Der Arbeitsmarkt im Februar 2026

Immer mehr junge Menschen haben keine Beschäftigung

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 5

  • 306.785 Arbeitslose im Februar 2026 (minus 1,2 Prozent gegenüber Vormonat)
  • Arbeitslosenquote bleibt stabil bei 4,8 Prozent
  • Jugendarbeitslosenquote steigt von 3,8 auf 4,0 Prozent

Arbeitslose
Zeitreihe zum Bestand an Arbeitslosen
Baden-Württemberg

Zeitreihe zum Bestand an Arbeitslosen

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Leichter saisonbedingter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar 2026
Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Baden-Württemberg ist im Februar 2026 im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent (3.658 Personen) auf 306.785 gesunken. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar ist saisonüblich. Die Arbeitslosigkeit verharrt weiterhin auf einem hohen Niveau.

Anstieg der Arbeitslosigkeit verlangsamt sich
Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Baden-Württemberg ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent (14.179 Personen) gestiegen. Zwischen 2023 und 2025 lagen die Steigerungen noch bei durchschnittlich rund 10 Prozent. Der Trend, wonach sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich verlangsamt, setzt sich damit fort.

Immer mehr junge Menschen haben keine Beschäftigung
Im Februar 2026 waren 27.480 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos – ein Anstieg von 3,9 Prozent (1.025 Personen) im Vergleich zum Vormonat und ein Anstieg von 9,7 Prozent (2.423 Personen) im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosmeldungen junger Menschen sind seit 2022 nahezu unterbrochen gestiegen, zuletzt überdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Personengruppen.

Für junge Menschen wird der Start ins Berufsleben schwieriger
Rund 30 Prozent der 27.480 arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren haben eine abgeschlossene Berufsausbildung; etwa drei Prozent haben einen akademischen Abschluss. In der Wirtschaftskrise sind junge Menschen trotz guter Qualifikation stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Gegenüber dem Vorjahr ist ihre Arbeitslosigkeit mit 15,4 Prozent (mit abgeschlossener Ausbildung) bzw. 23,5 Prozent (mit akademischem Abschluss) deutlich stärker angestiegen. Da Arbeitgeber oftmals auch bei Einstiegspositionen Berufserfahrung erwarten, sind diese arbeitslosen jungen Menschen schon beim Start ins Arbeitsleben benachteiligt. Sie erhalten derzeit zu wenig Chancen, die in der Ausbildung bzw. die im Studium erworbenen Kompetenzen im Erwerbsleben zu verfestigen und Berufserfahrung zu sammeln.

Martina Musati, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, erklärt: „Wer eine Ausbildung abgeschlossen hat, darf nicht am Anfang seiner Karriere scheitern. Jugendliche brauchen echte Einstiegschancen – ins Arbeitsleben nach der Ausbildung und in die Ausbildung nach dem Schulabschluss. Deshalb ist es so wichtig, dass die Unternehmen im Land ihre Ausbildungsbereitschaft hochhalten. Mit Blick auf die demographische Entwicklung gilt es, diese Potenziale zu nutzen. Fachkräftemangel und steigende Jugendarbeitslosigkeit können wir uns nicht leisten.“

Kurzarbeit im Südwesten weiterhin auf hohem Niveau
Im November 2025 befanden sich nach vorläufigen hochgerechneten Daten 45.247 Personen in Kurzarbeit. Das sind knapp 10 Prozent weniger als im Vormonat (Oktober 2025: 50.159 Personen). Die Kurzarbeit liegt aber weiterhin auf einem hohen Niveau: Die Kurzarbeiterquote in Baden-Württemberg beträgt 0,9 Prozent – mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Besonders betroffen ist das Verarbeitende Gewerbe, vor allem die Metall- und Elektroindustrie.