Frauenbeschäftigung im Landkreis belegt weiterhin Spitzenplatz in Deutschland

06.03.2026 | Presseinfo Nr. 10

Der internationale Frauentag am 8. März bietet die Gelegenheit, die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt genauer zu betrachten. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lohnt sich der Blick besonders, denn die hiesigen Frauen belegen hier einen Spitzenplatz. 

Rund 38.950 Frauen arbeiten sozialversicherungspflichtig in Voll- oder Teilzeit. Damit liegt die Beschäftigungsquote der Frauen bei 68 Prozent. 

 

Zahlen – Daten – Fakten im Überblick 

Beschäftigungssituation der Frauen im Landkreis 

Im Juni 2025 (aktuellster Wert) gingen 38.955 Frauen mit Wohnort im Landkreis einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Das entspricht einem Anteil von 49,2 Prozent an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (79.254). 

Die Beschäftigungsquote der Frauen lag im Jahr 2025 mit 68 Prozent sehr deutlich über der bundesweiten Quote von 60 Prozent und der sachsenweiten Quote von 64,8 Prozent. Damit liegt der Landkreis, wie schon seit Jahren, weiterhin an der Spitze. 

 

Hohes Qualifikationsniveau, überwiegend in TZ beschäftigt 

Über 83 Prozent (32510) dieser Arbeitnehmerinnen verfügen über einen anerkannten beruflichen oder akademischen Abschluss. 

Die meisten der weiblichen Beschäftigten arbeiteten in Teilzeit und nur rund 17.200 übten ihre Beschäftigung in Vollzeit aus. Damit liegt der Teilzeitanteil bei ca. 55 Prozent. „Teilzeit“ bedeutet auch, dass schon bei einer Verringerung der Arbeitszeit um lediglich eine Stunde zur betrieblichen Wochenarbeitszeit die statistische Erfassung in Teilzeit erfolgt. 

Die meisten Frauen im Landkreis arbeiten in personenbezogenen und kaufmännischen Dienstleistungsberufen und sind eher selten in IT- und naturwissenschaftlichen Berufen zu finden, der Anteil an beschäftigten Frauen im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) liegt unter 10 Prozent. 

 

Trotz positiver Tendenzen gibt es in Sachen Chancengleichheit aber immer noch Baustellen. 

Q Frauen sind überproportional in Teilzeit beschäftigt – lediglich ein Drittel der arbeitslosen Frauen wünschen sich eine Teilzeitbeschäftigung 

Q 16 Prozent der weiblichen Arbeitslosen sind alleinerziehend - mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf behindern teilweise Vollzeitbeschäftigung 

Q Frauen dominieren bei den Berufsrückkehrenden 

Q Frauen verdienen weniger als Männer 

Q Frauen in Führungspositionen sind seltener 

 

Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) berät und unterstützt Beschäftigte und Arbeitssuchende sowie Unternehmen. Sie arbeitet dabei eng mit anderen Organisationen und Institutionen im Netzwerk zusammen. Sie informiert über die Situation von Frauen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und zeigt Handlungsbedarfe auf, wo Benachteiligungen abgebaut werden müssen. 

 

Kontakt: 

Agentur für Arbeit Pirna 

Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) 

Pirna.BCA@arbeitsagentur.de