- 312.373 Arbeitslose im August 2026 (plus 4,0 Prozent gegenüber Vormonat)
- Arbeitslosenquote steigt leicht auf 4,8 Prozent
- Jugendarbeitslosenquote steigt auf 4,7 Prozent
Arbeitslose
Zeitreihe zum Bestand an Arbeitslosen
Baden-Württemberg

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Arbeitslosigkeit steigt im August saisonbedingt
Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Baden-Württemberg ist im August 2026 im Vergleich zum Vormonat um 4 Prozent auf 312.373 gestiegen. Der Anstieg lässt sich auf übliche saisonale Effekte zurückführen: Schulzeiten, Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse enden vor der Ferienzeit, während Anschlussbeschäftigungen bzw. neue Ausbildungen noch nicht begonnen haben. Dazu kommen beendete arbeitsmarktpolitische Maßnahmen. Im August waren 32.437 junge Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren arbeitslos – mit einem Anstieg von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vormonat lässt sich hier ein überdurchschnittlicher Anstieg verzeichnen. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt damit wie auch in den Vorjahren weiter, der Anstieg fällt mit plus 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat aber deutlich geringer aus als in den Vorjahren (2023: plus 9,2 Prozent, 2024: plus 11,3 Prozent, 2025: plus 7,2 Prozent).
Ausbildungsmarkt: deutlich weniger Ausbildungsstellen
Die gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen liegen aktuell mit rund 64.500 Stellen um 9,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dennoch sind im August kurz vor Ausbildungsstart noch rund 17.500 Ausbildungsstellen unbesetzt – insbesondere für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel (rund 2.100 Stellen), Verkäufer/in (rund 1.300 Stellen), zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (rund 550 Stellen) und Fachkraft Lagerlogistik (rund 500 Stellen) bestehen noch zahlreiche Möglichkeiten für Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber. Auf 100 betriebliche Ausbildungsstellen kommen 81 Bewerberinnen und Bewerber. Damit bleibt der Ausbildungsmarkt in Baden-Württemberg trotz des Rückgangs an Ausbildungsstellen weiterhin ein Bewerbermarkt.
Sabine Schultheiß, Geschäftsführerin Operativ der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, erklärt: „Kurz vor dem Ausbildungsstart am 01. September sind in Baden-Württemberg immer noch rund ein Viertel aller Ausbildungsstellen unbesetzt. Eine Ausbildung lohnt sich immer: Nicht nur wegen des Ausbildungsgehalts, sondern weil die Auszubildenden von heute in vielen Betrieben die benötigten Fachkräfte von morgen sind. Und es ist immer noch so: Eine Ausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und damit eine wichtige Investition in die eigene Zukunft. Auch im Nachvermittlungszeitraum bis Dezember 2026 gibt es noch gute Chancen, sich einen Ausbildungsplatz zu sichern!“
Bei Jugendlichen, die noch nicht wissen, in welche berufliche Richtung sie gehen wollen, rät Sabine Schultheiß: „Wer nun zum Ende des Sommers noch nicht genau weiß, für welchen Ausbildungsberuf die Entscheidung getroffen werden soll, kann sich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden. Dazu lässt sich einfach online ein Termin vor Ort vereinbaren. Auch ein Praktikum kann bei der Berufsorientierung helfen – die Praktikumswochen im Herbst stehen Schülerinnen und Schülern ab Klasse 8 offen. Eine Registrierung für Teilnehmende und Betriebe ist online möglich!“
Kurzarbeit im Südwesten
Im Mai 2026 befanden sich nach vorläufigen hochgerechneten Daten 32.944 Personen in Kurzarbeit. Das sind weniger Kurzarbeitende als im Vormonat (April 2026: 36.462 Personen) und etwa die Hälfte weniger als im Vorjahr (Mai 2025: 65.835). Die Kurzarbeiterquote in Baden-Württemberg beträgt im Mai 2026 weiterhin 0,7 Prozent.