Arbeitsmarktbericht Februar 2026: Stagnation statt Aufschwung – bayerischer Arbeitsmarkt weiterhin ohne positive Signale

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 3

  • Im Februar hat die Arbeitslosigkeit in Bayern im Vergleich zum Vorjahr zugenommen: Insgesamt sind 341.061 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 14.549 Personen oder 4,5 Prozent mehr als im Februar 2025.

  • Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 
    4,4 Prozent gestiegen.

  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern liegt bei 5,96 Mio., im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Minus von 10.000 (-0,2 Prozent) Beschäftigten.

Arbeitslosenzahl im Februar:-3.716 auf 341.061 (-1,1 Prozent)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:+14.549 (+4,5 Prozent)
Arbeitslosenquote im Februar:4,4 Prozent (+/- 0,0 Prozentpunkte)
Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich:+0,2 Prozentpunkte
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte:5,96 Mio. (Dezember 2025)
Beschäftigte im Vorjahresvergleich:-10.000 (-0,2 Prozent)

„Stagnation statt Aufschwung – auch im Februar sehen wir weiterhin keine Signale für eine Erholung am bayerischen Arbeitsmarkt. Mit 341.000 Arbeitslosen verzeichnen wir den höchsten Februarstand seit 2010. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geht in Bayern im vierten Monat in Folge zurück, auch das ist kein gutes Zeichen. Die Chance, wieder in Arbeit zu kommen, ist weiter gesunken – der Arbeitsmarkt bleibt unter großem Druck“, fasst Dr. Markus Schmitz, Chef der Bundesagentur für Arbeit in Bayern, die Situation am bayerischen Arbeitsmarkt im Februar 2026 zusammen.

Aktuelle Lage am bayerischen Arbeitsmarkt
 

Im Februar sank die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat im Vergleich zum Vormonat um 3.716 bzw. -1,1 Prozent auf 341.061 Personen. 

Insgesamt sind im Februar 2026 damit 14.549 Personen oder 4,5 Prozent mehr Arbeitslose als im Februar 2025 zu verzeichnen. Den größten Aufwuchs an Arbeitslosen gab es dabei aus den Berufen der Unternehmensführung und -organisation, größtenteils aus dem Bereich Büro und Sekretariat.

In Bayern liegt die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Februar 2026 bei 82.573. Dies ist ein Anstieg von 9.334 Personen (+12,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. 

Mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen sind Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Auch ältere Personen über 55 Jahre sind häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht. Ihr Anteil beläuft sich auf über 40 Prozent. Diese Personengruppen sind bei einer schwachen Konjunktur besonders betroffen.

 

Die Arbeitslosenquote beträgt im Februar 4,4 Prozent und ist damit im Vergleich zum Januar unverändert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte. Bayern belegt dennoch im Bundesländervergleich der niedrigsten Arbeitslosenquoten weiterhin den ersten Platz. 

Im Vergleich der Regierungsbezirke hat Schwaben mit 3,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Arbeitslosenquote weist im Februar 2026 der Regierungsbezirk Mittelfranken mit 4,9 Prozent auf. Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (2,5 Prozent), am höchsten in der Stadt Hof (8,1 Prozent). 


Mit einem derzeitigen Bestand von 103.342 gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich um knapp ein 
Zehntel gesunken. Der größte absolute Rückgang ist mit fast 30 Prozent in der Arbeitnehmerüberlassung zu verzeichnen, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe (-12 Prozent) und dem Handel (-11 Prozent). 

 

Im Dezember 2025 (aktuell hochgerechnete Daten) ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat um 41.300 (-0,7 Prozentpunkte) auf 5.963.600 gesunken. Im Vorjahresvergleich zeigt sich ein Minus von 10.000 Beschäftigten (-0,2 Prozentpunkte). Während die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen und im Bereich Heime und Sozialwesen innerhalb des vergangenen Jahres gestiegen ist, zeigt sich die schwierige wirtschaftliche Lage im deutlichen Beschäftigungsabbau im Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und der Arbeitnehmerüberlassung. Hier ist die Beschäftigung innerhalb eines Jahres um 50.000 Personen gesunken. Nach Jahren des stetigen Wachstums – die Corona-Zeit ausgeklammert – ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten den vierten Monat in Folge zurück.

 

Blick in die bayerischen Regierungsbezirke

 

Schwaben ist erneut Spitzenreiter im bayerischen Regierungsbezirkevergleich und hat die niedrigste Arbeitslosenquote. Die Arbeitslosenquote im Februar beträgt 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte zu verzeichnen. 

Die niedrigste Arbeitslosenquote in Schwaben haben mit 2,6 Prozent die Landkreise Unterallgäu und Donau-Ries. Die Quoten sind im Vergleich zum Vorjahr jeweils unverändert. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,8 Prozent weist die Stadt Augsburg weiterhin die höchste Quote unter den Stadt- und Landkreisen in Schwaben auf. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Stadt einen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte.

 

Die Arbeitslosenquote in Unterfranken liegt mit 4,2 Prozent im Februar unter dem bayerischen Schnitt. Im Vorjahresvergleich ist sie um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. 

Die niedrigste Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Unterfranken verzeichnen die Landkreise Main-Spessart und Schweinfurt mit einer Quote von 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie jeweils um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Die Stadt Aschaffenburg weist mit 7,9 Prozent erneut die höchste Arbeitslosenquote in Unterfranken auf. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosenquote in Aschaffenburg Stadt um 0,4 Prozentpunkte gestiegen.

 

Die Arbeitslosenquote in der Oberpfalz liegt im Februar bei 4,3 Prozent und somit unter dem bayerischen Schnitt (4,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte zu verzeichnen.

Die niedrigste Arbeitslosenquote in der Oberpfalz verzeichnet erneut der Landkreis Neumarkt i.d.OPf. mit 3,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Die höchste Arbeitslosenquote hat erneut die Stadt Weiden i.d.OPf. mit 7,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte zu verzeichnen.

 

In Oberbayern stieg die Arbeitslosenquote im Februar um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an und liegt damit unter dem bayerischen Schnitt von 4,4 Prozent. 

Die niedrigste Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Oberbayern hat erneut der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit 2,5 Prozent und ist damit der Spitzenreiter in ganz Bayern. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote unverändert. Die höchste Arbeitslosenquote weist weiterhin die Landeshauptstadt München mit 5,7 Prozent auf. Im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte gestiegen.

 

In Niederbayern liegt die Arbeitslosenquote im Februar bei 4,6 Prozent und damit über dem bayerischen Durchschnitt von 4,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist die Quote unverändert. 

Mit 3,8 Prozent hat der Landkreis Landshut die niedrigste Arbeitslosenquote in Niederbayern. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Die höchste Arbeitslosenquote in Niederbayern weist die Stadt Passau mit 7,3 Prozent auf. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosenquote in Passau um 0,5 Prozentpunkte.
 

In Oberfranken liegt die Arbeitslosenquote im Februar bei 4,7 Prozent. Die Quote liegt somit über dem bayerischen Durchschnitt (4,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozentpunkte höher. 

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent hat der Landkreis Bamberg erneut die niedrigste Quote in Oberfranken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Die höchste Arbeitslosenquote in Oberfranken weist erneut die Stadt Hof mit 8,1 Prozent auf und ist damit das Schlusslicht in ganz Bayern. Zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um 0,4 Prozentpunkte.

 

Mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent bleibt Mittelfranken im Februar weiterhin Schlusslicht im bayerischen Vergleich. In dem Regierungsbezirk ist im Vorjahresvergleich mit einem Plus von 0,2 Prozentpunkten ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Die niedrigste Arbeitslosenquote in Mittelfranken weist erneut der Landkreis Roth mit 2,6 Prozent auf. Im Vorjahresvergleich ist die Quote um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Die Arbeitslosenquote der Stadt Nürnberg ist weiterhin die höchste Quote in Mittelfranken mit 7,4 Prozent. Sie ist im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 um 0,2 Prozentpunkte gestiegen.