Der Arbeitsmarkt im März 2026

Pirna: Arbeitslosenquote wieder unter die 6%-Marke gesunken

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 11

AKTUELLER MONAT (März 2026) VERGLEICH ZUM VORMONAT (Februar 2026)
5,8 % Arbeitslosenquote0,2 % weniger6,0 % Arbeitslosenquote
7.431 arbeitslose Menschen198 weniger7.629 arbeitslose Menschen
1.632 freie Arbeitsstellen im Bestand18 mehr1.614 freie Arbeitsstellen im Bestand
80.369 Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig (Stichtag 30.09.2025)
Zitat:

Ronny Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pirna, zur Entwicklung des Arbeitsmarktes „Der März bringt erstmalig in diesem Jahr etwas Entspannung am Arbeitsmarkt. Eine geringere Zahl an Arbeitslosen führt dazu, dass die Arbeitslosenquote wieder unter die 6-Prozent-Marke gesunken ist. Auch halten die Unternehmen, trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen, mehrheitlich an ihren qualifizierten Mitarbeitenden fest und sind offen für Neueinstellungen, was sich in einer 13 Prozent höheren Arbeitskräftenachfrage widerspiegelt.“ „Der Blick auf den Ausbildungsmarkt zeigt, dass die Jugendlichen in unserem Landkreis vielfältige Chancen haben, den Grundstein für ihre berufliche Zukunft zu legen. Die Betriebe in der Region sind aktiv auf der Suche nach Auszubildenden, denn sie wissen: die besten Fachkräfte von morgen entwickelt man im eigenen Unternehmen. Wer heute eine Ausbildung beginnt, kann sich über zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten freuen – sowohl innerhalb des Betriebs als auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt.“

 

Überblick 

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Pirna im März 2026 gesunken. 7.431 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 198 Personen weniger (-3 Prozent) als im Februar, aber 158 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,8 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,7 Prozent.

Unterbeschäftigung 

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im März bei 8.883 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat Februar (-189 Personen bzw. -2,1 Prozent) und sank verglichen mit März 2025 (-93 Personen bzw. -1 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Blick auf die Rechtskreise 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.003 Personen (149 Personen weniger als im Vormonat, aber 35 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 4.428 Arbeitslose registriert (49 Personen weniger als im Vormonat, aber 123 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 60 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Zu- und Abgänge 

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.257 Personen arbeitslos. Davon kamen 417 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.461 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 512 eine Erwerbstätigkeit auf.

Arbeitskräftenachfrage 

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 402 Stellen wurden im März neu gemeldet (47 mehr als im Vormonat und 14 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, Gastgewerbe. Aktuell befanden sich damit 1.632 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Blick auf die einzelnen Regionen 

Außer in Dippoldiswalde, hier gab es keine Veränderung, wurden in allen Regionen weniger arbeitslose Frauen und Männer gezählt. Im Vorjahresvergleich stellt sich dies geringfügig anders dar, außer in Freital stieg in allen Geschäftsstellen die Quote im Vergleich zu März 2026 an.

Grundsicherung und Bürgergeld 

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 141 (entspricht -2 Prozent) auf insgesamt 6.423. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 8.217 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 101 Personen weniger (-1 Prozent) als vor einem Jahr. 

(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

Ausbildungsmarkt 

Seit Beginn des laufenden Ausbildungsmarktjahr 2025/2026 haben sich bisher 1.149 Ausbildungsplatzbewerber bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Pirna gemeldet. Die Zahl der gemeldeten Bewerber für Berufsausbildungsstellen lag damit um 35 oder 3,0 Prozent niedriger als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt. 

Von regionalen Unternehmen wurden bisher 1.021 Berufsausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur Pirna gemeldet, das sind 113 oder 12,4 Prozent mehr als im März letzten Jahres. (plus 47 bzw. plus 4,6 Pro-zent im Vergleich zum Vorjahr). Davon waren 326 Ausbildungsangebote im August noch unbesetzt.

Beschäftigung Im September 2025* waren im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 80.369 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es 13 Beschäftigte weniger.

Bei den jüngeren Beschäftigten unter 25 Jahre gab es einen Beschäftigungsanstieg (plus 2,4 Prozent), bei den Beschäftigten zwischen 25 und 55 Jahren einen Rückgang (minus 0,4 Prozent). Zudem stieg die Teilzeitbeschäftigung um 2,1 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten in Vollzeit ging hingegen um 1,1 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahresquartal arbeiten deutlich mehr ausländische Beschäftigte im Landkreis, der Anstieg lag bei 9,9 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Gesundheits- und Sozialwesen und in den Bereichen Immobilien, freiberufliche, wirtschaftliche, technische sowie in den Bereichen Verkehr & Lagerei und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen. 

Einen Rückgang von Beschäftigten gab es vor allem im Verarbeitendem Gewerbe, da besonders in der Metall-, Elektro-, und Stahlindustrie und im Bereich Herstellung von Vorleistungsgütern. Außerdem verzeichnen die Bereiche Handel und Erziehung & Unterricht weniger Beschäftigte. 

* letzter Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben