Berlin ist der führende Standort für IKT-Beschäftigung; Unterstützung von Zukunftsbranchen macht Hoffnung

Berlin gehört zu den bedeutendsten Standorten für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Deutschland. Die Hauptstadt vereint gemeinsam mit München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Köln fast ein Drittel aller IKT-Beschäftigten im Bundesgebiet. Seit 2015 hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IKT-Berufen in Berlin mehr als verdoppelt und ist die Region mit dem stärksten Beschäftigungswachstum in diesem Bereich. 

03.07.2026 | Presseinfo Nr. 16

Zitat:

Carina Knie-Nürnberg, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg: „Wer verstehen will, wie sich der Arbeitsmarkt verändert, sollte auf die IKT-Berufe schauen. Oft werden Entwicklungen hier früher erlebbar als in vielen anderen Branchen. IKT ersetzt nicht unser Denken, sondern vervielfacht unsere Möglichkeiten für bessere Lösungen. Berlin gehört zu den wichtigsten IKT-Standorten Deutschlands und hat auch deshalb in den vergangenen Jahren ein starkes Beschäftigungswachstum erlebt. Durch IKT verändert sich der Arbeitsmarkt aber auch rasant.  Deshalb wird Weiterbildung einer der wichtigsten Schlüssel für den langfristigen Unternehmenserfolg.“

Zitat:

Carina Knie-Nürnberg zu den Beschlüssen des Koalitionsausschusses der Bundesregierung vom 1. Juli 2026: „Das die Regierung auf Wachstum setzt, ist das richtige Signal, damit Unternehmen wieder investieren und Arbeitsplätze entstehen. Mit der konsequenten Förderung von Zukunftsbranchen kann auch der ins Stottern geratene Stellenmarkt der IKT-Berufe in Berlin neuen Schwung gewinnen. Ich wünsche mir, dass bei der Investitions- und Transformationspolitik die ostdeutschen Unternehmen im Blick bleiben und auch Berlin und Brandenburg profitieren können.“

Digitalisierung hat inzwischen alle Arbeits- und Lebensbereiche erreicht. Der aktuelle Bericht der Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt durch den demografischen, ökologischen und digitalen Wandel geprägt werden. IKT-Fachkräfte übernehmen dabei eine Schlüsselrolle, da sie digitale Prozesse in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ermöglichen. Hinter jeder App, jedem digitalen Fortschritt in Unternehmen und jedem digitalen Verwaltungshandeln stehen IKT-Fachkräfte. Gleichzeitig erfordern die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz eine dauerhafte Weiterentwicklung der Kompetenzen.

Zu den IKT-Berufen zählen unter anderem Fachinformatiker*in, System-Administrator*in, Wirtschaftsinformatiker*in, IT-Anwendungsberater*in und Programmierer*in. Die Anzahl sozialversicherungspflichtiger IKT-Beschäftigter in Berlin stieg 2025 auf 84.599. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um 3,5 Prozent sowie einer Steigerung um 136,4 Prozent im Vergleich zu vor zehn Jahren. 

Die Nachfrage nach IKT-Fachkräften zeigt sich hingegen schwächer. Im Jahresdurchschnitt waren 2025 686 Stellen für IKT-Berufe bei den Berliner Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet. Die Zahl der arbeitslosen IKT-Fachkräfte stieg auf 7.431 an.

 

Hintergrund – bundesweite Einordnung:

Bundesweit stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IKT-Berufen auf 1,15 Millionen und lag damit 2 Prozent über dem Vorjahreswert. Seit 2015 ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in IKT-Berufen um 67 Prozent gewachsen. Die Nachfrage nach IKT-Fachkräften ist dagegen zurückgegangen. Im Jahresdurchschnitt waren 2025 rund 13.000 Arbeitsstellen für IKT-Berufe bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Gleichzeitig stieg die Zahl der arbeitslosen IKT-Fachkräfte auf durchschnittlich knapp 54.000.

Den vollständigen Bericht finden Sie auf dem Statistikportal der Bundesagentur für Arbeit.

 

Hintergrund - statistischer Anhang:

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort in der Berufshauptgruppe 43 "Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufe" mit Anforderungsniveau Fachkraft, Spezialist oder Experte: 

Statistik Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufe