Der Arbeitsmarkt im Dezember 2025

Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Pirna gestiegen

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 1

 

AKTUELLER MONAT (Dezember 2025)VERGLEICH ZUM VORMONAT (November 2025)
5,5 % Arbeitslosenquote179 Menschen sind mehr arbeitslos
7.037 arbeitslose Menschen

79.254 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte 

(Stichtag 30.06.2025)

1.588 freie Arbeitsstellen im Bestand266 neu gemeldete Arbeitsstellen
Zitat:

Ronny Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pirna, zur Entwicklung des Arbeitsmarktes
 

„Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Dezember verdeutlicht einmal mehr die Auswirkungen saisonalen Einflüsse. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresende war generell zu erwarten, vor allem hier bei uns in der Region, die deutlich mehr von saisonalen Schwankungen geprägt ist als städtische Strukturen.“
 

„Obwohl die Arbeitskräftenachfrage im Dezember zurückging; es wurden 145 Stellen weniger zur Besetzung als im November gemeldet; können wir für das ganze Jahr 2025 eine positive Bilanz ziehen. Über 400 Stellen wurden mehr als im Jahresverlauf 2024 unserem Arbeitgeberservice gemeldet - ein klares Signal, dass Unternehmen auch in herausfordernden Zeiten vorausschauend planen.“
 

„Der weitere Rückgang der Beschäftigtenzahlen deutete sich langfristig an, fällt jedoch glücklicherweise noch sehr niedrig aus. Erfreulich ist, dass Arbeitgeber weiterhin gezielt nach gut ausgebildeten Arbeitskräften suchen. Wir werden Unternehmen dabei unterstützen und weiterhin alles daransetzen, tragfähige Lösungen zu finden.“
 

Überblick
 

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Pirna im Dezember 2025 gestiegen. 7.037 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 179 Personen mehr (3 Prozent) als im November und 310 Personen bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,3 Prozent.

 

Unterbeschäftigung
 

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Dezember bei 8.580 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat November (117 Personen bzw. 1,4 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Dezember 2024 (40 Personen bzw. 0,5 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert
werden.
 

Blick auf die Rechtskreise
 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.757 Personen (93 Personen mehr als im Vormonat und 150 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 4.280 Arbeitslose registriert (86 Personen mehr als im Vormonat und 160 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 61 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
 

Zu- und Abgänge
 

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.372 Personen arbeitslos. Davon kamen 547 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.187 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 314 eine Erwerbstätigkeit auf.

 

Arbeitskräftenachfrage
 

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 266 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (145 weniger als im Vormonat und 49 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 1.588 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

 

Blick auf die einzelnen Regionen
 

Außer in Freital, hier gab es keine Veränderung, wurden in allen Regionen mehr arbeitslose Frauen und Männer gezählt. Im Vorjahresvergleich stellt sich dies geringfügig anders dar, stieg in allen Geschäftsstellen die Quote im Vergleich zu Oktober 2024 an.

 

Grundsicherung und Bürgergeld
 

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 215 (entspricht -3 Prozent) auf insgesamt 6.339.
8.074 Personen bezogen Bürgergeld, das waren 221 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr.
 

Beschäftigung
 

Im Juni 2025* waren im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 78.254 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es 406 oder 0,5 Prozent weniger Beschäftigte. 

Bei den jüngeren Beschäftigten unter 25 Jahre gab es einen Beschäftigungsanstieg (plus 1,4 Prozent), bei den Beschäftigten zwischen 25 und 55 Jahren einen Rückgang (minus 0,8 Prozent). Zudem stieg die Teilzeitbeschäftigung um 2,7 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten in Vollzeit ging hingegen um 2,2 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahresquartal arbeiten deutlich mehr ausländische Beschäftigte im Landkreis, der Anstieg lag bei 11,1 Prozent.
 

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Gesundheits- und Sozialwesen und in den Bereichen Immobilien, freiberufliche, wirtschaftliche, technische sowie Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen.
Einen Rückgang von Beschäftigten gab es vor allem im Verarbeitendem Gewerbe, da besonders in der Metall-, Elektro-, und Stahlindustrie. Außerdem verzeichnen die Bereiche Handel und Erziehung & Unterricht weniger Beschäftigte.


* letzter Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben