- 306.127 Arbeitslose im September 2026 (minus 2,0 Prozent gegenüber Vormonat
- Arbeitslosenquote sinkt leicht auf 4,7 Prozent
- Jugendarbeitslosenquote fällt saisonbedingt von 4,7 auf 4,4 Prozent
Arbeitslose
Zeitreihe zum Bestand an Arbeitslosen
Baden-Württemberg

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Arbeitslosigkeit geht im September nur leicht zurück
Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Baden-Württemberg ist im September 2026 im Vergleich zum Vormonat um 2,0 Prozent auf 306.127 gesunken. Junge Menschen haben überdurchschnittlich vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert (minus 7,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat). Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im September ist saisonüblich, weil viele Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse in diesem Monat beginnen. In den Vorjahren fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit im September allerdings stärker aus. Saisonbereinigt steigt die Arbeitslosigkeit um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; bei Jugendlichen steigt sie um 2,5 Prozent.
Lichtblick bei den Beschäftigungsaufnahmen
Die Beschäftigungsaufnahmen ziehen weiterhin an: Im September 2026 konnten über 25.000 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden – deutlich mehr als vor einem Jahr (plus 19,1 Prozent). Die Beschäftigungsaufnahmen erreichen in diesem September sogar ein höheres Niveau als in den Jahren 2015 bis 2019, also vor den großen Krisen. Der positive Trend zeigt sich auch im Jahresverlauf: Von Januar bis einschließlich September 2026 konnten 184.849 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden – sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies zeigt: Der Arbeitsmarkt bietet aktuell mehr Chancen als in den Vorjahren.
Arbeitslosmeldungen belasten den Arbeitsmarkt
Allerdings ist die Dynamik am Arbeitsmarkt weiterhin zu schwach, um die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu reduzieren. Die Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit liegen im September 2026 um 6,4 Prozent über dem Vorjahresmonat. Für den Zeitraum Januar bis September ergibt sich ein Anstieg von vier Prozent gegenüber 2025. Konkret haben sich in diesen neun Monaten 241.234 Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet. Diese Entwicklung korrespondiert mit dem Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Juli 2026: minus 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).
Martina Musati, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, erklärt: „Ein Lichtblick ist, dass wir 2026 weiterhin mehr Beschäftigungsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit heraus verzeichnen. Das September-Ergebnis fällt hier besonders gut aus. Auf der anderen Seite setzt sich der Beschäftigungsabbau fort. Das ist derzeit die größte Belastung für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Menschen, die sich direkt aus Beschäftigung arbeitslos melden, ist weiterhin hoch. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt ernst. Mit einem nachhaltigen Rückgang der Arbeitslosigkeit ist aktuell nicht zu rechnen.“
Kurzarbeit im Südwesten
Im Juni 2026 befanden sich nach vorläufigen hochgerechneten Daten 31.835 Personen in Kurzarbeit. Das sind etwa gleich viele Kurzarbeitende wie im Vormonat (Mai 2026: 32.050 Personen), aber etwa die Hälfte weniger als im Vorjahr (Juni 2025: 57.192). Die Kurzarbeiterquote in Baden-Württemberg beträgt 0,6 Prozent. Damit liegt die Kurzarbeit weiterhin über einem „üblichen“ Niveau: In wirtschaftlich „normalen“ Zeiten ist eine Größenordnung von 5.000 bis 10.000 Kurzarbeitenden sowie eine Kurzarbeiterquote von 0,1 bis 0,2 Prozent üblich.