Der Arbeitsmarkt im Februar 2026

Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Pirna gestiegen

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 6

AKTUELLER MONAT (Februar 2026) VERGLEICH ZUM VORMONAT (Januar 2026)
6,0 % Arbeitslosenquote0,1 % mehr5,9 % Arbeitslosenquote
7.629 arbeitslose Menschen34 mehr7.595 arbeitslose Menschen
1.614 freie Arbeitsstellen im Bestand68 mehr1.546 freie Arbeitsstellen im Bestand
79.857 Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig (Stichtag 31.08.2025)
Zitat:

Ronny Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pirna, zur Entwicklung des Arbeitsmarktes

„Im zweiten Monat des Jahres gibt es meist wenig Spektakuläres auf dem Arbeitsmarkt. Jahreszeitlich bedingt ist die Zahl der Arbeitslosen nochmals angestiegen. Allerdings ist der Anstieg nicht mehr so gravierend und verbunden mit der angezogenen Arbeitskräftenachfrage blicken wir in der Hoffnung auf die kommenden Monate, dass sich die Arbeitsmarktsituation stabilisieren und ggf. verbessern wird“.

„Der Anstieg der Arbeitskräftenachfrage hat gezeigt, dass Unternehmen nun wieder aktiver auf Personalsuche sind und wir können mehr als 1.600 Angebote in der Region vermitteln. In Bereichen, in denen Angebot und Nachfrage nicht matchen oder wenn Unternehmen auf Strukturveränderungen reagieren müssen, kann die Agentur für Arbeit beratend und fördernd unterstützen“.

 

Überblick

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Pirna im Februar 2026 gestiegen. 7.629 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 34 Personen mehr (0,4 Prozent) als im Januar und 267 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,7 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Februar bei 9.067 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Januar (115 Personen bzw. 1,3 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Februar 2025 (5 Personen bzw. 0,1 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Blick auf die Rechtskreise

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.152 Personen (66 Personen mehr als im Vormonat und 79 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 4.477 Arbeitslose registriert (32 Personen weniger als im Vormonat, aber 188 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Zu- und Abgänge

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.393 Personen arbeitslos. Davon kamen 523 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.353 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 403 eine Erwerbstätigkeit auf.

Arbeitskräftenachfrage

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 355 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (95 mehr als im Vormonat, aber 26 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 1.614 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Blick auf die einzelnen Regionen

In allen Regionen wurden mehr arbeitslose Frauen und Männer gezählt. Den geringsten Anstieg gab es in Sebnitz (+40), gefolgt von Dippoldiswalde (+50), Freital (+172) und der Geschäftsstelle Pirna (+296). Im Vorjahresvergleich stellt sich dies ebenso dar, in allen Geschäftsstellen stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zu Januar 2026 an.

Grundsicherung und Bürgergeld

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 146 (entspricht -2 Prozent) auf insgesamt 6.444. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 8.218 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 122 Personen weniger (-2 Prozent) als vor einem Jahr.

(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)