Zitat:Carina Knie-Nürnberg, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg: „Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg tritt auf der Stelle. In Berlin steigt die Arbeitslosenquote leicht um 0,1 Prozentpunkt - in Brandenburg bleibt sie unverändert. Die für diese Jahreszeit typische positive Entwicklung am Arbeitsmarkt macht sich damit weder in Berlin noch in Brandenburg bemerkbar.“
Zitat:Zum Ausbildungsmarkt führt Carina Knie-Nürnberg weiter aus: „Der Anstieg der Beratungsanfragen an unsere Berufsberatung bildet die Zukunftssorgen vieler Jugendlicher ab. Um den Tag der Arbeit finden zahlreiche Abschlussprüfungen statt, eine aufregende und besondere Zeit für viele Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig startet die heiße Suchphase nach einer Ausbildung oder einem Studium. Häufig laufen die Bewerbungsfristen jetzt schon. Gute Orientierung bieten unser neues Onlineangebot meinBERUF, unsere Berufsberatung und zahlreiche Ausbildungsmessen – natürlich kostenlos.“
Arbeitgeber können sich einfach über die gebührenfreie Rufnummer 0800 4 555520 an den Arbeitgeberservice in Berlin und Brandenburg wenden, um Ausbildungsstellen zu melden.


Einschätzung aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit:
Im April 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen in Berlin gestiegen und in Brandenburg gesunken. So waren in Berlin 1.279 mehr und in Brandenburg 1.105 Arbeitslose weniger bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet als im Vormonat.
Die Arbeitslosenquote in Berlin steigt im Berichtsmonat um 0,1 Prozentpunkte von 10,5 auf 10,6 Prozent. In Brandenburg bleibt die Quote im Berichtsmonat unverändert zum Vormonat bei 6,5 Prozent.
Bei den Berliner Arbeitsagenturen und Jobcentern meldeten sich von Oktober 2025 bis April 2026 18.679 Personen, um mit Unterstützung der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz zu finden. Das waren 1.435 Ausbildungsplatzsuchende mehr als im letzten Jahr. Ende April waren noch 12.151 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz, und damit 1.400 mehr als im April 2025. In Brandenburg zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier meldeten sich von Oktober 2025 bis April 2026 10.439 Personen. Das waren 413 Ausbildungsplatzsuchende mehr als im letzten Jahr. Ende April waren noch 6.867 Personen ohne Ausbildungsplatz, und damit 406 mehr als im April 2025.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Berlin und Brandenburg zeigt sich schwächer als im Vormonat. So wurden im April den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Berlin 4.579 neue Arbeitsstellen gemeldet. Dies waren 287 Arbeitsstellen weniger im Vergleich zum Vormonat. Auch im Vorjahresvergleich zeigt sich die Nachfrage nach Arbeitskräften in Berlin schwächer. In Brandenburg fällt die Nachfrage nach Arbeitskräften ebenfalls. So wurden im April 2026 insgesamt 4.078 neue Arbeitsstellen gemeldet, das waren 313 weniger als im Vormonat und entspricht auch im Vergleich zum Vorjahresmonat einem Rückgang um 632 gemeldeter Stellen.
In beiden Bundesländern entwickelt sich die Beschäftigung in den Wirtschaftszweige Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Gastgewerbe weiter positiv. Beschäftigungsrückgänge zeigen in Berlin vor allem die Zeitarbeit sowie der Bereich Information und Kommunikation. In Brandenburg wird die negative Entwicklung vor allem durch Zeitarbeit und einem Rückgang im verarbeitenden Gewerbe bestimmt.
Stand Februar 2026 waren laut Hochrechnung in Berlin 1.676.900 Menschen und in Brandenburg 877.200 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. In Berlin stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zum Vormonat um 1.600 Beschäftigte. In Brandenburg gab sie um 1.100 Beschäftigte nach.