Im vergangenen Jahr lag das mittlere Einkommen der über 3,7 Millionen Vollzeitbeschäftigten in Bayern bei 4.363 Euro pro Monat. Damit ist das Einkommen im Vergleich zum Vorjahr um fast 200 Euro gestiegen. Auch in allen bayerischen Städten und Landkreisen sind die mittleren Löhne zum Vorjahr gestiegen. Bundesweit lag das Medianentgelt bei 4.217 Euro.
„Im Jahr 2025 haben bayerische Unternehmen ihren Mitarbeitenden wieder höhere Löhne als im Vorjahr gezahlt; konkret sind die Löhne und Gehälter um 197 Euro oder 4,7 Prozent gestiegen. Das ist auch ein Ergebnis der gelebten Sozialpartnerschaft in Bayern und der gemeinsam verabredeten Tarifabschlüsse. Für die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten in Bayern lag der Lohn über 4.363 Euro im Monat. Der Unterschied zwischen den Gehältern ist dabei insbesondere in Hinblick auf die Qualifikation deutlich. Dabei zeigt sich wieder - eine Berufsausbildung bietet nicht nur bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch eine bessere Entlohnung “, sagt der Chef der Bundesagentur für Arbeit in Bayern, Dr. Markus Schmitz.
Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Bayern lag im vergangenen Jahr bei 4.363 Euro. Das deutliche Plus ist insbesondere auf höhere Tarifabschlüsse zurückzuführen.
Für die konkrete Höhe des Entgelts spielt unter anderem die Qualifikation der Beschäftigten eine entscheidende Rolle. Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss erzielten ein mittleres Einkommen von 3.216 Euro, bei Beschäftigten mit anerkanntem Berufsabschluss lag der Verdienst bei 4.165 Euro und bei Akademikern bei 6.571 Euro. Bundesweit lag der Medianlohn mit 4.217 Euro rund 150 Euro unter dem bayerischen Wert. Im Ländervergleich rutscht Bayern vom fünften Platz im Vorjahr auf den nun sechsten Platz hinter Hamburg, Baden-Württemberg, Hessen, Berlin und Bremen. Dennoch werden in Bayern lokal hohe Löhne gezahlt. Von den fünf Regionen mit dem höchsten Bruttomonatsentgelt Deutschlands sind allein drei bayerische Regionen vertreten – Erlangen (1.), Ingolstadt (2.) und die Landeshauptstadt München (4.).
Regionale Unterschiede besonders zwischen Städten und Landkreisen: Erlangen ist Spitzenreiter, Landkreis Hof ist weiterhin Schlusslicht in Bayern
Auch innerhalb Bayerns gibt es erhebliche Lohnunterschiede. Die höchsten Medianlöhne gab es im vergangenen Jahr in den Städten Erlangen (6.083 Euro), Ingolstadt (5.937 Euro) und München (5.600 Euro). Erlangen hat damit Ingolstadt vom ersten Platz aus dem Vorjahr verdrängt. Die geringsten Medianlöhne wurden in den Landkreisen Hof (3.464 Euro), Coburg (3.470 Euro) und Kronach (3.494 Euro) gezahlt.
Gründe für die Lohnunterschiede innerhalb Bayerns sind die regionalen Wirtschaftsbranchen und Betriebsgrößen. Große, oftmals tarifgebundene Betriebe zahlen zumeist höhere Löhne. Ebenso finden sich in einigen Regionen diverse Konzernsitze und gut bezahlte Forschungs- und Entwicklungsbereiche. In anderen Regionen finden sich dagegen eher kleinere Wirtschaftsstrukturen mit geringeren Löhnen.
In den Städten Erlangen, Ingolstadt und München sind viele Großunternehmen der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie, der Wissenschaft und der Informations- und Kommunikationsbranche ansässig. In diesen Branchen kann ein Medianentgelt von bis zu 7.941 Euro verzeichnet werden.
Männer verdienen 500 Euro mehr pro Monat als Frauen
Das Medianentgelt bei Männern liegt bei 4.540 Euro pro Monat, das der Frauen bei 4.039 Euro. Eine entscheidende Rolle bei diesem sog. Gender-Pay-Gap spielen dabei die unterschiedlichen Berufsfelder bzw. Branchenschwerpunkte von Frauen und Männern. Die Differenz im Vergleich zum Vorjahr ist gleichgeblieben.
Mit der Veröffentlichung der neuesten Zahlen wurde auch der Entgeltatlas der BA entsprechend aktualisiert. Dort können die Entgelte für alle Berufe abgerufen werden.