Zitat:Carina Knie-Nürnberg, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg: „Der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg entwickelt sich im März leicht positiv. Die hohe Dynamik am Arbeitsmarkt in unserer Region zeigt: Der Arbeitsmarkt stemmt sich gegen die konjunkturellen Unsicherheiten in Berlin und Brandenburg. Zwar sehen wir weiterhin einen Anstieg bei den Entlassungen, gleichzeitig aber auch eine zunehmende Tendenz bei den Arbeitsaufnahmen. In Berlin und Brandenburg finden im März wieder mehr Menschen einen neuen Job. Die steigenden Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung führen am Ende zu einer leicht positiven Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg. Diese Entwicklung lässt hoffen, dass in diesem Jahr wieder eine Frühjahrsbelebung möglich ist.
Auf dem gebeutelten Berliner Arbeitsmarkt zeigt sich nach einer schwierigen Zeit ein erster Lichtblick. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen steigt und die der Arbeitslosen sinkt – auch saisonbereinigt.
Der Arbeitsmarkt in Brandenburg bleibt weiter robust. Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen steigt auch im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitsaufnahmen steigen im März 2026 im Vergleich zum Vormonat um fast ein Drittel.“
Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt führt Carina Knie-Nürnberg weiter aus: „Wir hoffen, dass sowas wie Frühjahrsbelebung auch den Ausbildungsmarkt erreicht. Viele junge Menschen stehen gerade jetzt vor der Entscheidung, wie ihr beruflicher Weg weitergeht. Jede gemeldete Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern eröffnet ihnen eine Chance mehr, den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen, Schritt für Schritt Fachkraft zu werden und damit ein wichtiger Teil der Fachkräftesicherung in unserer Region zu sein.“
Arbeitgeber können sich einfach über die gebührenfreie Rufnummer 0800 4 5555 20 an den Arbeitgeberservice in Berlin und Brandenburg wenden, um Ausbildungsstellen zu melden.
Berliner Arbeitsmarkt auf einen Blick:

Brandenburger Arbeitsmarkt auf einen Blick:

Einschätzung aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit:
Im März 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen sowohl in Berlin als auch in Brandenburg gesunken. So waren in Berlin 2.800 und in Brandenburg 1.630 Arbeitslose weniger bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet als im Vormonat.
Innerhalb des Berichtsmonats März 2026 haben die Bewegungen am Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg deutlich zugenommen, was auf den Beginn einer möglichen Frühjahrsbelebung hoffen lässt. So legten in Berlin im März 2026 die Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit um 6,4 Prozent auf 16.061 Personen zu. Gleichzeitig stiegen die Abgänge von Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit deutlich um 16,4 Prozent auf 14.747. In Brandenburg zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier stiegen die Zugänge um 5,3 Prozent auf 6.188 und die Abgänge um 33,9 Prozent auf 6.104.
Die Arbeitslosenquote in Berlin sinkt im Berichtsmonat um 0,1 Prozentpunkte von 10,6 auf 10,5 Prozent. In Brandenburg sinkt die Quote im Berichtsmonat um 0,2 Prozentpunkte von 6,7 auf 6,5 Prozent.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Berlin und Brandenburg legt zu. So wurden im Februar den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Berlin 4.866 neue Arbeitsstellen gemeldet. Dies waren 395 Arbeitsstellen mehr im Vergleich zum Vormonat. Der Zugang bleibt dennoch mit 405 gemeldeten Arbeitsstellen weniger als im März 2025 hinter der Entwicklung des Vorjahres zurück. Der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen steigt im März 2026 auf 19.298.
In Brandenburg fällt die Nachfrage nach Arbeitskräften etwas positiver aus. So wurden im März 2026 insgesamt 4.391 neue Arbeitsstellen gemeldet, das waren 502 mehr als im Vormonat und entspricht auch im Vergleich zum Vorjahresmonat einer Zunahme um 317 gemeldeter Stellen. Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen beläuft sich auf 20.403 und ist damit um 254 höher als im Vormonat.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickelte sich zum Jahreswechsel in Brandenburg besser als im Vorjahr. Stand Januar 2026 waren laut Hochrechnung in Brandenburg 877.900 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vormonat sank die Anzahl um 8.000 Beschäftigte, wie für einen Jahreswechsel üblich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 500 Beschäftigte mehr.
In Berlin waren 1.673.600 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vormonat sank die Anzahl um 13.000 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 6.500 Beschäftigte weniger. Die deutliche Veränderung zum Vorjahresmonat werden in Berlin durch einen Sondereffekt verursacht, bei dem vorherige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen in Beamtenverhältnisse umgewandelt werden.