Arbeitsmarkt
Die Zahl der Arbeitslosen liegt aktuell bei 98.400. Das entspricht einem Rückgang von 2.000 bzw. 2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 800 bzw. 0,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 6,0 Prozent; im März des vergangenen Jahres betrug sie 6,1 Prozent.
„Die einsetzende Frühjahrsbelebung hat für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Februar gesorgt. Dieser fällt in diesem Jahr stärker aus als im Vorjahr. Alle Alters- und Personengruppen konnten hiervon profitieren“, sagte Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (31.03.2026) in Kiel.
Ausbildungsmarkt: Halbjahresbilanz
„Im März ziehen wir traditionell eine Halbjahresbilanz. Ich möchte jedoch betonen: Dies ist lediglich eine landesweite Momentaufnahme.“ Die vorliegenden Daten zeigten, dass weiterhin vieles in Bewegung sei. „Aktuell kommen in Schleswig-Holstein auf 7.100 noch unversorgte Bewerberinnen und Bewerber 7.700 freie Ausbildungsplätze. Es gibt in allen Branchen noch unbesetzte Ausbildungsstellen.“
Insgesamt haben sich bislang 10.900 Bewerberinnen und Bewerber bei den Agenturen für Arbeit gemeldet, darunter 8.200 deutsche und 2.700 ausländische. Dabei unterscheiden sich die Top-Ten der Wunschberufe je nach Staatsangehörigkeit: Bei den deutschen Bewerberinnen und Bewerbern zählen Kauffrau/-mann für Büromanagement, Kfz-Mechatroniker/-in und Tischler/-in zu den meistgewählten Berufen. Bei ausländischen Bewerberinnen und Bewerbern sind neben Kauffrau/-mann für Büromanagement und Kfz-Mechatroniker/-in auch Friseur/-in und Fachinformatiker/-in besonders gefragt.
Biercher appellierte an alle Ausbildungsinteressierten: „Ich lege Euch ans Herz: Nutzt unsere Berufsberatung, die Euch in allen Fragen rund um die Ausbildung unterstützt. Auch unsere digitalen Angebote unter ‚meinBERUF‘ stehen Euch rund um die Uhr zur Verfügung.“
Gleichzeitig lobte Biercher die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und verband dies mit einem Appell: „Bieten Sie doch bereits Schülerinnen und Schülern Praktikumsplätze an – so steigern Sie Ihre Erfolgschancen bei der Auswahl und Rekrutierung von Auszubildenden deutlich.“ Darüber hinaus empfahl er den Personalverantwortlichen, auch vermeintlich schwächeren Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance zu geben. „Es gibt vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die assistierte Ausbildung. Unsere Arbeitgeberservice-Teams beraten Sie gerne.“
Personalnachfrage
Die Personalnachfrage lag im März – mit einem Minus von 1.000 Stellen bzw. 4,4 Prozent – unter dem Niveau des Vorjahres. Damit bewegt sich die Zahl der gemeldeten Stellen nahezu auf dem gleichen Niveau. Aktuell haben die Arbeitsagenturen 21.900 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand. „Wie bereits im Vormonat Februar bieten derzeit insbesondere das Gesundheits- und Sozialwesen, der Handel, die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe zahlreiche Einstiegschancen“, so Biercher.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Januar-Daten) ist im Vorjahresvergleich auf 1.052.100 gesunken – ein Rückgang um 3.600 beziehungsweise 0,3 Prozent. „Der deutliche Rückgang ist auf Änderungen in den Abrechnungssystemen sowie auf ein verändertes Meldeverhalten eines bundesweit agierenden Unternehmens zurückzuführen“, erläuterte Biercher. Besonders betroffen waren die unternehmensnahen Dienstleistungen mit einem Rückgang von 4.400 Beschäftigten. Hierzu zählen unter anderem der Garten- und Landschaftsbau sowie Wach- und Sicherheitsdienste. Ebenfalls rückläufig entwickelten sich der Handel (-3.500), die Arbeitnehmerüberlassung (-1.300) sowie das Verarbeitende Gewerbe (-1.000).
Zuwächse gab es hauptsächlich im Gesundheits- und Sozialwesen (+4.800), im Bereich der Immobilien sowie der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+1.900) sowie in der Energie- und Wasserversorgung (+500).
Auswahl: BA-Online-Angebot für Jugendliche
Das Online-Portal meinBERUF (www.mein-beruf.de) bündelt übersichtlich alle wichtigen Informationen und Angebote rund um das Thema Berufsorientierung und bietet Orientierung im gesamten Berufswahlprozess – von der ersten Idee und einem Überblick über Berufe, Ausbildungs- und Studienwege und Informationen zu Praktika und zum Studium bis zur erfolgreichen Bewerbung.
Beratungstermine
Jugendliche können bei den Berufsberaterinnen und Berufsberatern an ihren Schulen, online über das Portal meinBERUF oder über die gebührenfreie Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 einen Termin bei der Berufsberatung vereinbaren.
Arbeitgeber-Infos:
Bei Fragen zur „Einstiegsqualifizierung (EQ)“ oder zur „assistierten Ausbildung (AsA)“ können Personalverantwortliche die kostenfreie Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 nutzen.
Daten-Info: Ausbildungsmarkt (März-Daten 2026)
aktuell unbesetzte Ausbildungsplätze: 7.708 / -1.084 oder -12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr
aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 7.149 Bewerber/-innen / +538 oder 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr
TOP TEN der unbesetzten Ausbildungsplätze (März-Daten 2026)
Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 978
Verkäufer/-in: 639
Fachkraft - Lagerlogistik: 242
Kaufmann/-frau im Büromanagement: 227
Kaufmann/-frau Groß- und Außenhandel: 210
Anlagemechaniker/-in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: 195
Elektroniker/-in - Energie- und Gebäudetechnik: 184
Handelsfachwirt/-in: 159
Kaufmann/-frau für Versicherungen/Finanzanlagen: 148
Fachlagerist/-in: 142
Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Kreise
Niedrigste Quote: Plön mit 4,4 Prozent
Höchste Quote: Dithmarschen mit 7,1 Prozent
Kreisfreie Städte
Niedrigste Quote: Kiel mit 8,1 Prozent
Höchste Quote: Lübeck und Neumünster mit 8,6 Prozent