- 297.819 Arbeitslose im Mai 2026 (minus 2,0 Prozent gegenüber Vormonat)
- Arbeitslosenquote sinkt leicht auf 4,6 Prozent
- Jugendarbeitslosenquote geht leicht zurück auf 3,7 Prozent
Arbeitslose
Zeitreihe zum Bestand an Arbeitslosen
Baden-Württemberg

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Schwache Frühjahrsbelebung – aber etwas stärker als in den Vorjahren
Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Baden-Württemberg ist im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat um 2,0 Prozent auf 297.819 zurückgegangen. Die Arbeitslosigkeit im Land sinkt erstmals in diesem Jahr wieder unter die Marke von 300.000. Die Frühjahrsbelebung, für die man die Monate März bis einschließlich Mai betrachtet, fällt in diesem Jahr schwach aus, aber etwas stärker als in den beiden Vorjahren. Die saisonale Dynamik reicht nicht aus, um den Arbeitsmarkt zu entlasten. Saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit lediglich um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück.
Stellenabbau belastet den Arbeitsmarkt
Seit Jahresbeginn haben sich über 130.000 Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet – vier Prozent mehr als im Vorjahr und neun Prozent mehr als in 2024. Eine Ursache ist der Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im März um 0,3 Prozent (minus 16.000) im Vergleich zum Vorjahr. Positiv zu bewerten ist, dass die Beschäftigungsaufnahmen weiter anziehen. Mehr Menschen können ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme beenden. Aber die Zahl der Menschen, die sich aufgrund von Jobverlust arbeitslos melden, fällt auch 2026 höher aus.
Jugendarbeitslosigkeit sinkt leicht – bleibt aber auf hohem Niveau
Im Mai 2026 waren über 25.000 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos – gut vier Prozent weniger als im Vormonat. Erfreulich ist, dass viele junge Menschen im Mai ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Ausbildung oder Erwerbstätigkeit beenden konnten. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt aber weiterhin deutlich über dem Vorjahr (plus sechs Prozent).
Martina Musati, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, erklärt: „Konjunktur, Strukturwandel und Geopolitik – alle drei belasten den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Menschen, die ihre Arbeitsstelle verlieren und sich arbeitslos melden, bleibt hoch und liegt über den Vorjahren. So fällt die Frühjahresbelebung zwar etwas stärker aus als in den Vorjahren, ist aber zu schwach, um Impulse am Arbeitsmarkt zu setzen.“
Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt sieht Martina Musati gute Chancen: „Auf dem Ausbildungsmarkt ist noch viel in Bewegung. Es gibt noch ausreichend Chancen, im Herbst eine Ausbildung zu beginnen. Auch für die Unternehmen lohnt sich die Zusammenarbeit mit ihrer Agentur für Arbeit. Es sind aktuell etwas mehr Bewerberinnen und Bewerber auf der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle als im Vorjahr.“
Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt junge Menschen über die Website „meinBERUF“ bei der beruflichen Orientierung, bei der Bewerbung um ein Praktikum und einen Ausbildungsplatz.
Kurzarbeit im Südwesten
Im Februar 2026 befanden sich nach vorläufigen hochgerechneten Daten 35.252 Personen in Kurzarbeit. Das sind gut 10 Prozent mehr als im Vormonat (Januar 2026: 32.013 Personen). Die Kurzarbeiterquote in Baden-Württemberg beträgt 0,7 Prozent. Besonders betroffen ist das Verarbeitende Gewerbe, vor allem die Metall- und Elektroindustrie.