Der hessische Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel. Demografische Veränderungen, Digitalisierung und strukturelle Umbrüche stellen Betriebe vor neue Herausforderungen und erhöhen zugleich den Bedarf an flexiblen Arbeitszeitmodellen. Das zeigt auch das aktuelle IAB- Betriebspanel: Während die durchschnittlich vereinbarte Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten 2025 erstmals seit 2008 unter 39 Stunden sank, nahm der Anteil der Betriebe mit Überstunden und Arbeitszeitkonten deutlich zu.
Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit betont: „Viele Unternehmen in Hessen stehen unter erheblichem Anpassungsdruck und suchen verstärkt nach Flexibilitätslösungen. Deutlich ablesbar an der Zahl der Betriebe mit hohen Überstunden, Arbeitszeitkonten und befristeter Beschäftigung sowie am Rückgang der Tarifbindung. Gleichzeitig darf Flexibilität nicht zulasten der Beschäftigungsqualität gehen. Entscheidend ist, betriebliche Anpassungsfähigkeit mit guten Arbeitsbedingungen, Planungssicherheit und fairen Entwicklungsperspektiven für die Beschäftigten zu verbinden. Arbeitszeitkonten und vollzeitnahe Teilzeitmodelle können einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Arbeitsvolumen flexibler verteilen, Überstunden begrenzen, Beschäftigung stabilisieren und konjunkturelle Schwankungen abfedern.“
Die vollständige Meldungen können Sie dem Link zum hessischen Wirtschaftsministerium entnehmen!
