Vier Jahre nach Kriegsbeginn: Beschäftigung ukrainischer Geflüchteter steigt. Potenziale jetzt konsequent nutzen.

23.02.2026 | Presseinfo Nr. 5

Zitat:

Carina Knie-Nürnberg, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit: „Vier Jahre nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine sehen wir: Integration in Arbeit gelingt. Tausende geflüchtete Menschen aus der Ukraine haben in Berlin und Brandenburg eine Beschäftigung aufgenommen; viele davon sozialversicherungspflichtig. Das ist ein gutes Signal für unseren Arbeitsmarkt und die Menschen.

Nun geht es im nächsten Schritt darum diese Job-Perspektiven auszubauen. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer bringen Qualifikationen und Berufserfahrung mit. Diese Potenziale sollten wir nutzen: Sprachkenntnisse weiter ausbauen, berufliche Abschlüsse anerkennen und gezielt im Betrieb weiterbilden.

Unser Ziel ist klar: Beschäftigung sichern, Aufstieg ermöglichen und aus Arbeitskräften Fachkräfte machen. Für eine starke Region.“

 

Berlin: Beschäftigung mehr als verdreifacht

In Berlin lebten zum Stand Dezember 2025 61.062 Personen im erwerbsfähigen Alter mit ukrainischer Staatsangehörigkeit. Bei den Jobcentern und Agenturen für Arbeit waren in Berlin im Januar 2026 27.446 erwerbsfähige Personen gemeldet, davon 11.664 arbeitslos. 

Die nicht arbeitslos gemeldeten Personen befinden sich überwiegend in Integrations- und Sprachkursen, in Beschäftigung (bei ergänzendem Leistungsbezug), in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Weiterbildungen, in Ausbildung oder schulischer Bildung oder stehen dem Arbeitsmarkt aufgrund von Erziehungs- und Pflegeaufgaben derzeit nicht zur Verfügung. 

Die aktuellsten nicht hochgerechneten Daten zur Beschäftigung (Stand Januar 2026) beziehen sich auf Juli 2025. Zu diesem Zeitpunkt waren 22.169 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit in Berlin beschäftigt, darunter 19.269 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 396 Auszubildende sowie 2.504 geringfügig Beschäftigte. 

Seit Kriegsausbruch im Februar 2022 ist die Zahl der beschäftigten Ukrainerinnen und Ukrainer in Berlin um 15.715 gestiegen und hat sich damit mehr als verdreifacht. Besonders stark wuchs die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (+13.389).

Innerhalb eines Jahres erhöhte sich die Zahl der der beschäftigten Ukrainerinnen und Ukrainer in Berlin um 3.795 Personen, davon 3.469 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Dynamik zeigt: Integration in den Arbeitsmarkt gewinnt weiter an Stabilität und Qualität.

Brandenburg: Beschäftigung mehr als vervierfacht 

In Brandenburg lebten zum Stand Dezember 2025 24.524 Personen im erwerbsfähigen Alter mit ukrainischer Staatsangehörigkeit. Im Januar 2026 waren 12.039 erwerbsfähige Personen bei den Jobcentern und Agenturen für Arbeit gemeldet, davon 5.768 arbeitslos. 

Auch hier befinden sich viele der nicht arbeitslos gemeldeten Personen in Integrations- und Sprachkursen, in Weiterbildungen, in Ausbildung oder bereits in Beschäftigung, häufig mit ergänzendem Leistungsbezug. 

Im Juli 2025 waren 8.938 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit in Brandenburg beschäftigt, darunter 7.587 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 196 Auszubildende sowie 1.155 geringfügig Beschäftigte. 

Seit Februar 2022 ist die Zahl der beschäftigten Ukrainerinnen und Ukrainer in Brandenburg um 6.794 gestiegen. Sie hat sich damit mehr als vervierfacht. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung aus (+5.775).

Im Jahresvergleich wuchs die Zahl der Beschäftigten um 1.766 Personen. 

Berufsberatung im Erwerbsleben: Qualifizieren und Fachkräfte sichern

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter bleiben auch nach dem Start in Arbeit für Beschäftigte und Unternehmen ansprechbar, beraten zu Fördermöglichkeiten und begleiten die nächsten Karriereschritte – etwa durch unsere Berufsberatung auch für Erwachsene und unseren Arbeitgeber-Service. Sie unterstützen dabei, Stärken zu erkennen, Entwicklungswege zu planen und Weiterbildung passgenau einzusetzen.

Die Berufsberatung im Erwerbsleben ist für Beschäftigte kostenfrei. Terminanfragen sind online möglich über www.arbeitsagentur.de über die Kachel „Karriere & Weiterbildung“.

Die Beratung des gemeinsamen Arbeitgeber-Services der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter ist für Unternehmen kostenfrei. Alle Dienstleistungen für Arbeitgeber finden Sie online unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen oder über die kostenfreie bundesweite Rufnummer 0800 4 555520.