Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg war im Jahr 2025 von der anhaltenden konjunkturellen Schwäche geprägt. Trotz einer insgesamt stabilen Beschäftigung nahm der Druck spürbar zu: Die Arbeitslosigkeit stieg in beiden Ländern, während die Nachfrage nach Arbeitskräften und das Angebot an Ausbildungsplätzen zurückgingen.
Zitat:Carina Knie-Nürnberg, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, erklärt: "Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg zeigt sich trotz der konjunkturellen Schwäche insgesamt stabil, steht aber unter wachsendem Anpassungsdruck. Es ist von entscheidender Bedeutung, Qualifizierung, Ausbildung und die Integration von Geflüchteten konsequent voranzutreiben. Nur so können wir Fachkräfte sichern und Beschäftigung nachhaltig stabilisieren."
Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in Berlin auf rund 218.000 Personen, die Quote stieg auf 10,3 Prozent. Im Durchschnitt waren in Brandenburg rund 86.000 Menschen arbeitslos, die Arbeitslosenquote lag bei 6,4 Prozent. In Berlin ist der Anstieg stärker als in Brandenburg.
Dieser Unterschied ist auf die höhere Abhängigkeit der Hauptstadt von konjunktursensiblen Dienstleistungsbereichen zurückzuführen. Unternehmen hielten ihre Belegschaften weitgehend stabil und reagierten vor allem mit Zurückhaltung bei Neueinstellungen.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat sich in der Region insgesamt kaum verändert. In Berlin war ein leichter Rückgang zu verzeichnen, während in Brandenburg eine leichte Steigerung zu beobachten war. Kurzarbeit hatte eine stabilisierende Wirkung, dominierte jedoch nicht. Die Inanspruchnahme blieb in beiden Ländern moderat und deutlich unter dem Bundesniveau. Kurzarbeit trug dazu bei, Fachkräfte in den Betrieben zu halten und Beschäftigung zu sichern.
Ein zentrales Thema war die Integration von Geflüchteten. Im Jahr 2025 konnte eine zunehmende Zahl von Menschen – insbesondere aus der Ukraine – in Beschäftigung vermittelt werden. Die Maßnahmen zur Sprachförderung, Qualifizierung und gezielten Vermittlung zeigen Wirkung. Allerdings verlängern fehlende Abschlüsse und Sprachkenntnisse weiterhin die Integrationswege.
Der Ausbildungsmarkt entwickelte sich rückläufig. In Berlin und Brandenburg wurde von den Betrieben eine signifikant geringere Anzahl an Ausbildungsstellen gemeldet. Langfristig wird sich das Fachkräfteproblem durch Unsicherheit in der Wirtschaft und dem demografischen Wandel verschärfen.