Ausbildungsmarkt 2025 bietet noch viele Perspektiven

04.08.2025 | Presseinfo Nr. 15

Am 1. September startet das neue Ausbildungsjahr in Bayern. Die Zahl der Bewerber liegt in diesem Jahr um 2,4 Prozent höher als noch 2024. Trotz der wirtschaftlich unsicheren Lage sind die Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr nur um 5,7 Prozent zurückgegangen. Damit bleibt der Ausbildungsmarkt ein Bewerbermarkt mit vielen Optionen.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist ein Garant für ein dauerhaft stabiles und erfolgreiches Erwerbsleben. Menschen ohne Berufsabschluss sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen und arbeiten oft in Helfertätigkeiten. Die Arbeitslosenquote von Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung betrug zuletzt in Bayern 13,1 Prozent, während sie für Menschen mit Berufsabschluss nur bei 2,3 Prozent lag. Durch die demografische Entwicklung ist die Zahl der jungen Menschen, die eine berufliche Ausbildung absolvieren und als Fachkräftenachwuchs zur Verfügung stehen, kleiner geworden. Derzeit suchen noch knapp 17.400 Jugendliche eine Ausbildungsstelle, über 27.000 sind bereits fündig geworden.

„Kurz vor dem Ausbildungsbeginn 2025 liegt unser Hauptaugenmerk auf den Jugendlichen, die aktuell noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Wer sich noch unsicher ist, sollte die Sommerferien für ein Praktikum nutzen. Das hilft, besser einzuschätzen, ob der Wunschberuf auch wirklich zu den eigenen Fähigkeiten und Talenten passt. In vielen Fällen können Schüler durch einen guten Eindruck im Praktikum sogar schlechtere Schulnoten ausgleichen. Es gibt aktuell noch über 35.000 freie Ausbildungsplätze. Unsere Berufsberatung hilft dabei, den passenden Ausbildungsplatz zu finden“, sagt der Chef der 23 bayerischen Arbeitsagenturen und 83 Jobcenter, Dr. Markus Schmitz.

Die Chancen für alle, die jetzt noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, stehen gut. Auf 100 Ausbildungsstellen kommen rein rechnerisch 67 Bewerberinnen und Bewerber. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater informieren zum Ausbildungsangebot und wissen, welche Unternehmen noch suchen oder welche Alternativen es zum Wunschberuf gibt.

Besonders gut stehen die Chancen für Bewerberinnen und Bewerber im Verkauf und Handel. Es lohnt aber auch ein Blick in andere Bereiche. In der Lagerwirtschaft und als Arzt- und Praxishilfe sind nach wie vor viele Ausbildungsstellen offen. 

 

Klassiker weiterhin gefragt

Zu den gefragtesten Ausbildungsberufen zählen weiterhin die bekannten Klassiker. Weibliche Ausbildungssuchende bewerben sich insbesondere als Medizinische Fachangestellte, Kauffrauen für Büromanagement oder Zahnmedizinische Fachangestellte. Im Vergleich zum Vorjahr rutschte dabei die Zahnmedizinische Fachangestellte beim Interesse um einen Platz nach oben. Männliche Bewerber suchen eher nach einer Ausbildungsstelle als Kfz-Mechatroniker, Fachinformatiker oder Elektroniker. Im Vorjahresvergleich verbesserte sich der „Fachinformatiker Systemintegration“ um einen Platz und ist nun der drittbeliebteste Ausbildungsberuf.