Arbeitsmarktbericht März 2026: Flaute im Frühling – bayerischer Arbeitsmarkt weiter ohne Erholung

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 5

  • Im März hat die Arbeitslosigkeit in Bayern im Vergleich zum Vorjahr zugenommen: Insgesamt sind 329.303 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 9.826 Personen oder 3,1 Prozent mehr als im März 2025.

  • Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 
    4,2 Prozent gestiegen.

  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern liegt bei 5,93 Mio., im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Minus von 13.000 (-0,2 Prozent) Beschäftigten.

Arbeitslosenzahl im März:-11.758 auf 329.303 (-3,4 Prozent)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:+9.826 (+3,1 Prozent)
Arbeitslosenquote im März:4,2 Prozent (-0,2 Prozentpunkte)
Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich:+0,1 Prozentpunkte
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte:5,93 Mio. (Januar 2026)
Beschäftigte im Vorjahresvergleich:-13.000 (-0,2 Prozent)

„Abbau statt Aufwind – die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt wird von der konjunkturellen Flaute spürbar ausgebremst. Mit knapp 330.000 Arbeitslosen haben wir den höchsten Wert in einem März seit 2010. Daneben verstetigt sich der seit Herbst stattfindende Beschäftigungsrückgang. Auch wenn sich die negative Entwicklung am bayerischen Arbeitsmarkt verlangsamt, kann man noch nicht von einem Richtungswechsel sprechen. Einmal arbeitslos bleibt es derzeit schwierig, eine neue Arbeit zu finden“, fasst Dr. Markus Schmitz, Chef der Bundesagentur für Arbeit in Bayern, die Situation am bayerischen Arbeitsmarkt im März 2026 zusammen.

Aktuelle Lage am bayerischen Arbeitsmarkt

Im März sank saisonal üblich die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat im Vergleich zum Vormonat um 11.758 bzw. -3,4 Prozent auf 329.303 Personen. Der Rückgang fällt in diesem Jahr geringer aus als im langjährigen Durchschnitt. Im März sank saisonal üblich die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat im Vergleich zum Vormonat um 11.758 bzw. -3,4 Prozent auf 329.303 Personen. Der Rückgang fällt in diesem Jahr geringer aus als im langjährigen Durchschnitt. Insgesamt sind im März 2026 damit 9.826 Personen oder 3,1 Prozent mehr Arbeitslose als im März 2025 zu verzeichnen. Den größten Aufwuchs an Arbeitslosen gab es dabei aus dem Bereich Büro und Sekretariat. In Bayern liegt die Zahl der Langzeitarbeitslosen im März 2026 bei 82.527. Dies ist ein Anstieg von 8.382 Personen (+11,3 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen sind Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Auch ältere Personen über 55 Jahre sind häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht. Ihr Anteil beläuft sich auf über 40 Prozent. Diese Personengruppen sind bei einer schwachen Konjunktur besonders betroffen. 

Die Arbeitslosenquote beträgt im März 4,2 Prozent und ist damit im Vergleich zum Februar um 0,2 Prozentpunkte zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte. Bayern belegt dennoch im Bundesländervergleich der niedrigsten Arbeitslosenquoten weiterhin den ersten Platz. Im Vergleich der Regierungsbezirke hat Schwaben mit 3,7 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Arbeitslosenquote weist im März 2026 der Regierungsbezirk Mittelfranken mit 4,8 Prozent auf. Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (2,3 Prozent), am höchsten in der Stadt Hof (8,2 Prozent).

Im Dezember 2025 (aktuell hochgerechnete Daten) waren 32.411 Personen in Kurzarbeit. Am aktuellen Rand sank die Anzahl der Kurzarbeitenden im Vorjahresvergleich von 50.650 um 18.239 Menschen (-36 Prozent) und die Anzahl der Betriebe von 1.505 um 8 auf 1.497. Von Kurzarbeit besonders betroffen sind die Wirtschaftsbereiche Maschinenbau und die Herstellung von Metallerzeugnissen. 

Mit einem derzeitigen Bestand von 102.313 gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich um knapp ein Zehntel (-11.647) gesunken. Der größte absolute Rückgang ist mit minus 2.937 Stellen in der Arbeitnehmerüberlassung zu verzeichnen, gefolgt vom Handel (-1.418 Stellen). 

Im Januar 2026 (aktuell hochgerechnete Daten) ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat um 37.400 (-0,6 Prozentpunkte) auf 5.927.200 gesunken. Im Vorjahresvergleich zeigt sich ein Minus von 13.000 Beschäftigten (-0,2 Prozentpunkte). Während die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen, im Bereich Heime und Sozialwesen und im Bereich Erziehung und Unterricht innerhalb des vergangenen Jahres gestiegen ist, zeigt sich die schwierige wirtschaftliche Lage im deutlichen Beschäftigungsabbau im Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und der Arbeitnehmerüberlassung. Nach Jahren des stetigen Wachstums – die Corona-Zeit ausgeklammert – ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten den fünften Monat in Folge zurück. „Lange haben wir über den demografischen Wandel gesprochen, jetzt sehen wir ihn in konkreten Zahlen“, so Schmitz.

Blick in die bayerischen Regierungsbezirke

Schwaben ist erneut Spitzenreiter im bayerischen Regierungsbezirkevergleich und hat die niedrigste Arbeitslosenquote. Die Arbeitslosenquote im März beträgt 3,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte zu verzeichnen. Die niedrigste Arbeitslosenquote in Schwaben hat mit 2,4 Prozent der Landkreis Unterallgäu. Die Quote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,8 Prozent weist die Stadt Augsburg weiterhin die höchste Quote unter den Stadt- und Landkreisen in Schwaben auf. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Stadt einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. 

Die Arbeitslosenquote in der Oberpfalz liegt im März bei 4,0 Prozent und somit unter dem bayerischen Schnitt (4,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote unverändert. Die niedrigste Arbeitslosenquote in der Oberpfalz verzeichnet erneut der Landkreis Neumarkt i.d.OPf. mit 2,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Die höchste Arbeitslosenquote hat erneut die Stadt Weiden i.d.OPf. mit 6,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie unverändert. 

Die Arbeitslosenquote in Unterfranken liegt mit 4,1 Prozent im März unter dem bayerischen Schnitt. Im Vorjahresvergleich ist sie um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Die niedrigste Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Unterfranken verzeichnen die Landkreise Main-Spessart und Schweinfurt mit einer Quote von 2,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie im Landkreis Schweinfurt unverändert, in Main-Spessart um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Die Stadt Aschaffenburg weist mit 7,8 Prozent erneut die höchste Arbeitslosenquote in Unterfranken auf. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosenquote in Aschaffenburg Stadt um 0,5 Prozentpunkte gestiegen. 

In Oberbayern stieg die Arbeitslosenquote im März um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an und entspricht damit dem bayerischen Schnitt. Die niedrigste Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Oberbayern hat erneut der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit 2,3 Prozent und ist damit der Spitzenreiter in ganz Bayern. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Die höchste Arbeitslosenquote weist weiterhin die Landeshauptstadt München mit 5,6 Prozent auf. Im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte gestiegen.

In Niederbayern liegt die Arbeitslosenquote im März bei 4,3 Prozent und damit über dem bayerischen Durchschnitt von 4,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist die Quote um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Mit 3,6 Prozent haben die Landkreise Landshut und Kelheim die niedrigste Arbeitslosenquote in Niederbayern. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr in Kelheim unverändert, im Landkreis Landshut ist sie um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Die höchste Arbeitslosenquote in Niederbayern weist erneut die Stadt Passau mit 7,1 Prozent auf. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosenquote in Passau um 0,5 Prozentpunkte. 

In Oberfranken liegt die Arbeitslosenquote im März bei 4,5 Prozent. Die Quote liegt somit über dem bayerischen Durchschnitt (4,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote unverändert. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent hat der Landkreis Bamberg erneut die niedrigste Quote in Oberfranken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Die höchste Arbeitslosenquote in Oberfranken weist erneut die Stadt Hof mit 8,2 Prozent auf und ist damit das Schlusslicht in ganz Bayern. Zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte. 

Mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent bleibt Mittelfranken im März weiterhin Schlusslicht im bayerischen Vergleich. In dem Regierungsbezirk ist im Vorjahresvergleich mit einem Plus von 0,1 Prozentpunkten ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die niedrigste Arbeitslosenquote in Mittelfranken weist erneut der Landkreis Roth mit 2,4 Prozent auf. Im Vorjahresvergleich ist die Quote um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Die Arbeitslosenquote der Stadt Nürnberg ist weiterhin die höchste Quote in Mittelfranken mit 7,4 Prozent. Sie ist im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 um 0,1 Prozentpunkte gestiegen.

 

 

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