„Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen und Strukturkrise sehr widerstandsfähig. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat erfreulicherweise bei allen Personengruppen gesunken, insbesondere bei jungen Menschen und ausländischen Personen. Diese ersten Anzeichen einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bieten den Menschen wieder mehr Chancen und Perspektiven, auch wenn noch keine eindeutige Trendwende sichtbar ist“, sagt Eva-Maria Kelch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, zur aktuellen Arbeitsmarktsituation.
Arbeitsmarkt in Bewegung – mehr Menschen verlassen die Arbeitslosigkeit
Im Oktober haben sich 1.889 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat haben sich weniger Personen erwerbslos gemeldet (minus 64 Personen oder 3,3 Prozent). Demgegenüber haben 2.328 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendet, dies sind 152 Personen oder 7,0 Prozent mehr als im September.
Solide Nachfrage nach Arbeitskräften
Im Oktober waren im Bestand der Arbeitsagentur insgesamt 2.630 Arbeitsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Nachfrage nach Arbeitskräften um 51 Stellen, jedoch sind im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2025 76 Stellen mehr verfügbar.
Leichter Rückgang bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung
Die aktuellen Daten der Beschäftigtenstatistik liegen nach einer sechsmonatigen Wartezeit vor und zeigen für April 2026 weiterhin einen hohen Beschäftigtenstand, auch wenn im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen ist. Zum Stichtag 30. April 2026 waren im Agenturbezirk Passau 131.395 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, was im Vergleich zum April 2025 einem Rückgang von 0,3 Prozent (340 Beschäftigte) entspricht.
Entwicklung der Anzeigen auf Kurzarbeit
Die Anzahl der Neuanzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit bleibt weiterhin niedrig und liegt unter dem Niveau des Vormonats. Insgesamt haben 5 Betriebe für 68 Personen Kurzarbeit neu angezeigt oder ihre Anzeige erneuert. Diese Neuanzeigen kommen zu den bestehenden Kurzarbeitsfällen hinzu.
Ausbildungsmarktbilanz 2025/2026: Ausbildungsinteresse bleibt hoch
Während des Beratungsjahres 2025/2026 meldeten sich 1.589 Ausbildungsplatzbewerber/innen bei der Agentur für Arbeit Passau, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 15 Bewerber/innen (1,0 Prozent) bedeutet. Die Agentur für Arbeit Passau bot den Jugendlichen in diesem Zusammenhang mehr als 2.500 Ausbildungsstellen an.
Unter den gemeldeten Ausbildungsplatzsuchenden befanden sich 991 männliche und 598 weibliche Personen. Der Großteil der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber – über 80 Prozent (entspricht 1.325 Personen) – war unter 20 Jahre alt. Weitere 190 Personen befanden sich im Alter von 20 bis unter 25 Jahren, während 74 Bewerberinnen bzw. Bewerber 25 Jahre und älter sind.
Auch beim Schulabschluss zeigt sich ein differenziertes Bild: 529 Personen (33,3 Prozent) verfügen über einen Hauptschulabschluss, 679 Personen (42,7 Prozent) über einen Realschulabschluss und 299 Personen (18,8 Prozent) über eine (Fach-)Hochschulreife. Ohne Hauptschulabschluss waren 5 Personen (0,3 Prozent). Bei 77 Personen lagen keine Angaben zum Schulabschluss vor.
„Im vergangenen Berichtsjahr waren die Chancen für den Berufseinstieg im Vergleich zum Vorjahr gut, trotz des Rückgangs der gemeldeten Ausbildungsstellen. Ein wesentlicher Grund dafür ist die weiterhin große Bereitschaft regionaler Betriebe, Ausbildungsplätze anzubieten. Bei der Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten und der richtigen Entscheidungsfindung unterstützt die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Passau. Diese ist an Schulen vor Ort und bietet ein umfassendes Beratungsangebot zu Ausbildungs- und Studiengängen. Um Erziehungsberechtigte aktiv in den Berufswahlprozess ihrer Kinder einzubinden, werden zusätzliche Sprechzeiten am Nachmittag angeboten. Die Angebote unterstützen Jugendliche dabei, ihre beruflichen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und eine fundierte Entscheidung für ihren weiteren Berufsweg zu treffen“, so Kelch.
Beinahe allen Bewerberinnen und Bewerbern, welche das Dienstleistungsangebot der Agentur für Arbeit Passau in Anspruch nahmen, konnten Berufsausbildungsstellen vermittelt oder entsprechende Alternativen angeboten werden. Das Angebot einer Einstiegsqualifizierung oder Assistierten Ausbildung steht, sowohl den Betrieben als auch Bewerbern, als Unterstützung und Sicherung des Ausbildungserfolges zur Seite. Zum Stichtag 30. September 2026 hatten 20 Bewerberinnen und Bewerber noch keine Ausbildungszusage oder sich noch nicht für eine Stelle entschieden. Dem gegenüber standen 382 unbesetzte Ausbildungsplätze – das entspricht rund 15 Prozent aller bei der Agentur für Arbeit gemeldeten Stellen.
Top 10 Berufswünsche der Bewerberinnen und Bewerber:
Platz 1: Kfz-Mechatroniker/in – PKW-Technik (108 Bewerber/innen)
Platz 2: Kaufmann/-frau – Büromanagement (101 Bewerber/innen)
Platz 3: Medizinische/r Fachangestellte/r (87 Bewerber/innen)
Platz 4: Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik (55 Bewerber/innen)
Platz 5: Bankkaufmann/-frau (54 Bewerber/innen)
Platz 6: Fachinformatiker/in – Systemintegration (50 Bewerber/innen)
Platz 7: Friseur/in (48 Bewerber/innen)
Platz 8: Verkäufer/in (47 Bewerber/innen)
Platz 9: Industriekaufmann/-frau (45 Bewerber/innen)
Platz 10: Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (45 Bewerber/innen)
Top 10 der gemeldeten Ausbildungsberufe:
Platz 1: Kaufmann/-frau – Einzelhandel (219 Ausbildungsstellen)
Platz 2: Verkäufer/in (178 Ausbildungsstellen)
Platz 3: Kaufmann/-frau – Büromanagement (138 Ausbildungsstellen)
Platz 4: Zerspanungsmechaniker/in (91 Ausbildungsstellen)
Platz 5: Fachkraft – Lagerlogistik (79 Ausbildungsstellen)
Platz 6: Elektroniker/in – Betriebstechnik (77 Ausbildungsstellen)
Platz 7: Industriekaufmann/-frau (73 Ausbildungsstellen)
Platz 8: Industriemechaniker/-in (68 Ausbildungsstellen)
Platz 9: Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik (68 Ausbildungsstellen)
Platz 10: Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (65 Ausbildungsstellen)