Arbeitsmarkt
„Zum Jahresende ist die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern – wie in den meisten Bundesländern – saisonbedingt gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat November nahm die Zahl der Arbeitslosen um 1.700 Personen beziehungsweise 2,7 Prozent auf insgesamt 65.300 zu. Der Anstieg ist vor allem auf jahreszeitliche und witterungsbedingte Effekte zurückzuführen. Befristete Arbeitsverhältnisse enden, und viele Unternehmen verschieben Neueinstellungen über den Jahreswechsel“, erklärt Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, am 7. Januar 2026 in Kiel. „Mit 65.300 Arbeitslosen lagen wir im Dezember um 1.700 Personen über dem Vormonat, gleichzeitig aber um 300 Personen beziehungsweise 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 8,0 Prozent.“
Personalnachfrage
Insgesamt liegt die Personalnachfrage auf dem Niveau des Vorjahres. Aktuell haben die Arbeitsagenturen in Mecklenburg-Vorpommern 14.600 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand. Im Dezember 2025 waren es geringfügig weniger – ein Minus von 30 Stellen beziehungsweise 0,2 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand. Gesucht werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe, in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich um Oktober-Daten - ist im Vorjahresvergleich leicht zurückgegangen. Gegenüber Oktober 2024 sank sie um 400 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent auf insgesamt 581.300. Beschäftigungsverluste verzeichneten vor allem das Baugewerbe (-1.100) und der Handel (-1.000), das Verarbeitende Gewerbe (-800) sowie die Arbeitnehmerüberlassung (-600).
Zuwächse gab es hingegen im Gesundheits- und Sozialwesen (+2.000), im Bereich Verkehr und Lagerei (+900) sowie in den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+400).
Daten-Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
Niedrigste Quote: Landkreis Rostock und Ludwigslust-Parchim mit 6,0 Prozent
Höchste Quote: Vorpommern-Rügen mit 9,7 Prozent
Arbeitslosigkeit in den beiden kreisfreien Städten
Schwerin: 10,2 Prozent
Rostock: 7,5 Prozent
Hinweis:
In einer gemeinsamen Pressekonferenz werden RD Nord-Chef Markus Biercher und Mecklenburg-Vorpommerns Arbeits- und Wirtschaftsminister Dr. Blank am 21. Januar 2026 um 10:30 Uhr einen „Rück- und Ausblick 2025/2026“ auf den Arbeitsmarkt des Landes Mecklenburg-Vorpommern geben. Eine gesonderte Einladung mit der Angabe zum Ort folgt zeitnah.