Arbeitsmarkt
„Zum Ende des Jahres ist die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein erwartungsgemäß leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat November erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 1.100 Personen beziehungsweise 1,2 Prozent auf insgesamt 94.400. Für diesen Anstieg sind vor allem saisonale und witterungsbedingte Effekte verantwortlich: So laufen befristete Arbeitsverhältnisse aus, zudem halten sich viele Unternehmen über den Jahreswechsel mit Neueinstellungen zurück“, erläutert Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, am 7. Januar 2026 in Kiel.
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,8 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Novemberwert. Gegenüber Dezember 2024 ist sie unverändert. Im Vorjahresvergleich nahm die Zahl der Arbeitslosen geringfügig um 100 Personen beziehungsweise 0,2 Prozent zu.
Personalnachfrage
Die Personalnachfrage liegt im Dezember - mit einem Minus von 1.200 Stellen oder -5,3 Prozent - auch weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres. Aktuell haben die Arbeitsagenturen 21.800 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand. „Gesucht werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe“, betont Biercher.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – auf Basis der Oktober-Daten – ist im Vorjahresvergleich leicht gestiegen. Gegenüber Oktober 2024 nahm sie um 1.400 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent auf insgesamt 1.072.800 zu.
Zuwächse verzeichneten vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen (+5.200), die Immobilienwirtschaft sowie die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+1.100) und die öffentliche Verwaltung einschließlich Sozialversicherungen (+900). Rückgänge gab es insbesondere bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-2.900), im Verarbeitenden Gewerbe (-2.100), im Handel (-1.300) sowie in der Arbeitnehmerüberlassung (-1.000).
Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten (Dezember-Daten 2025)
Kreise
Niedrigste Quote: Plön und Stormarn mit 4,4 Prozent
Höchste Quote: Dithmarschen mit 6,6 Prozent
Kreisfreie Städte
Niedrigste Quote: Kiel mit 7,8 Prozent
Höchste Quote: Neumünster mit 8,4 Prozent
Hinweis:
In einer Pressekonferenz am 26. Januar 2026 wird RD-Nord-Chef Markus Biercher gemeinsam mit der DGB-Nord-Vorsitzenden Laura Pooth und dem UVNord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich einen „Rück- und Ausblick 2025/2026“ auf den Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein geben.
Die Pressekonferenz beginnt um 10:00 Uhr in der Regionaldirektion Nord, Projensdorfer Straße 82, 24106 Kiel.