Zitat:Carina Knie-Nürnberg, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit: „Dass die Arbeitslosigkeit im Januar steigt, kennen wir aus jedem Jahr. In Berlin fällt dieser Anstieg aktuell aber stärker aus als sonst. In Brandenburg sehen wir dagegen die typische saisonale Entwicklung. Gleichzeitig gibt es eine gute Nachricht: Die Beschäftigung wächst in Brandenburg weiterhin leicht.
Klar bleibt: Eine abgeschlossene Ausbildung ist nach wie vor der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Und sie hilft gerade jetzt dabei, schneller wieder in Arbeit zu kommen. Gleichzeitig verändert sich der Arbeitsmarkt. Jobs wandeln sich, Anforderungen verändern sich. Umso wichtiger ist es up-to-date zu bleiben, sich weiterzubilden und sich neue Kompetenzen anzueignen. Dabei unterstützen wir gezielt. Und wir bringen Unternehmen und Arbeitsuchende zusammen, wenn es darum geht, offene Stellen zu besetzen.
Wie es weitergeht, hängt in den nächsten Monaten vor allem von der wirtschaftlichen Entwicklung ab.“
Einschätzung aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit:
Zu Beginn des Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen in Berlin und Brandenburg gestiegen. So waren in Berlin 11.700 und in Brandenburg 5.170 Arbeitslose mehr bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet als im Vormonat.
Die Arbeitslosenquote in Berlin lag im Berichtsmonat bei 10,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist dies ein Anstieg um 0,5 Prozentpunkte. In Brandenburg lag die Quote bei 6,7 Prozent und überstieg den Wert des Vorjahres um 0,1 Prozentpunkte.
Zum Jahresbeginn hat sich die Nachfrage nach Arbeitskräften abgeschwächt. So wurden im Januar den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Berlin 3.843 neue Arbeitsstellen gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 445 im Vergleich zum Vormonat. Insgesamt waren 18.881 freie Stellen registriert, 1.280 weniger als im Januar 2025. Besonders deutlich war dabei der Rückgang der freien Stellen im Helferbereich um 23,2 Prozent auf 2.917 Stellen.
In Brandenburg wurden im Januar 3.110 neue Arbeitsstellen gemeldet, das sind 804 weniger als im Vormonat. Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen belief sich auf 20.086 und ist damit um 2.341 niedriger als im Vorjahr. Auch in Brandenburg ist der Rückgang der gemeldeten Stellen vor allem im Helferbereich um 24 Prozent auf 3.233 Stellen zu beobachten.
Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Im November 2025 waren in Berlin rund 1.692.800 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 6.000 weniger als im November 2024. Der Rückgang von 0,4 Prozent liegt 0,4 Prozentpunkte unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Brandenburg verzeichnete im November 2025 einen Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 893.200 Personen, was einer Zunahme von 1.600 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Brandenburg verzeichnet ein geringfügiges Wachstum von 0,2 Prozent und liegt damit 0,2 Prozentpunkte über dem bundesweiten Durchschnitt.
Weitere ausführliche Informationen finden Sie im monatlichen Arbeitsmarktbericht.